„Ein Vorbild für viele andere Studierende"

15.10.2020
DAAD-Preis 2020

Die Preisträgerin Kolahta Asres Ioab mit Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar (links) und Bürgermeister Dag Wehner (rechts). Foto: Hochschule Fulda/Bildstürmer

Kolahta Asres Ioab ist für ihre herausragenden Studienleistungen und ihr medizinisch-soziales Engagement mit dem DAAD-Preis 2020 ausgezeichnet worden.

Kolahta Asres Ioab ist die Preisträgerin des diesjährigen DAAD-Preises der Hochschule Fulda. Seit zwei Jahren studiert sie im Bachelor-Studiengang International Health Sciences. Die 24-Jährige wurde in Eritrea geboren und wuchs im Sudan auf. Von dort kam sie als Immigrantin nach Deutschland, lernte enorm schnell die deutsche Sprache und engagierte sich bereits kurz nach ihrer Ankunft zunächst als Dolmetscherin, dann in der medizinischen Betreuung Geflüchteter. Im Sudan hatte sie bereits mehrere Semester Medizin studiert, das Studium aber nicht abschließen können. Kolahta Asres Ioab absolvierte in Deutschland zunächst Praktika im Pflegebereich, ließ sich als Rettungssanitäterin ausbilden und entschied sich schließlich, International Health Sciences  an der Hochschule Fulda zu studieren.

„Gesundheit soll Menschenrecht werden"
Was die Studentin umtreibt, ist die Frage, wie Entwicklungsländer ihre Probleme vor allem im Gesundheitsbereich lösen können. Auch Fragen der Globalisierung, der Migration und der Nachhaltigkeit beschäftigen sie. „Ich möchte mich gerne auf Gesundheitspolitik spezialisieren“, sagt Kolahta Asres Ioab und hat dabei ein klares Ziel vor Augen: „Die Gesundheit in unseren Ländern soll ein Menschenrecht werden.“ Denn welche Macht Politik über das Leben eines Menschen haben kann, das hat die junge Frau selbst erfahren. Neben ihrem Studium engagiert sie sich daher als Vorsitzende der UNICEF-Hochschulgruppe dafür, Studierende über Kinderrechte zu informieren und ihnen zu zeigen, „wie wir alle ein Zeichen setzen können“.

Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar hob das ehrenamtliche Engagement von Kolahta Asres Ioab in seiner Laudatio denn auch besonders hervor: „Frau Ioab erzielt nicht nur herausragende Studienleistungen. Mit ihrer Motivation und ihrer Entschlossenheit, etwas zu bewegen und die Lebensbedingungen von Menschen zu verbessern, ist sie ein Vorbild für viele andere Studierende.“

Anders als üblich fand die Verleihung des DAAD-Preises dieses Jahr coronabedingt nicht im Rahmen des Erstsemesterempfangs im Stadtschloss, sondern in einer kleinen Feierstunde an der Hochschule Fulda statt. Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar und der Bürgermeister der Stadt Fulda, Dag Wehner, überreichten gemeinsam den Preis. „Gesundheit genießt in unserer Stadt einen sehr hohen Stellenwert“, betonte Wehner. „Frau Ioab beschäftigt sich mit dem Thema aus globaler Perspektive, und sie will ihr Wissen künftig international einbringen. Es erfüllt uns mit Stolz, dass sich eine junge Frau, die sich so engagiert für gesundheitspolitische Fragen einsetzt, für unsere Stadt als Studienort entschieden hat.“

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wird jährlich verliehen. Der Preis würdigt herausragende Leistungen und soziales, gesellschaftliches oder hochschulinternes Engagement internationaler Studierender.

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