Dr. Ruth Weinzierl

Ruth Weinzierl absolvierte ihre juristischen Staatsexamina in Bayern und
Sachsen. Bis 2004 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Jean Monnet Lehrstuhl für das Recht der Europäischen Integration und
Rechtsvergleichung (Prof. Dr. Franz Merli) an der juristischen Fakultät
der TU Dresden und promovierte zum Thema "Flüchtlinge: Schutz und Abwehr
in der erweiterten EU".  Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des
politischen Prozesses der EU-Osterweiterung und der gleichzeitigen
Entwicklung eines EU-Flüchtlingsrechts auf rechtliche Schutzstandards in
den alten und den neuen Mitgliedstaaten der EU. Maßstab sind dabei
internationale, europäische und nationale Flüchtlings-, Grund- und
Menschenrechte. Anschließend arbeitete Ruth Weinzierl am Deutschen
Institut für Menschenrechte (2004-2010), bei der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen (2010-2016) und bei der Diakonie Deutschland. Sie
betreute dort die Themen Migration und Flucht, innere Sicherheit,
Europäische Grundrechte und Demokratiepolitik. Sie war in der
politischen Beratung tätig und veröffentliche zu den genannten Themen.
2018 wurde sie zur Vorsitzenden der Mitarbeitendenvertretung des
Evangelischen Werks für die Diakonie und Entwicklung in Berlin gewählt
und ist seither für diese Tätigkeit freigestellt.


Publikationen (Auswahl):
Border Management and Human Rights. A Study of EU Law and the Law of the
Sea (2007) mit U. Lisson;
Der Asylkompromiss 1993 auf dem Prüfstand. Gutachten zur Vereinbarkeit
der deutschen Regelungen über sichere EU-Staaten und sichere
Drittstaaten mit der Europäischen Menschenrechtskonvention, dem EU-Recht
und dem deutschen Grundgesetz (2009);
Menschenrechtliche Standards in der Sicherheitspolitik. Beiträge zur
rechtsstaatsorientierten Evaluierung von Sicherheitsgesetzen (2010)
Hrsg. mit M. Albers;
Deutsche und europäische Grundrechte im Raum der Freiheit, der
Sicherheit und des Rechts. Das Asylrecht als Testfall für den
kooperativen Grundrechtsschutz in Europa, ZAR 8-2010;
Asylverfahrensberatung in Deutschland – Zur aktuellen Debatte über
Stärkung und Standards unabhängiger Beratungsangebote, Asylmagazin
7-8/2017.

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