Transition und Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf Lernen: Eine qualitative Pilotstudie in Förder- und inklusiven Regelschulen der Sekundarstufe I (TraWoLiS)

 

 

 

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Katharina Rathmann

Mitarbeitende:

Judith Lutz, M.Sc.; Johanna Nickl, M.A.; Theres Vockert, M.A.

Studentische Mitarbeiter*innen:

Saskia Sendatzki, B.Sc.

Förderer: Hochschulinterne Forschungs- und Entwicklungsförderung

Laufzeit: September 2020 – Dezember 2021

Hintergrund

Die aktuelle Corona-Pandemie stellt Schulen und alle Beteiligte in vielerlei Hinsicht vor große Herausforderungen. Neben allen Hürden des „Home-schoolings“ oder der Vielzahl an Auflagen zur Einhaltung von Hygienekonzepten standen Lehrkräfte, Erziehungsberechtigten und ihre Schulkinder, die eine vierte Klasse besuchten, vor noch weiteren Herausforderungen: dem Übergang an die weiterführende Schule.

Übergänge in der Schulzeit werden häufig als kritisches Lebensereignis oder auch Entwicklungs- und Lernchancen erlebt. Neben der schulischen Leistung von Schulkindern stellt das Wohlbefinden ein zentrales Element des schulischen Gelingens dar. Daher rückt das Wohlbefinden von Schulkindern vermehrt in den Fokus von schulischer Praxis und (Lebenslauf-)Forschung. Für das deutsche Bildungssystem liegen wenig Ergebnisse bezüglich des Übergangs und seiner Bedeutung für das Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf vor. Für das Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf Lernen allgemein, zeigten sich jedoch Unterschiede im Wohlbefinden zwischen den Beschulungsarten (d. h. Förderschule vs. inklusive Regelschule). Hinsichtlich eines   Übergangs verdeutlichen Studienergebnisse, dass Erziehungsberechtigte sowie Lehrkräfte bei der Bewältigung eines Übergangs unterstützend wirken können.

Ziele der TraWoLiS Studie sind daher:

  1. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie in Bezug auf den normativen Übergang und seiner Bedeutung für das Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf Lernen aus Sicht der Schulkinder, Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte aufzuzeigen.
  2. Die Bedeutung des normativen Übergangs für das Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf Lernen aus Sicht der Schulkinder, Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte zu untersuchen.
  3. Es werden förderliche und hinderliche Faktoren bei der Bewältigung des normativen Übergangs ermittelt.

Das Vorhaben knüpft an das Forschungsprojekt „TransWohl: „Geschlechtsspezifische und soziale Unterschiede im Wohlbefinden nach der Transition von der Primar- zur Sekundarstufe I“ an (Geldgeber: HMWK, Laufzeit: 15 Monate) und wird dieses um die Bedeutung des Übergangs für das Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf an Förderschulen im Vergleich zu inklusiven Regelschulen erweitern.

Methode

Zielgruppen: Schulkinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen des Sekundarstufe I, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte der Sekundarstufe I

Studiendesign: Qualitatives Studiendesign

Feldzugang: Landkreis Fulda

Befragungszeitraum: Oktober 2020 bis Februar 2021

Befragung: leitfadengestützte Telefoninterviews, Gruppendiskussionen, Kurzfragebögen

Auswertung: qualitative Inhaltsanalyse mittels MAXQDA

Kontakt

Prof. Dr.

Katharina Rathmann

Sozialepidemiologie und Gesundheitsberichterstattung

Gebäude 25 , Raum 105
Prof. Dr.Katharina Rathmann+49 661 9640-6418
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