Projekte

Das Modul PP2 des Studiengangs BASS ist als Zielgruppen- und Vernetzungsmodul konzipiert. Bei einer Gesamtarbeitsbelastung von rund 750 Stunden verteilt auf 3 Semester, erarbeiten sich die Studierenden Kompetenzen in der Vorbereitung, Durchführung und Evaluation gewählter Fragestellungen im Rahmen einer Projekt- oder Forschungsarbeit. Die Themenfelder sind dabei sehr vielfältig und die gewonnen Erkenntnisse nicht nur für die Projektverantwortlichen interessant.

Hier finden Sie eine Übersicht der in diesem Jahr bei der BASS-Forschungsmesse vorgestellten Projekte.

Projektthemen 2026

Ausgangssituation:
Die Arbeitsbelastung im Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill hat in den vergangenen Jahren durch die Einführung des Bürgergeldes, die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg deutlich zugenommen. Die steigende Komplexität der Fallbearbeitung führte unter anderem zu höherem Zeitdruck, Krankheitsausfällen und sinkender Arbeitszufriedenheit. Zusätzlich erschweren Fristen, umfangreiche Verwaltungsaufgaben und uneinheitlich eingereichte Unterlagen den Arbeitsalltag. Um Prozesse zu verbessern, wurde 2020 gemeinsam mit anderen Jobcentern ein digitales Serviceportal entwickelt. Dieses ermöglicht die Online-Kommunikation und soll Arbeitsabläufe beschleunigen sowie Mitarbeitende entlasten. Der Erfolg der Digitalisierung hängt jedoch maßgeblich von der Akzeptanz der Beschäftigten ab. Das Forschungsprojekt untersucht daher, wie sich das Serviceportal auf die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden im Jobcenter Lahn-Dill auswirkt.

Projektziele und Umsetzung:
Die Forschung untersucht die Auswirkungen des Serviceportals im Kommunalen Jobcenter Lahn-Dill auf die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden. Hierfür wird ein Mixed-Methods-Design genutzt, das quantitative Kennzahlen und qualitative Interviews kombiniert. Im Rahmen eines konvergent-parallelen Designs werden beide Datensätze zeitgleich erhoben, getrennt ausgewertet und anschließend zusammengeführt. Die quantitative Analyse betrachtet unter anderem E-Mail-, Post- und Telefonaufkommen vor und nach der Einführung des Portals. Ergänzend werden Mitarbeitende mittels Interviews zu ihren Erfahrungen, Wahrnehmungen und Einschätzungen befragt. Durch die Triangulation der Ergebnisse sollen objektive Entwicklungen und subjektive Wahrnehmungen verbunden und ein fundiertes Gesamtbild der Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung gewonnen werden.

Projektverantwortliche:
Emily Schmitko
Merlin Meyer
Madeline Grunack
Celine Makiola

Ausgangssituation:
Die Projektidee entstand aus der zunehmenden Bedeutung der Mitarbeiterbindung in Jobcentern. Durch Fachkräftemangel, steigende Arbeitsbelastung, Digitalisierung und demografischen Wandel stehen öffentliche Verwaltungen vor der Herausforderung, qualifizierte Beschäftigte langfristig zu halten. Gleichzeitig gewinnen flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit und Homeoffice sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement an Bedeutung, weil sie Arbeitszufriedenheit, Gesundheit und Arbeitgeberattraktivität fördern können. Im Jobcenter ist jedoch unklar, wie stark diese Maßnahmen tatsächlich wirken, da Kundenkontakt, Datenschutz, Personalmangel und organisatorische Vorgaben die Nutzung begrenzen können.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts war es zu untersuchen, inwiefern die Kombination aus flexiblem Arbeiten und Betrieblichem Gesundheitsmanagement zur nachhaltigen Mitarbeiterbindung in Jobcentern beitragen kann. Dazu wurden Hypothesen zu flexiblem Arbeiten, BGM, Führungsunterstützung, Organisationsklima und Arbeitsbelastung entwickelt. Die Umsetzung erfolgte mithilfe einer anonymen Online-Befragung in vier Jobcentern. Insgesamt nahmen 94 Mitarbeitende teil. Die erhobenen Daten wurden anschließend ausgewertet, um Zusammenhänge sichtbar zu machen und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen abzuleiten.

