Agata Puspitasari Ranjabar


Interkulturalität

Titel des Promotionsprojektes: "Die Folgen der Moderne aus interkultureller Alltagsperspektive. Eine empirische Studie zur Wahrnehmung und zum Handeln internationaler Studierender im deutschen Sozialsystem."

Abstract des Promotionsprojektes

Die Globalisierung hat die internationale Mobilität von Menschen auch im Bereich der Hochschulbildung forciert und Prozesse der Internationalisierung in hoch entwickelten Staaten wie Deutschland gefördert. So gibt es eine wachsende Zahl internationaler Studierender, die in Deutschland studieren und dort mit verschiedenen interkulturellen Herausforderungen konfrontiert werden. In der neuen Gesellschaft müssen sie ungewohnte Wege gehen, müssen z. B. mit Vorschriften, Regeln und Prozeduren in der Verwaltung sozialer Infrastruktursystemen umgehen, die für Einheimische als alltägliche Routinemerkmale der modernen Gesellschaft „normal“ sind. Der britische Soziologe Anthony Giddens beschreibt den Charakter von Regulierungen als „Disembedding-Mechanismen“, womit er darauf hinweist, dass Anonymität und die Minimierung direkter Kommunikation bestimmende Merkmale der Strukturierung moderner Gesellschaften sind. Wenn Kommunikation der Schlüssel zur Bewältigung interkultureller Herausforderungen ist, stellt sich die Frage, wie internationale Studierende als Neuankömmlinge mit den Myriaden an Regelungen vertraut werden können.

Das Ziel meiner Forschung ist es, den Prozess des Vertrautwerdens mit diesen Regelungen und den Umgang mit ihnen im Alltag zu verstehen. Meine Forschungsmethode stammt aus dem Bereich der Ethnographie. Die Daten werden basieren auf Interviews mit internationalen Studierenden, kritischen Ereignissen und anderen dokumentarischen Belegen sowie einem autoethnographischen Ansatz. Auf Grundlage dieser ethnographisch erhobenen Daten ist es das Ziel meiner Analyse, herauszufinden, auf welche Weise und mit welchen Strategien internationale Studierende diese interkulturellen Anpassungsprozesse angehen und sich ihnen annähern.


Kontakt: agata.ranjabar(at)sk.hs-fulda.de

Lebenslauf:

  • Bachelor im Fach English Literature, University of Gadjah Mada, Indonesien
  • Master im Fach Intercultural Communication and European Studies, Hochschule Fulda.
    Thesis: International students and the importance of their integration in Germany, under the light of Giddens’ theory of modernity
  • seit 2017: PhD an der Hochschule Fulda
  • seit 2018: Lehrauftrag an der Hochschule Fulda

Beginn des Promotionsprojektes:
seit 12/2017

Stipendium:
Stipendium des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften

Erstbetreuer

Prof. i.R. Dr.

Volker Hinnenkamp

Interkulturelle Kommunikation

im Ruhestand

Kontakt

Prof. i.R. Dr.

Volker Hinnenkamp

Interkulturelle Kommunikation

+49 661 9640-455 (Sekretariat)
+49 661 9640-452
Sprechzeiten
nach bes. Vereinbarung per Mail
Profil

Zweitbetreuer

Prof. Dr.

Matthias Klemm

Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeit, Organisation, Interkulturalität

Studiengangsleitung M.A. Human Rights Studies in Politics, Law and Society

Kontakt

Prof. Dr.

Matthias Klemm

Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeit, Organisation, Interkulturalität

+49 661 9640-4594
+49 661 9640-452
Gebäude 22, Raum 201
Sprechzeiten
Mo 13:30 – 14:30 Uhr und nach besonderer Vereinbarung per E-Mail.…
Profil

Vorträge und Veröffentlichungen


Vorträge:

  • 2018: Colloquium der Doktorand*innen, Hochschule Fulda
  • 2019 : Colloquium der Doktorand*innen, Hochschule Fulda
  • März 2019: IKS-Doktorandenkolloquium, Hochschule Fulda
  • März 2020: Symposium Critical Incidents neu betrachtet, Westsächsische Hochschule, Zwickau

Publikationen:

  • Experiences of international students as critical incidents: strategies of the students in dealing with regulations, rules and procedures in Germany. In: Fetscher, Doris & Groß, Andreas (Hrsg.): Critical Incidents neu betrachtet. Stuttgart: Ibidem (erscheint 2021)
  • Der Taschenträger – A Goffmanian View. In: Fetscher, Doris & Groß, Andreas (Hrsg.): Critical Incidents neu betrachtet, Stuttgart: Ibidem (erscheint 2021)