Theres Vockert

Promotionsprojekt:

Die Bedeutung des Übergangs für das Wohlbefinden von Schulkindern - eine qualitative Mehrebenenanalyse im Längsschnitt

Thema / Inhalt:

Der Übergang an eine weiterführende Schule stellt für Schulkinder ein kritisches Lebensereignis dar, welches von Bedeutung für das Wohlbefinden der Schulkinder sein kann. Durch das geplante Vorhaben ist es möglich: 1) Unterschiedliche Verlaufskurven während des Übergangs von der Grund- zur weiterführenden Schule einzelner Schulkinder nachzuzeichnen. 2) Werden unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven der am Übergang beteiligten Personen Erkenntnisse generiert, weshalb der Übergang für einige Schulkinder ein kritisches Ereignis für das Wohlbefinden darstellen kann und für andere nicht. 3) Wird die Bedeutung der Peers, Erziehungsberechtigten und des Lehrpersonals für das Wohlbefinden der Schulkinder während des Übergangs erfasst. 4) Werden normative Vorstellungen vom Übergang und seine Bedeutung für das Wohlbefinden der Schulkinder auf Ebene der Schule, persönliches Umfeld sowie Ebene des Schulkindes untersucht. Im Mittelpunkt der empirischen Untersuchung steht eine qualitative Mehrebenenanalyse. Die Auswertung der dialoggestützen Interviews erfolgt mittels der Dokumentarischen Methode. Anschließend findet eine Kontrastierung zwischen den individuellen Orientierungen der Schulkinder, der Erziehungsberechtigten sowie der institutionellen Rahmenbedingungen statt. Ziel ist eine Typenbildung auf der Ebene der Schulkinder sowie der Schulformen. Dies dient dazu Unterschiede zwischen Schulkindern bzgl. der Bedeutung des Übergangs für das Wohlbefinden der Schulkinder herauszuarbeiten und zu systematisieren.

Kontakt:theres.vockert(at)pg.hs-fulda.de

Lebenslauf:

  • Seit 10/2020 Promotionsstelle am Promotionszentrum Public Health an der Hochschule Fulda
  • Seit 10/2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Projekt „Geschlechtsspezifische und soziale Unterschiede im Wohlbefinden nach der Transition von der Primar- zur Sekundarstufe I (TransWohl)“ (Laufzeit 10/2020 – 12/2021, Projektleitung: Prof. Katharina Rathmann)
  • Seit 10/2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Projekt „Transition und Wohlbefinden von Schulkindern mit Förderbedarf Lernen: Eine qualitative Pilotstudie in Förder- und inklusiven Regelschulen der Sekundarstufe I (TraWoLiS)“ (Laufzeit 10/2020 – 12/2021, Projektleitung: Prof. Katharina Rathmann)
  • 10/2018 – 10/2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt SPP1646 „Trajektorien und Übergänge während der Schullaufbahn: Implikationen für Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheiten im Jugendalter“ am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda (Laufzeit 10/2018 – 10/2020, Projektleitung: Prof. Katharina Rathmann und Prof. Matthias Richter)
  • 2017 Abschluss Master of Arts Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2013 Abschluss Bachelor of Arts Erziehungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Erstbetreuerin: Frau Prof. Dr. Simone Kreher

Zweitbetreuerin: Frau Prof. Dr. Katharina Rathmann

Promotion: seit 2021

Vorträge (Auswahl):