Projektverantwortliche:
Amelie Bretscher

Ausgangssituation:
Die Ausgangssituation des Projekts ist geprägt durch die besondere Studienstruktur des BASS-Studiengangs, in dem Präsenzphasen, digitale Lernformate und Praxiseinsätze eng miteinander verbunden sind. Für die Studierenden bedeutet dies eine hohe organisatorische und zeitliche Beanspruchung, da Studium, Praxis und private Verpflichtungen parallel bewältigt werden müssen. Hinzu kommen die ständige digitale Erreichbarkeit und Wegfall klassischer Semesterferien, die als zusätzliche Belastungen erlebt werden können. Vor diesem Hintergrund entstand die Projektidee, genauer zu untersuchen, wie BASS-Studierende diese Anforderungen wahrnehmen, welche Auswirkungen dies auf ihrer Vereinbarkeit von Lebensbereichen hat und wobei ggf. mögliche Entlastungsbedarfe bestehen. Trotz der zunehmenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit digitalem Lernen und Work-Life-Balance fehlen bislang Untersuchungen, die explizit auf die Situation von Studierenden im dualen und berufsbegleitenden Studiengang BASS eingehen. Gerade hier erscheint die Frage nach der Vereinbarkeit von Studium, Praxis und Freizeit unter den Bedingungen digitaler Erreichbarkeit besonders relevant.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts ist es, die Situation der BASS-Studierenden empirisch zu erfassen und daraus praxisnahe Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Studiengangs abzuleiten. Auf dieser Grundlage können konkrete Hinweise zur Verbesserung der Studienorganisation, der Kommunikation sowie zur Entlastung zukünftiger Jahrgänge gewonnen werden. Darüber hinaus soll das Forschungsprojekt dazu beitragen, mehr Transparenz über die Mehrfachbelastung der Studierenden in ihren verschiedenen Lebensbereichen zu schaffen. Gleichzeitig soll für die Auswirkungen ständiger digitaler Erreichbarkeit sensibilisiert werden, um Belastungen besser einordnen und mögliche Unterstützungsbedarfe frühzeitig erkennen zu können.

Projektverantwortliche:
Emilia Schneider
Jennifer Lusky

Ausgangssituation:
Problemstellung / Relevanz
• Vorstrafen wirken stigmatisierend im Arbeitsmarkt
• Betroffene erleben zusätzliche Hürden bei der Integration ins Erwerbsleben
• Für Jobcenter besteht der Auftrag, auch diese Zielgruppe nachhaltig zu integrieren
• Forschungsthema: Erfahrungen von Betroffenen + Perspektive der Fachabteilungen sind bislang kaum untersucht

Projektziele und Umsetzung:
Forschungsfrage & Zielsetzung Leitfrage:
Wie erleben vorbestrafte Leistungsbeziehende den Eingliederungsprozess im Jobcenter, und welche Faktoren fördern oder behindern ihre Integration?
Teilfragen:
• Wann wird die Vorstrafe im Prozess sichtbar?
• Welche Auswirkungen hat dies auf Vermittlung und Integration?
• Wie gehen verschiedene Fachbereiche im Jobcenter mit solchen Fällen um?
• Wie erlebt die Zielgruppe den Prozess selbst?
Ziel:
Entwicklung von Handlungsempfehlungen (Best-Practice) zur zielgerichteten Unterstützung dieser Gruppe

Projektverantwortliche:
Alyssa Schneider
Marcus Möws

Ausgangssituation:
Die Einstiegsoffensive des Jobcenters zielt darauf ab, Menschen im Bürgergeldbezug schnell und nachhaltig in Arbeit zu bringen. Die aktuelle Website bietet zwar grundlegende Informationen, birgt jedoch Potential zur Optimierung in Sprache, Struktur, Barrierefreiheit und motivierender Ansprache. 
Eine optimierte Website kann die Außendarstellung des Jobcenters verbessern, Vertrauen schaffen und Bürger*innen durch nützliche Inhalte aktivieren. 

Projektziele und Umsetzung:
Die Website der Einstiegsoffensive (https://www.neue-wege.org/einstiegsoffensive/) soll so gestaltet werden, dass sie Bürger*innen im Bürgergeldbezug klarer informiert, motiviert und aktiv bei der Jobsuche unterstützt. Dabei liegt der Fokus auf Vertrauensaufbau, Nutzerfreundlichkeit und praktischen Serviceangeboten, um Hemmschwellen abzubauen und die Reintegration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Zusätzlich sollen verschiedene Selbsthilfeangebote integriert werden. Es werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, um die Bedarfe und Wünsche der Kollegen bestmöglich zu Erfassen. 

