Übersetzung von Instrumenten zur Messung der Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen mit Inklusionsbedarf in Leichte Sprache (GK-KiJuInk)

 

 

Projektleitung:

Förderer: Sparkasse Fulda

Laufzeit: 11/2020 ­– 06/2021

Hintergrund

Der Grundstein für eine gute Gesundheitskompetenz sollte bereits möglichst früh im Leben gelegt werden. Tatsächlich existieren aber bisher kaum verlässliche Daten zur Gesundheitskompetenz von Kindern, die zur Entwicklung von Curricula, Interventionen und Programmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in Schulen herangezogen werden können. Solche Daten sind allerdings für die Förderung der Gesundheitskompetenz der künftigen Generation zwingend notwendig. Für das Kindes- und Jugendalter liegen bereits Messinstrumente vor, um die Gesundheitskompetenz zielgruppenadäquat (allerdings in Schwerer Sprache) zu erfassen. Die genannten Instrumente sind zwar altersspezifisch gestaltet, beziehen sich allerdings lediglich auf Kinder und Jugendliche bzw. Schüler*innen ohne kognitive Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Durch diese Lücke an geeigneten Messinstrumenten spezifisch für Kinder und Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen bzw. Förderbedarf Lernen ergibt sich die methodische Herausforderung, dass diese Fragebögen sprachlich nicht an die Zielgruppe der Heranwachsenden mit kognitiven Beeinträchtigungen angepasst sind, was ein zentraler Grund für den aktuellen Mangel an Erkenntnissen zur Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf im Bereich Lernen bzw. bei Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen darstellt.

Auch mit Blick auf eine gleichberechtigte Teilhabe an Gesundheit i. S. des Bundesteilhabegesetztes (BTHG), rückt insbesondere der partizipative Einbezug durch die Befragung der Zielgruppe selbst, in den Vordergrund. Daher bedarf es der Übersetzung von kind- und jugendgerechten Befragungsinstrumenten, mit denen Kinder und Jugendliche selbst in geeigneter Form zur Gesundheitskompetenz befragt werden können.

Ziele

  1. Bestehende Instrumente zur Gesundheitskompetenz für das Kindes- und Jugendalter (Primar- und Sekundarstufe) in Leichte Sprache zu übersetzen, um hierdurch
  2. Kinder und Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen zu deren Gesundheitskompetenz künftig selbst befragen zu können.

Umsetzung

Das Vorhaben bereichert die langjährige Forschung zur Kindes- und Jugendforschung an der Schnittstelle zwischen Sozialepidemiologie und Gesundheitsforschung im Bereich der Inklusion und Teilhabe von Heranwachsenden mit Beeinträchtigungen. Die übersetzten Instrumente bzw. Fragebögen sollen im kommenden Befragungsturnus der HBSC-Studie im Schuljahr 2021/2022 an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Hessen zum Einsatz kommen.

Kontakt

Prof. Dr.

Katharina Rathmann

Sozialepidemiologie und Gesundheitsberichterstattung

Gebäude 25 , Raum 105
Prof. Dr.Katharina Rathmann+49 661 9640-6418
Sprechzeiten
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