Norina Fischer


Globalisierung

Titel des Promotionsprojektes: "Krise und Zukunftsvorstellungen: Veränderungen der Zukunftsvorstellungen jordanischen Studierender in Zeiten von Corona"

Abstract des Promotionsprojektes

Die Dynamiken von Zukunftsvorstellungen im Angesicht von Krisen: Der Fall von Studierenden der German-Jordanian University

Während Universitäten in den letzten Jahren in den Fokus des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses gerückt sind (Pfaff-Czarnecka 2017), gibt es mehr quantitative als qualitative Forschung, wenn es um die Erfahrungen von Studierenden an der Universität geht (Heron 2020). Aus diesem Grund verfolgt die geplante Dissertation einen qualitativen Ansatz, um die Erfahrungen und insbesondere die Zukunftsvorstellungen von Studierenden zu untersuchen. Studierende müssen durch den sogenannten "universitären Parcours" (Pfaff-Czarnecka 2017) navigieren und dabei Krisen bewältigen sowie Übergänge und Entwicklungen auf akademischer wie auch persönlicher Ebene durchlaufen. Eine dieser Krisen, gemäß Boins (2009) Konzept einer grenzüberschreitenden Krise, ist die COVID-19-Pandemie, die sowohl im öffentlichen als auch im privaten Diskurs allgegenwärtig ist. Diese aktuelle Krise kann als Ausgangspunkt für das Forschungsinteresse betrachtet werden. Ziel des Promotionsvorhabens ist es, das Phänomen der Krise und die Zukunftsvorstellungen der Studierenden anhand der Corona-Krise zu verknüpfen und mögliche Interdependenzen herauszuarbeiten. Der Fokus liegt dabei auf den Studierenden der German-Jordanian University (GJU) als einer mobilen und international ausgerichteten Gruppe von Studierenden, die transnational studieren.

Deshalb verfolgt die Forschung eine „multi-sited“ ethnographische Perspektive, um die Zukunftsvorstellungen der Studierenden im Angesicht von Krisen zu erforschen. Zum einen sollen Daten in Form von Tiefeninterviews gewonnen werden, die dazu dienen, das Erlebte zu rekonstruieren sowie die Zukunftsvorstellungen der einzelnen Studierenden darzustellen. Zum anderen wird ein Forschungsaufenthalt an der GJU in Jordanien die Feldarbeit vertiefen. Die qualitative Forschung wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und die Datenerhebung wird zu mehreren Zeitpunkten stattfinden, um mögliche Veränderungen umfassender zu untersuchen. Ich argumentiere, dass Zukunftsvorstellungen dynamisch sind und sich im Zuge der Bewältigung von Krisen verändern. Diese Dynamiken und Krisen der GJU-Studierenden werden in der Dissertation genauer untersucht.


Kontakt: norina-eliane.fischer@sk.hs-fulda.de

Lebenslauf:

  • 2015-2018 : B.A. Internationales Informationsmanagement, Universität Hildesheim
  • unterschiedliche Auslandsaufenthalte, u. a. Auslandssemester in Norwegen
  • M.A. Intercultural Communication and European Studies, Hochschule Fulda
  • 2019: dreimonatiges Praktikum bei der Deutsch-Indischen Handelskammer in Mumbai
  • während des Studiums: wissenschaftliche Hilfskraft
  • 2020: Lehrauftrag im Fachbereich ET

Beginn des Promotionsprojektes: seit 2020

Stipendium:
Promotionsstipendium der Hochschule Fulda

Erstbetreuerin

Prof. Dr.

Rixta Wundrak

Empirische Sozialforschung mit Schwerpunkt Qualitative Methoden

Kontakt

Prof. Dr.

Rixta Wundrak

Empirische Sozialforschung mit Schwerpunkt Qualitative Methoden

+49 661 9640-4583
+49 661 9640-452
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Nach Vereinbarung per E-Mail.
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Zweitbetreuerin

Prof. Dr.

Eva Gerharz

Soziologie mit Schwerpunkt Globalisierung

Leiterin Fulda Graduate Centre of Social Sciences

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Prof. Dr.

Eva Gerharz

Soziologie mit Schwerpunkt Globalisierung

+49 661 9640-4613
+49 661 9640-452
Gebäude 22 (P), Raum 25
Sprechzeiten
Mittwoch 14:30 - 15:30 Uhr und nach besonderer Vereinbarung per E-Mail.…
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