Projektverantwortliche:
Tom Becker

Ausgangssituation:
Zurzeit besteht die Betriebliche Gesundheitsförderung aus einem ressourcenorientierten Angebot aus Fortbildungen in Präsenz. Diese finden in Form von Information und Beratung aber auch als Mitmachkurse (z.B. Yoga oder Rückenschule) u.a. in Kooperation mit der Volkshochschule statt. Das Angebot ist zum Teil auf eine körperliche Aktivierung ausgelegt, spricht jedoch auch sensible Themen wie psychische Erkrankungen an. Aktuell besteht beispielsweise auch das Angebot der Fortbildung "Mental Health First Aid - psychische*r Ersthelfer*in" (MHFA). Derzeit stellt sich die Frage, wie die Betriebliche Gesundheitsförderung individueller und fachbereichsübergreifender gestaltet werden kann. Um die Mitarbeitenden einzubeziehen und ein entsprechendes Angebot erarbeiten zu können, liegt der Fokus auf einer Abfrage der aktuellen Einstellung zu dem Thema.

Projektziele und Umsetzung:
Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Bedarfe, Erwartungen und die Nutzungsbereit-schaft von Mitarbeitenden in der Kreisverwaltung in Hinblick auf onlinebasierte Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem zur Anpassung und Entwicklung bedarfsgerechter (und akzeptierter) Angebote beitragen. Die Untersuchung erfolgt mittels digitalem Fragebogen.

Projektverantwortliche:
Marlene Keilbach

Ausgangssituation:
Im Zuge der Digitalisierung gewinnen digitale Kompetenzen für die Arbeitsmarktintegration zunehmend an Bedeutung. Beobachtungen im Jobcenter Saarlouis zeigen, dass viele Leistungsbeziehende Schwierigkeiten bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und insbesondere bei Onlinebewerbungen haben. Dies kann mit einer doppelten Benachteiligung einhergehen: Zum einen geht der Anschluss an aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt verloren, zum anderen entstehen Defizite im Bereich digitaler Fähigkeiten.

Projektziele und Umsetzung:
Ausgehend vom Europäischen Referenzrahmen DigComp wurde die Selbsteinschätzung Digitaler Kompetenzen im Bewerbungsprozess durch eine quantitative Befragung von Kund*innen des Jobcenter Saarlouis erhoben und ausgewertet. Ziele sind die Erhebung des Unterstützungsbedarfs und die Ableitung von konkreten Unterstützungsangeboten. 

Projektverantwortliche:
Hanna Boisseau
Claudio Paolino Orlando

Ausgangssituation:
Ausgangspunkt des Projekts ist die Herausforderung, geflüchtete Frauen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Am Beispiel des Jobcenters ST. Wendel untersucht das Projekt die individuellen Voraussetzungen, Motivationen und Hürden von Frauen aus Syrien und der Ukraine. Durch den Vergleich beider Zielgruppen sollen Gemeinsamkeiten (z. B. Sprachförderungen, Betreuung) und spezifische Unterschiede (z. B. Erwerbsbiografien, Diskriminierungserfahrungen) herausgearbeitet werden.

Projektziele und Umsetzung:
Das Projekt analysiert herkunftsspezifische Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter syr. und ukr. Frauen im Sozialraum St. Wendel. Ziel ist es, individuelle Hürden wie Sprachbarrieren, Diskriminierung, usw., als auch berufliche Motivationen empirisch zu untersuchen, um Orientierungshilfen für das Jobcenter zu liefern. Dabei erfolgt die Umsetzung über 12 leitfadengestützte, pseudonymisierte Interviews mit Frauen der Zielgruppe. Die Auswertung erfolgt nach Mayring, aus deren Ergebnisse Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet wurden.

