Konfirmatorische Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit eines Programms zur Förderung der psychischen Gesundheit in Grundschulen (Verbundsprojekt)

Projektleitung:

Prof. Dr. Kevin Dadaczynski  (Studienteam HS Fulda)

PD Dr. Matthis Morgenstern (Studienteam IFT Nord)

Mitarbeitende:

Lisa Fischer, M.Sc.  (Studienteam HS Fulda)

Katharina Liegmann, M.A. (Studienteam IFT Nord)

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Laufzeit: Februar 2020 bis Februar 2023

Hintergrund

Das Morbiditätsspektrum im Kindes- und Jugendalter ist zunehmend von verhaltensassoziierten Gesundheitsproblemen und psychischen Auffälligkeiten geprägt. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit verstärkt Bemühungen im Bereich der psychischen Prävention und Gesundheitsförderung unternommen. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Schule, da Kinder und Jugendliche in diesem Setting gut zu erreichen sind und Schule über die Art und Weise der Gestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern nimmt. MindMatters ist ein Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Primar- und Sekundarschule, welches am ganzheitlichen Ansatz der guten gesunden Schule ausgerichtet ist. Es zielt somit auf die Steigerung der Erziehungs- und Bildungsqualität von Schulen, fokussiert auf alle relevanten schulischen und außerschulischen Personengruppen und setzt sowohl am Individuum als auch an den schulischen Bedingungen und Prozessen an.

Ziel

Bisherige Evaluationsstudien im In- und Ausland weisen darauf hin, dass durch das Programm MindMatters eine positive Entwicklung und Schulen und bei Schüler*innen hervorgerufen werden kann. Nicht bekannt ist jedoch, ob diese Effekte auch mittels eines evidenzstarken Studiendesigns gezeigt werden können und auch in der Lebenswelt Grundschule messbar sind. Um die bisherige Evidenzlage zu erweitern, wird eine konfirmatorische, multizentrische, cluster-randomisierte Kontrollgruppenstudie in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein durchgeführt.

Fragestellungen

Es soll zum einen untersucht werden, ob durch die Teilnahme an MindMatters die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Primarstufenschüler*innen und Lehrkräften verbessert werden kann. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, ob durch MindMatters eine Verbesserung der Schulqualität unter anderem im Sinne einer wertschätzenden, partizipativen Schulkultur und einem veränderten Lern- und Sozialklima erreicht werden kann.

Datenbasis

Zielgruppe des Evaluationsvorhabens sind Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitungen aus Grundschulen der Bundesländer Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Geplant ist die Teilnahme von jeweils 20 Schulen pro Bundesland (10 Interventions- und 10 Kontrollschulen). Die Schulen der Interventionsgruppe nehmen 18 Monate an der Intervention MindMatters teil. Die Schulen der Kontrollgruppe erhalten keine Maßnahme. Es sind Befragungen zu zwei Messzeitpunkten vorgesehen, wobei die Lehrkräfte, die Schulleitung sowie die Eltern der Schüler*innen per Onlinebefragung oder Papierfragebogen befragt werden und die Befragung der Schüler*innen mithilfe von Tablet-PCs vor Ort erfolgt. Zusätzlich erfolgt eine Dokumentation über die umgesetzten Inhalte.

Kontakt

Prof. Dr.

Kevin Dadaczynski

Gesundheitskommunikation und Patienteninformation

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Prof. Dr.Kevin Dadaczynski+49 661 9640-6073
Sprechzeiten
Nach vorheriger Vereinbarung

Kontakt

Lisa Fischer

Gebäude 25 , Raum 106
Lisa Fischer+49 661 9640-6121
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nach Vereinbarung