Einige Ergebnisse des digitales Semesters

Digitale Semester und ihre Bedingungen sind für einen Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften nicht allein eine umzusetzende Notwendigkeit aufgrund besonderer Umstände, sondern zugleich Lerngelegenheit und Forschungsgegenstand.

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Unter dem Titel „Gesellschaft im Lockdown“ werden Kommunikation und Sozialität diskutiert und beforscht.

Weitere Infos folgen …

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Coaching – ein Wiki-Projekt im digitalen Semester

Ursprünglich war das BASIB Seminar „Coaching als Kommunikationsprozess“ von Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz als Blockseminar geplant, in Präsenz und mit viel Praxis. Mit Bekanntgabe der Umstellung auf digitale und möglichst asynchrone Lehre im März/April 2020 wurde daraus ein Projekt, dessen Verlauf und Ergebnisse alle Beteiligten positiv überrascht haben.

Im digitalen Semester haben die Studierenden des Seminars in Tandems auf der Basis der bereit gestellten Literatur Stichworte zu einem Dutzend verschiedener Themen rund um die Tätigkeit des „Coaching“ für Artikel eines WIKIs lexikonartig ausgearbeitet. Die Artikel wurden wechselseitig gegengelesen, aufeinander abgestimmt und untereinander sowie ins Web verlinkt.

Zwischendrin gab es Videokonferenzen, in denen die Theorie durch praktische Beispiele erläutert wurde. Derart informiert wurden zum Ende hin mehrere Coachingübungen durchgeführt, so konnten die Teilnehmenden die Praxis erleben und sich auch selbst in den Rollen von Coach und Coachingpartner*in ausprobieren.

Nicht ohne Stolz präsentieren wir hier das Wiki als Datei, damit Sie bequem und ggf. auch offline die zusammengestellten Erkenntnisse lesen können.

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6 Podcasts zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten entstehen im digitalen Semester.


Gebrauchsanweisung gegen Populismus.

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Erstellt von: Julius Ax, Alexander Höger, Victoria Konopka und Julian Pritzer


Rassismus und die Macht der Sprache.
Ein Podcast mit vielen Abers und noch mehr Perspektiven.

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Erstellt von: Sarah Elghazlani, Nora Hillebrand, Helen Khano, Ronja Luck und Almut Slezak


„Der Islam gehört zu Deutschland“
- Parolen und Extremismus begegnen.

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Erstellt von: Kübra Taser, Christine Frauendorf, Natalie Kolass und Katharina Zinn


“You are not so hateful“
- Laut und freundlich gegen digitalen Hass.

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Erstellt von: Charlotte von Haugwitz, Kathrin Henkel, Jessica Henrich, Celine Lofink und Theresa Weber


„Genug gegendert!?“
(Wie) gelingt diskriminierungsfreies geschlechtergerechtes Sprechen?

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Erstellt von: Annalena Kößer, Madita Häfele, Viktoria Kaschor, Johanna Saggel, Yu Song


„Kommst du Bahnhof oder gehst du Kino?“
Kiez- und Kurzdeutsch

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Erstellt von: Pia Dreher, Diana Eckhart, Elisabeth Ehmig, Isabell Genneberg und Lara Hauptmann


Kann man von „Menschen mit Migrationshintergrund“ sprechen und was könnte daran problematisch sein? Sprechen über Kollektivzugehörigkeiten und andere Bezeichnungspraxen sind inzwischen stark mit Deutungskämpfen aufgeladen. Die Unsicherheit ist hoch, genauso wie die Wirkungskraft von Sprache selbst.

Im Rahmen des BASIB Seminars „Kulturreflexives Sprechen“ von Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz im SoSe 2020 beschäftigten sich die Studierenden mit den Themen: Populismus, Rassismus, Parolen und Extremismus, Hate Speech, Gendern, Kiez- und Kurzdeutsch.

„Kulturreflexives Sprechen“ ist keine Vorgabe in politischer Korrektheit, in dessen Kontext jegliches sprachreflexive Handeln gerne gestellt wird, sondern ein bewusstes Umgehen mit Kategorien, Perspektiven sowie Rahmen und ihren Implikationen. Zu bedenken sind u.a politische Diskurse, unterschiedliche Bedeutungen, Einbeziehung und Ausschluss sowie ungleiche Privilegien, Asymmetrien und Identitätseffekte. Zu den Zielen des Seminars gehören, gesellschaftliche Bezeichnungsdebatten und Aushandlungsprozesse kulturreflexiv wahrzunehmen, den Bedeutungs- und Assoziationshof von sprachlichen Ausdrücken zu reflektieren und allgemein der Ausbau des Reflexions- und Handlungsvermögens für das eigene sprachliche Handeln.

Auf der Basis der ihnen zur Verfügung gestellten Quellen und eigener Recherchen, war die die Aufgabe der 6 Gruppen, einen Podcast von ca. 15 Minuten für die Zielgruppe „andere Studierende“ zu erstellen. Dazu wählten sie aus ihren Themen Schwerpunkte aus, bereiteten diese für „Ohren“ auf, entwarfen eine Dramaturgie und schrieben zunächst ein Storyboard, das ausführlich und mehrfach kommentiert und überarbeitet wurde. Schließlich wurden die Podcasts produziert und diese Form der Wissenschaftskommunikation im Peerreview kritisch reflektiert.