Projektverantwortliche:
Laura Rayko

Ausgangssituation:
Minijobs werden in der aktuellen arbeitsmarktpolitischen Diskussion zunehmend kritisch bewertet: Gewerkschaften, Politiker und Wissenschaftler bezeichnen sie als Sackgasse statt Sprungbrett – insbesondere wegen fehlender sozialer Absicherung, eingeschränkter Aufstiegschancen und der Förderung von Altersarmut. Gleichzeitig fehlen bisher empirische Untersuchungen zu Übergängen aus Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung speziell für unter 25-jährige SGB-II-Leistungsbeziehende. Gerade diese Gruppe ist besonders vulnerabel aufgrund von vielfältigen Problemlagen, eingeschränkter Ausbildungsreife und sozialer Benachteiligung. Diese Aspekte erschweren den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Ob Minijobs im Jobcenterkontext, anders als für Nichtleistungsbeziehende, spezifische Integrationschancen bieten oder Langzeitarbeitslosigkeit verfestigen, ist wissenschaftlich bislang ungeklärt und bildet den Ausgangspunkt dieser Forschung.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts ist es, sowohl quantitativ als auch qualitativ zu erfassen, welche Rolle Minijobs beim Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung spielen. Dazu werden im Rahmen eines Mixed-Methods-Designs amtliche Prozessdaten des Jobcenters statistisch ausgewertet, um Übergangsquoten und zu erforschende Aspekte für die Interviews herauszuarbeiten. Es werden leitfadengestützte Experteninterviews mit Fallmanagerinnen und ehemaligen Arbeitsvermittlern geführt, um Chancen und Grenzen aus dem Fallmanagementalltag zu sehen und Handlungsempfehlungen aus der Beratungspraxis herauszuarbeiten.

Projektverantwortliche:
Anne Bergstreißer

Ausgangssituation:
Als eine der Kennzahlen, zu denen der Eigenbetrieb "Neue Wege Kreis Bergstraße - Kommunales Jobcenter" mit dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) eine Zielvereinbarung schließt, ist die Integrationsquote von Frauen in Erwerbsarbeit sowohl gleichstellungspolitisch als auch arbeitsmarktstrategisch relevant. Im Rahmen des internen Controllings wird daher fortlaufend betrachtet, welcher Anteil der erzielten Arbeitsintegrationen auf Frauen im SGB II-Leistungsbezug entfällt. 
Diese Integrationsquote kann sowohl durch individuelle, als auch durch strukturelle und organisatorische Faktoren beeinflusst werden - weshalb das Forschungsprojekt genau hier ansetzen soll. 

Projektziele und Umsetzung:
Ziel der Untersuchung ist es, Förderfaktoren und Hemmnisse bei der Integration von Frauen in Erwerbsarbeit zu identifizieren und hieraus praxisbezogene Handlungsempfehlungen für die Beratungs- und Vermittlungsarbeit abzuleiten. Hierzu soll ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt werden, der qualitative Praxiserfahrungen aus leitfadengestützten Interviews mit quantitativen Kennzahlen aus den erhobenen Controllingdaten zur Frauenintegrationsquote zusammenführt.

Projektverantwortliche:
Mariateresa Gärtner

Ausgangssituation:
Die Beratung im Jobcenter, besonders die hinsichtlich einer Aufnahme kann von vorhandenen Genderstereotypen stark beeinflusst werden. Bekommen Frauen unterschiedliche Vermittlungsvorschläge wie Männer und wenn ja warum? In unserer Gesellschaft ist die Konforntation mit genderspezifischen Assoziationen bereits im frühen Kindesalter unvermeidbar. Jungs spielen mit "männlich" assoizierten Spielzeugen wie Bausteinen, Spielzeugwaffen oder vergleichbarem. Mädchen auf der anderen Seite bekommen im Normalfall meistens "feminine" Spielzeuge vorgesetz. Dazu gehören Puppen, Puppenhäuser oder Spielzeugküchen. Wird hier bereits in den frühsten Entwicklungsstufen eine Prägung erreicht, die hinsichtlich der Arbeit mit und innerhalb des Jobcenters langfristig den Kundenkontakt und die Zusammenarbeit mit eben diesen beeinflusst? Ist das wirklich so, wenn ja warum und besonders wichtig, wie schafft man es gesellschaftlich sich von diesen Assoziationen zu entfernen?

Projektziele und Umsetzung:
Das Ziel des Projekts ist es potenzielle Missstände und Unverhältnismäßigkeiten, die durch genderspezifische Vorurteile in der Arbeit des Jobcenters entstehen, aufzudecken und die Gründe dafür genauer zu erläutern. Eine weitere Zielsetzung ist es, überhaupt erst Bewusstheit für das Thema zu schaffen, da bei vielen Menschen bis heute die Sensibilität für das Thema fehlt. Durchgeführt wird die Datenerhebung im Kommunalen Jobcenter Wiesbaden. Hierfür wird ein Fragebogen verwendet, in welchem die Mitarbeiter:innen ihre eigene Einschätzung zu dem Thema abgeben sollen. Der Fragebogen ist kritisch formuliert und soll daher die Befragten Personen zu einer ehrlichen und autenthischen Antwort anregen.