  • Niemann, M.; Kotzyba, K. & Vockert, T. (2018): „Exklusive Gymnasien als Orte der Privilegierung der Privilegierten?! Eine mehrebenenanalytisch-relationale Analyse zu exklusiven Gymnasien und ihren Schüler*innen.“ Bei dem Kongress „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), 24.-28.09.2018 in Göttingen.
  • Rathmann, K.; Waldbauer, T.; Herke, M.; Jochmaring, J.; Hurrelmann, K. & Richter M. (2017): Schonraum oder Schonraumfalle? Die Bedeutung der Beschulungsart für die selbstberichtete Gesundheit und Lebenszufriedenheit von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf. Bei der GEBF-Tagung 2017 „Durch Bildung gesellschaftliche Herausforderungen meistern“, 13.-15. März 2017 Heidelberg.
  • Vockert, T. (2018): “Transformation oder Reproduktion? Exklusive Bildungsorientierungen im Mutter-Tochter Vergleich”. Bei der Tagung "Abbruch, Umbruch, Aufbruch? Lebensverläufe junger Menschen und Ungleichheit in Ausbildung, Studium und Beruf (LUASB)" Gemeinsame Tagung der Sektionen „Bildung und Erziehung“ und „Jugendsoziologie“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der „Forschungsinitiative Berufe und soziale Ungleichheit“ (FiBus) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) 25. und 26. April 2018 Bonn.
  • Vockert, T. & Rathmann, K. (2019): „Wohlbefinden von Schüler*innen in Deutschland: Evidenz & Desiderata“. Beim Kongress „Vermessen? Zum Verhältnis von Bildungsforschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis“ der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB), 18.-20.09.2019 in Linz/Österreich.
  • Vockert, T. & Rathmann, K. (2020): Die Bedeutung des Übergangs für das Wohlbefinden von Schulkindern. Zur Veranstaltung der Hochschule Fulda „Räume für Forschung“ am 18.11.2020 digital.

Publikationen (Auswahl):

Monographien und Sammelbände:

  • Helsper, W.; Dreier, L.; Gibson, A.; Kotzyba, K. & Niemann, M. unter Mitarbeit von Bradler, F.; Kleinfeld, O.; Schmidt, R.; Waldbauer, T. (2018): Exklusive Gymnasien und ihre Schüler. Passungsverhältnisse zwischen institutionellem und individuellem Schülerhabitus. Wiesbaden: Springer VS. (Schülerfallstudie Levius – „ganz viel Spaß machen tut einem die Schule ja nie“ S. 385 – 396).
  • Vockert, T.; Rathmann, K. & Jochmaring, J. (2018): Sozial bedingte Ungleichheiten im Klassenklima und Wohlbefinden: Ein Vergleich zwischen Regel- und Förderschulen. In: Hurrelmann, K.; Rathmann, K. (Hrsg.): Leistung und Wohlbefinden in der Schule. Herausforderung Inklusion. S. 317-336. Beltz Juventa.

Zeitschriftenartikel mit Peer-Review:

  • Rathmann, K.; Vockert, T.; Gebhardt, M.; Bilz, L.; Hurrelmann, K. (2018): Subjective health and wellbeing of school-aged children with special educational needs: Differences between school types, integrative and separate school settings. In: Research in Developmental Disabilities 81, S. 134-142
  • Rathmann, K.; Vockert, T.; Herke, M.; Jochmaring, J.; Hurrelmann, K.; Richter, M. (2018): Lebenszufriedenheit von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf: Gibt es Unterschiede zwischen der Beschulungsart. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2, 129-144.
  • Rathmann, K.; Loter, K. & Vockert, T. (2020): Critical Events throughout the Educational Career: The Effect of Grade Retention and Repetition on School-Aged Children´s Well-Being. International Journal of Environmental Research and Public Health (IJERPH), 17(11), 4012.
  • Vockert, T.; Rathmann, K. & Loter, K. (2019). Wohlbefinden von Schulkindern: Übergänge und Klassenwiederholung als kritisches Ereignis? Public Health Forum, 27(4), 252-255.
  • Vockert, T. & Rathmann, K. (2019): Schulzufriedenheit und Klassenklima aus Sicht von Schüler/-innen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen: Ein Vergleich zwischen der Beschulungsart. Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE), 39(4), 400-424.
  • Vockert, T., Loter, K.; Herke, M.; Richter, M. & Rathmann, K. (2021): Der Effekt der Klassenwiederholung als kritisches Lebensereignis für das Wohlbefinden von Schulkindern: Ergebnisse mit Längsschnittdaten des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Prävention und Gesundheitsförderung.https://doi.org/10.1007/s11553-021-00907-z

Zeitschriftenartikel ohne Peer-Review:

  • Vockert, T. & Rathmann, K. (2020): Wie fühlen sich Schulkinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in inklusiven Schulen? SCHÜLER. Gesundheit, 64-65.

Weitere Referenzen: