ProZiS: Zum Wandel professioneller und zivilgesellschaftlicher Sozialer Arbeit durch Zuwanderung - Gelingende Diversität im sozialräumlichen Kontext

 

 

 

Projektleitung: Prof. Dr. habil. Monika Alisch (koordinierend), Prof. Dr. Manuela Westphal (Universität Kassel)

Mitarbeiter*innen: Anke Freuwört, MA, Jens Vogler MA

Gefördert durch: BMBF, Förderlinie Migration und gesellschaftlicher Wandel

Laufzeit: 4/2018 – 3/2020

 

Projektbeschreibung

ProZiS untersucht empirisch die Rolle der professionellen und zivilgesellschaftlichen Akteure Sozialer Arbeit für das Gelingen von Diversität im Gemeinwesen exemplarisch in den zwei Fallkommunen Stadt Kassel und Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Untersuchung verwendet einen mehrperspektivischen Ansatz, der in drei Forschungsfragen und Untersuchungsschritten umgesetzt wird:

 

Forschungsfragen

  1. Welche institutionellen Veränderungen lassen sich im Bezug auf Wechselwirkungen von professioneller und zivilgesellschaftlicher Sozialer Arbeit identifizieren?
  2. Welche Beziehungsformen und Selbstverständnisse zeigen sich im Verhältnis zwischen Engagierten und Zugewanderten, insbesondere im Hinblick auf Aufnahme und Intensivierung interethnischer Kontakte?
  3. Welche Lerneffekte für die Gemeinwesenarbeit lassen sich präzisieren?

 

Untersuchungsschritte und Methodik

Rekonstruktion der Wechselwirkungen von professioneller und zivilgesellschaftlicher Sozialer Arbeit im sozialräumlichen Kontext durch problemzentrierte, leitfadengestützte Interviews mit professionellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren der Sozialen Arbeit, die in zwei unterschiedlich strukturierten Regionen (großstädtisch und ländlich) tätig sind.

Ermitteln der Motive, Kompetenzen und Bildungs- und Beziehungserfahrungen von freiwillig Engagierten und Zugewanderten durch narrativ angelegte Einzel- bzw. Paarinterviews mit Engagierten und Zugewanderten bzw. entsprechende Tandems.

Transfer der Ergebnisse in die Praxis professioneller und zivilgesellschaftlicher Sozialer Arbeit mit und von Zugewanderten durch Rückkopplung der Erkenntnisse in Form von Gruppendiskussionen bzw. in einer Praxiskonferenz, mit dem Ziel der Reflexion eigenen Handelns und der Möglichkeit von Veränderungen sowie die Ableitung von Leitlinien für gelingende Diversität in kommunalen bzw. lokalen Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe in der Migrationsgesellschaft. Methodisch folgt das Projekteinen Ansatz transdisziplinärer Praxisforschung, indem wissenschaftliche Erkenntnisse und Erkenntnisse aus der Praxis füreinander anschlussfähig gemacht werden.