Projektverantwortliche:
Leander Lotz

Ausgangssituation:
Im Rahmen des Tätigkeitsfeldes der Arbeitsvermittlung stoßen Fachkräfte häufig auf psychosoziale Hemmnisse, die einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt entgegenstehen. Dazu gehören unter anderem psychische Belastungen, Suchterkrankungen, Schuldenproblematiken oder familiäre Schwierigkeiten. Diese Themen sind oft sensibel sowie persönlich und werden von Klient*innen nicht immer offen angesprochen oder sogar von ihnen verdrängt. Wichtig erscheint es daher, eine Balance zwischen dem Integrationsauftrag und einem empathischen Umgang mit den psychosozialen Themen der Klient*innen zu schaffen. 
Die Situation kann durch eine niedrige Kontaktdichte im Regelgeschäft, die den Aufbau eines tragfähigen Vertrauensverhältnisses beeinträchtigen kann, fehlende fachliche Qualifikationen oder emotionale Belastungen seitens der Vermittlungsfachkräfte erschwert werden. 

Projektziele und Umsetzung:
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, die Beratungsqualität zu steigern und dadurch die Vermittlungschancen zu erhöhen. Außerdem soll eine Sensibilisierung innerhalb des Jobcenters für die Rolle und mögliche Belastungen von Vermittlungsfachkräften erfolgen. 
Um den Bedarf an Schulungen sowie die Sichtweise der Kolleg*innen mit beraterischer Tätigkeit zu ermitteln, wurde eine Umfrage im Jobcenter durchgeführt.
Anhand dieser Erhebung können Erfahrungen, Strategien und Herausforderungen im Umgang mit psychosozialen Themen sichtbar gemacht werden. Mithilfe dieser Erkenntnisse kann überprüft werden, was den Vermittlungsfachkräften zukünftig helfen kann und wobei der Arbeitgeber gegebenenfalls unterstützen kann. Denkbar sind Gesprächsleitfäden, Schulungen zu dieser Thematik, KI-Anwendungen oder Schulungen zur Stärkung der Resilienz.

Projektverantwortliche:
Melina Kaszuba

Ausgangssituation:
Die Aufnahme einer Beschäftigung ist für Arbeitslose ein zentraler Schritt zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Integration. Trotz zahlreicher staatlicher Programme wie Arbeitsvermittlung oder 
Qualifizierungsmaßnahmen bleiben viele Arbeitslose langfristig ohne Beschäftigung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Rückkehr in den Arbeitsmarkt von verschiedenen Faktoren abhängt. Darunter fallen individuelle Qualifikationen, soziale Netzwerke, psychologische Barrieren und externe Bedingungen wie beispielsweise die Arbeitsmarktlage. Dennoch fehlen detaillierte Analysen, die diese Faktoren systematisch untersuchen. Dieses Praxisprojekt zielt darauf ab, spezifische Aspekte, die die Beschäftigungsaufnahme beeinflussen, zu identifizieren. Ebenso sollen praktische Handlungsempfehlungen für Arbeitsvermittlungsstellen abgeleitet werden.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts ist es, die zentralen Faktoren, die Auswirkungen auf die Aufnahme einer 
Beschäftigung bei Arbeitslosen haben, herauszuarbeiten. Ebenfalls sollen konkrete Maßnahmen für eine effektivere Arbeitsvermittlung vorgeschlagen werden. Dabei lautet die zentrale Frage: Welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren beeinflussen die erfolgreiche Aufnahme einer Beschäftigung bei arbeitslosen Menschen? Die Datenerhebung erfolgt durch: 
● Quantitative Umfrage: Eine standardisierte Umfrage unter 50–100 Arbeitslosen, um statistisch relevante Faktoren (z. B. Bildung, Alter, soziale Netzwerke) zu identifizieren. 
● Experteninterviews: Mit Arbeitsmarktexpert/innen, um externe Perspektiven mit einzubeziehen.

