Gesundheitsberufe im Wandel

Gesundheitsberufe im Wandel

2014 arbeiteten im Gesundheitswesen in Deutschland 5,2 Millionen Beschäftigte, davon waren 75,9 % Frauen (Statistisches Bundesamt 2016). Mit etwa 1,5 Millionen sind die Pflegeberufe die größte Gruppe im Gesundheitswesen, der weniger als eine halbe Million Medizinerinnen und Mediziner (einschließlich der Zahnmedizin) gegenüberstehen. Einige der Berufe des Gesundheitswesens verlangen originär einen akademischen Abschluss als Voraussetzung für die Berufszulassung (u. a. Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie); andere eine duale Berufsausbildung nach dem Berufsausbildungsgesetz (u. a. Medizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachangestellte). Die Ausbildung der sog. Gesundheitsfachberufe ist nach Bundesgesetz geregelt und erfolgt in speziellen Berufsfachschulen des Gesundheitswesens (z. B. Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Hebammen). Solche Berufe werden in fast allen anderen europäischen Ländern an Hochschulen ausgebildet. Die deutschen Berufsgesetze lassen nur in Ausnahmefällen (Modellklausel) zu, dass die Hochschule die Berufsfachschule ersetzt. Die Ausbildung von Gesundheitsfachberufen erfolgt damit auf Sonderwegen, national und international. Einen Sonderweg geht auch die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für solche speziellen Berufsfachschulen. Seit Jahren wird argumentiert, dass nicht akademischen Ausbildungen für Gesundheitsfachberufe nicht mehr den Erfordernissen ihrer Arbeitstätigkeiten entsprechen.

Daraus resultieren Fragestellungen z. B. nach den beruflich erforderlichen Kompetenzen, wie sie erworben und wie erworbene Kompetenzen in der Heterogenität der Ausbildungswege aufeinander angerechnet werden können; nach Vor- und Nachteilen von Ausbildungswegen und deren Folgen für die Zusammenarbeit von Berufsgruppen im Gesundheitswesen und für die Qualität der Gesundheitsversorgung; nach Möglichkeiten der Mobilität im europäischen Arbeits- und Wissensraum; nach Chancen und Hindernissen einer Professionsentwicklung oder nach Fragen der curricularen Entwicklung, Didaktik und Methodik.

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Gesundheitsförderung / Studiengangsleitung Gesundheitsförderung

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