Gesundheitskompetenz von Mitgliedern der Selbsthilfe (GeMSe)

 

Projektleitung:

Mitarbeitende:

Julia Schricker, M.A. (TU Dortmund, Fachgebiet Rehabilitationssoziologie);
Theres Vockert, M.A.

Laufzeit: November 2019 ­– Oktober 2020

Hintergrund

Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz rückt zunehmend die Fähigkeit, gesundheitsrelevante Informationen finden, verstehen, anwenden und umsetzen zu können, in den Fokus. Diese Fähigkeit wird durch den Begriff „Gesundheitskompetenz“ beschrieben. Daneben finden auch die Bestandteile von Organisationen, die es Menschen erleichtern, sich in ihr zurechtzufinden und Gesundheitsinformationen zu verstehen und anzuwenden, immer mehr Beachtung. Dazu gehört z. B. ein einfacher Zugang zu leicht verständlichen Gesundheitsinformationen und die Unterstützung der Navigation durch die Organisation. Im Rahmen von Selbsthilfegruppen ist es chronisch Kranken bzw. Menschen in besonderen Lebenslagen und deren Angehörigen möglich, ihr Erfahrungswissen zu Krankheiten und Behandlungen verständlich weiter zu geben bzw. sich zu informieren. Die Selbsthilfe bietet einen geeigneten Raum, um Gesundheitskompetenz zu vermitteln. Daher widmet sich das Projekt GeMSe den Fragen, welche Gesundheitskompetenz und welches Informationssuchverhalten von gesundheitsrelevanten Informationen die Mitglieder von Selbsthilfegruppen berichten und welche Barrieren im Gesundheits- und Versorgungssystem durch die Mitglieder wahrgenommen werden.

Ziele der GeMSe-Studie

Das Forschungsprojekt GeMSe verfolgt folgende Ziele:

  1. Eine Ist-Standanalyse der individuellen Gesundheitskompetenz bei Mitgliedern der Selbsthilfe durchzuführen.
  2. Das Suchverhaltens nach Gesundheitsinformationen (bspw. im Internet) von Mitgliedern der Selbsthilfe zu untersuchen.
  3. Wahrgenommene Barrieren im Gesundheits- und Versorgungssystem zu erfassen.

Methode

Zielgruppen: Mitglieder der Selbsthilfe (u. a. mit chronischer Erkrankung und/oder Behinderung)

Studiendesign: Quantitatives Studiendesign

Feldzugang: bundesweit über Landesarbeitsgemeinschaften

Befragungszeitraum: Oktober 2019 - Januar 2020

Befragung: Online-Befragung

Auswertung: bi- und multivariate Analysen mit SPSS

Kontakt

Prof. Dr.

Katharina Rathmann

Sozialepidemiologie und Gesundheitsberichterstattung

Gebäude 25 , Raum 105
Prof. Dr.Katharina Rathmann+49 661 9640-6418
Sprechzeiten
nach Voranmeldung per E-Mail