Projektverantwortliche:
Aleksandar Micic

Ausgangssituation:
Der Einsatz von KI ist im demografischen Wandel ein wichtiger Hebel, um die Mitarbeiter*innen von Routinetätigkeiten zu entlasten. Außerdem hilft es dabei, Personalengpässe besser zu bewältigen. Im Jobcenter Main-Kinzig-Kreis wird bereits ein KI-Chatbot getestet, welcher zur digitalen Unterstützung und Verbesserung des Serviceangebots beitragen soll (Vgl. Jewgenij (2025):sgb2.info.de). Zudem haben sich viele Organisationen zusammengetan, um einen gemeinsamen Plan zur Digitalisierung zu entwickeln. Ziel ist, dies bis 2030 umzusetzen. Der Einsatz von KI bringt viele positive Entwicklungen und Ressourcen mit sich, stellt die Mitarbeiter*innen allerdings auch vor viele Herausforderungen. Die Digitalisierung fordert in den einzelnen Organisationen neue Arbeitszeitregelungen oder auch Weiterbildungen für Mitarbeiter*innen. Die wissenschaftliche Relevanz ergibt sich aus aktuellen Debatten zur Digitalisierung sozialer Dienstleistungen, zu ethischen Fragen algorithmischer Entscheidungsprozesse sowie zur Gestaltung sozial gerechter Verwaltungsdigitalisierung.

Projektziele und Umsetzung:
Das Projektziel ist es, den Einsatz von KI im Jobcenter, insbesondere in der Arbeitsvermittlung, zu analysieren. Dabei sollen Chancen und Grenzen herausgearbeitet werden. Es soll untersucht werden wie sich KI-gestützte Prozesse auf Handlungsspielräume, Entscheidungsfreiheit und Kommunikation auswirken und inwiefern diese mit Werten wie Transparenz, Fairness und Teilhabe vereinbar sind. Wir befragen Fallmanager*innen mittels eines internen digitalen Befragungsprogrammes. Die Auswertung wird mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und der deskriptiven Statistik durchgeführt.

Projektverantwortliche:
Nicole Tim
Patricia Dammhahn
Valeria Kapetanic

Ausgangssituation:
Im Rahmen des Jobturbos wird verstärkt diskutiert, wie Zugewanderte schneller in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Ein zentrales Problem ist, dass viele Teilnehmende von Integrationssprachkursen kaum Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt haben. Während der Sprachkurse finden meist keine arbeitsbezogenen Beratungen statt, sodass die Vermittlung erst nach Kursende beginnt. Der Jobturbo soll diesen Übergang erleichtern und die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt verbessern. Deshalb werden Sprachschulen, darunter auch die VHS Fulda, ermutigt, arbeitsmarktrelevante Inhalte bereits im Unterricht zu vermitteln. So sollen Zugewanderte frühzeitig grundlegende Informationen zu Berufen und Zugangswegen erhalten.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie eine frühzeitige und niedrigschwellige Arbeitsmarktaufklärung sowie die Erstellung erster Bewerbungsunterlagen im Rahmen von Integrationssprachkursen zu einer realistischeren Berufsorientierung und einer besseren Vorbereitung auf die Arbeitsvermittlung beitragen können. Es werden zwei Unterrichtsblöcke durchgeführt: Der erste vermittelt Grundlagen zum deutschen Arbeitsmarkt, der zweite unterstützt die Teilnehmenden bei der Erstellung individueller Bewerbungsunterlagen. Abschließend wird der subjektive Lernzuwachs erhoben und quantitativ ausgewertet.

Projektverantwortliche:
Daniela Petlewski

Ausgangssituation:
Die Steuerung von Eingliederungsleistungen im SGB II orientiert sich insbesondere an bestehenden Ziel- und Ergebnisgrößen, wie der Integration in Erwerbstätigkeit. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit neben solchen Ergebnissen auch die Wirkungen von Eingliederungsmaßnahmen auf die Teilnehmenden sichtbar gemacht und für die Steuerung genutzt werden können. Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kennzahlen fehlen, die den ziel- und wirkungsorientierten Einsatz der Eingliederungsmittel transparent machen. Daraus entstand die Idee, den Blick stärker auf Outcomes zu richten und Veränderungen auf Ebene der Teilnehmenden als mögliche zusätzliche Grundlage einer wirkungsorientierten Steuerung zu untersuchen.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Forschungsprojekts ist es, am Beispiel der Maßnahme "Einstiegsoffensive" zu untersuchen, ob und wie sich die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung der Teilnehmenden im Verlauf der Maßnahme verändert. Hierzu wird die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung zu Beginn und am Ende des Untersuchungszeitraums mithilfe der General Self-Efficacy Scale (GSE) erfasst. Ergänzend werden qualitative Daten zu individuellen Entwicklungsprozessen erhoben. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und miteinander verknüpft sowie hinsichtlich möglicher Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung und einer späteren Integration in Arbeit betrachtet. Daraus sollen mögliche Ansätze für eine stärker wirkungsorientierte Steuerung von Eingliederungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Projektverantwortliche:
Dilara Odabasi

Ausgangssituation:
Die KVA Vogelsbergkreis - Kommunales Jobcenter verfügt über einen Arbeitgeberservice (AGS), der Arbeitgeber bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen unterstützt. Eine zentrale Aufgabe stellt dabei die Zusammenarbeit und Kontaktpflege mit den Arbeitgebern dar. Das Forschungsprojekt untersucht die Zusammenarbeit zwischen dem AGS und regionalen sowie ausgewählten überregionalen Arbeitgebern. Dabei werden sowohl bestehende Kooperationen als auch die Bekanntheit und Inanspruchnahme des AGS bei bislang nicht kooperierenden Arbeitgebern betrachtet. Ziel ist es, die Wahrnehmung des AGS zu analysieren und mögliche Entwicklungspotenziale für die zukünftige Zusammenarbeit aufzuzeigen. 

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeberservice (AGS) der KVA Vogelsbergkreis - Kommunales Jobcenter und regionalen sowie ausgewählten überregionalen Arbeitgebern zu untersuchen. Dabei sollen sowohl die Wahrnehmung und Zufriedenheit bestehender Kooperationspartner als auch die Bekanntheit und Inanspruchnahme des AGS bei bislang nicht kooperierenden Arbeitgebern ermittelt werden. Zudem sollen mögliche Gründe für eine fehlende Zusammenarbeit identifiziert werden. Die gewonnen Erkenntnisse dienen dazu, bestehende Stärken und Entwicklungspotenziale des AGS aufzuzeigen. Auf dieser Grundlage sollen praxisnahe Ansatzpunkte abgeleitet werden, um die Arbeitgeberkontakte, die Bekanntheit der Unterstützungsangebote sowie die zukünftige Zusammenarbeit mit Arbeitgebern gezielt und nachhaltig weiterzuentwickeln. 

Projektverantwortliche:
Antonia Sofie Ziegler

Ausgangssituation:
Die geografische Lage des Odenwaldkreises ist besonders ländlich geprägt. Diese ländlich geprägte Landschaft sorgt für Probleme wie zum Beispiel weite Entfernungen zwischen Wohnorten, eine geringe Dichte an Beratungs- und Unterstützungsangeboten, sowie eine eingeschränkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die genannten Hürden stellen insbesondere für arbeitssuchende Menschen eine erhebliche Herausforderung dar. Zudem sind lange Anfahrtszeiten zum zuständigen Jobcenter nicht selten, dies erschwert die notwendigen Beratungsleistungen und könnte die Teilhabe an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen negativ beeinflussen. Dadurch resultierte das Konzept eines mobilen Beratungsangebotes, welches in dieser Form als “Leuchtturmprojekt” fungiert. In Form eines Beratungs-LKW soll eine aufsuchende Beratung im gesamten Odenwaldkreis ermöglicht werden . Ziel ist es, die räumlichen Barrieren zu reduzieren und Beratungsleistungen direkt in die Kommunen zu bringen . Ab Januar 2026 soll laut internen Informationen des Abteilungsleiters und internem Einsatzplan in Betrieb genommen werden. Dies stellt einen innovativen Ansatz dar, um die Erreichbarkeit des Kommunalen Jobcenter des Odenwaldkreises zu verbessern und die Unterstützung für Bürger*innen im ländlichen Raum bedarfsgerecht auszubauen. 

Projektziele und Umsetzung:
Das Ziel dieses Theorieprojektes ist es die Zufriedenheit der aufsuchenden Beratung im Sozialraum unter Berücksichtigung des zwischen Alters, der Wohnortentfernung zum Jobcenter sowie die Meldeversäumnisse der letzten zwölf Monate zu untersuchen. Unabhängig von den sozialdemografischen Merkmalen werden wir die Termintreue der Beratung on Tour der letzten sechs Monate im Vergleich zur Termintreue der klassischen Job-Center Termine der letzten sechs Monate auswerten. (Umsetzung durch Fragebögen)

Projektverantwortliche:
Lea Walther
Lukas Somberg
Marlon Werrmann

Ausgangssituation:
Die seit 2020 stark gestiegenen Lebensmittelpreise (plus 35,5 % bis Juni 2025) haben das Thema Ernährungsarmut zunehmend in den Fokus von Wissenschaft, Sozialpolitik und Öffentlichkeit gerückt. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Ernährungsarmut nicht nur eine materielle Unterversorgung mit Lebensmitteln beschreibt, sondern auch soziale Teilhabe, Gesundheitschancen und Lebensqualität beeinflusst. Besonders bedeutsam ist eine ausreichende Ernährung während des sogenannten „1000-Tage-Fensters“, welches den Zeitraum von der Schwangerschaft bis zum Ende des zweiten Lebensjahres umfasst. In dieser sensiblen Entwicklungsphase hat die Nährstoffversorgung einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche, kognitive und gesundheitliche Entwicklung von Kindern. In der Literatur finden sich zahlreiche Hinweise, dass eine gesunde, ausgewogene und den Nährstoffbedarf deckende Ernährung mit dem Budget aus dem SGB II/SGB XII-Leistungsbezug kaum realisierbar ist.
Die Zielgruppe umfasst daher Familien - Paare oder Alleinerziehende - mit mindestens einem Kind unter zwei Jahren, die im Sozialraum Weinheim leben und Sozialleistungen wie Bürgergeld (SGB II), Sozialhilfe (SGB XII), Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen.

Projektziele und Umsetzung:
Ziel des Projekts ist es, die Ernährungssituation diese Familien im Sozialraum Weinheim zu untersuchen. Dabei sollen sowohl die materielle Dimension der Ernährungsarmut als auch deren subjektive Wahrnehmung und Bewältigung durch die Betroffenen in den Blick genommen werden. Im Mittelpunkt stehen die lebensweltlichen Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen der Familien im Umgang mit Ernährung unter finanziell eingeschränkten Bedingungen.
Als Kooperationspartner konnte die Beratungsstelle Weinheim des Diakonischen Werks für den Rhein-Neckar-Kreis gewonnen werden. Sie übernimmt die organisatorische Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu den Familien im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Elterncafés sowie bei der Durchführung der Datenerhebung und ermöglicht dadurch einen praxisnahen Zugang zur Zielgruppe.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, konkrete Unterstützungsbedarfe zu identifizieren. Auf dieser Grundlage können sodann Anregungen zur Weiterentwicklung sozialraumorientierter Maßnahmen und Angebote zur Stärkung der Ernährungskompetenz der Familien formuliert werden.

Projektverantwortliche:
Dagmar Schaaf

Ausgangssituation:
In den bestehenden Schulungsangeboten des Kommunalen Jobcenters sowie des Kreises – sowohl intern als auch extern, etwa über Plattformen wie den Kommunalcampus – finden sich kaum bis gar keine Angebote im Themenfeld Antidiskriminierung. Fortbildungen zum Thema „Interkulturalität“ kommen oft zu kurz oder behandeln das Thema grob fahrlässig. Vor dem Hintergrund globaler Krisen, die gesamtgesellschaftlich zu Verunsicherung und Polarisierungen führen, sind sichere und machtfreie Räume zum Lernen über Antidiskriminierung und zur Entwicklung einer antirassistischen Haltung unerlässlich geworden. Gerade in kommunalen Verwaltungsstrukturen, die durch hohe Arbeitsbelastung und begrenzte finanzielle Ressourcen geprägt sind, erscheinen Themen wie „Antirassismus“ häufig als nachrangig, zu aufwendig und zu ressourcenbindend. Dabei zeigen zahlreiche Beispiele aus der Empirie, dass der Aufbau antirassistischer Unternehmensstrukturen sich auszahlt. Ausgehend von diesen Erkenntnissen und bestehenden Leerstellen in der Verwaltungslandschaft keimte die Idee einer Schulung, die sowohl individuellen als auch institutionellen Rassismus thematisiert und Handlungskompetenzen im Umgang mit Diskriminierung vermittelt.

Projektziele und Umsetzung:
Die Schulungsziele, -inhalte und - methoden vermitteln Grundlagen der Antirassismusarbeit und orientiert sich dabei an den Didaktik-Prinzipien3 von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). 
So wird sichergestellt, dass die ausgewählten Inhalte und Methoden qualitätsgesichert und zielführend sind. Die Schulungsziele, -inhalte und -methoden werden im Vorfeld in einer sog. ZIM-Tabelle schriftlich festgehalten. 

Projektverantwortliche:
Melisa Gocuk