Bericht über die erlebnispädagogischen Blocktage in Dalherda

Im Rahmen des Moduls 2.4, der erlebnispädagogischen Projektwerkstatt, führten unsere Dozenten Manuel Lebek und Dr. Joachim Wondrak mit uns Studierenden eine dreitägige Exkursion zum Hans-Asmussen-Haus in Dalherda durch.
Bereits bei der Ankunft konnten wir die besondere Atmosphäre dieses Ortes spüren. Das kleine Dorf inmitten der schönen Rhönlandschaft zog uns mit seinem Charme direkt in seinen Bann. Rundherum nur Wälder, Felder und Wiesen. Durch den sehr schlechten Handyempfang waren die perfekten Rahmenbedingungen für unser Seminar gegeben.
Das familiäre Umfeld im Selbstversorgerhaus und das urige Ambiente trugen zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei. Während der drei Tage herrschte trotz engem Zeitplan eine eine entspannte Stimmung.

In der Vorbereitungsveranstaltung für die Exkursion wurden verschiedene Ziele festgelegt, die es während des Aufenthalts zu erreichen galt. Da bis zu diesem Zeitpunkt in der Gruppe nur ein bedingter Austausch stattgefunden hatte oder die Kommunikation nur in einzelnen Grüppchen erfolgte, wollten wir uns alle besser kennenlernen, um eine lebhaftere Gruppendynamik zu erreichen.
Mit Blick auf die kommenden Gruppenprojekte im Wintersemester, stellte für uns alle das Erwerben erlebnispädagogischer Grundlagen das größte Ziel unseres Aufenthaltes dar. Damit ging unter anderem auch die Erfahrung, sich in einer anleitenden Rolle zurechtzufinden, einher.

Unsere gemeinsame Arbeit wurde durch zahlreiche Themenfelder und Methoden geprägt. Ziel war es, verschiedene Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Der Sinn dieser Übungen bestand darin, die Gruppenkommunikation zu verbessern, verschiedene Sichtweisen zu erkennen und uns von neuen Ideen inspirieren zu lassen. Dies wurde nicht zuletzt durch die Erweiterung unseres Wissens bezüglich erlebnispädagogischer Thematiken erreicht, sondern auch durch das aktive Erfahren verschiedenster Angebote, Übungen und Spiele. Bei den unterschiedlichen Gruppenaufgaben ging es vor allem darum, dass jeder seine Aufgabe und Funktion in der Gruppe fand und sich aktiv am Prozess beteiligte.
Wir leiteten, teilweise sehr umfangreich und aufwendig, Inputs an, die das Spektrum der Gedächtnis-, Bewegungs- und Kooperationsübungen und Problemlösungs-aufgaben (PLA) umfassten.
So durften wir uns beispielsweise auf die Reise durch Mittelerde begeben (angelehnt an die „Herr der Ringe“-Reihe), bei einem Improvisationstheater unsere schauspielerischen Fähigkeiten erkennen und durch naturpädagogische Elemente den Wald mit all unseren Sinnen wahrnehmen.
Eine weitere Aufgabe bestand darin, in verschiedenen Gruppen selbstständig ein kleines Lagerfeuer zu entzünden. Dabei sollten wir nur selbst gesammelte Materialen und ein einziges Streichholz verwenden.
Zum festgelegten Programm gehörte auch das gemeinsame Kochen. Hierbei war die Küche der zentrale Treffpunkt, an dem wir viel lachten, uns austauschten und jeden Tag köstliches vegetarisches Essen zauberten.

Unsere Abende ließen wir am großen Lagerfeuer beim gemeinsamen Singen und Musizieren gemütlich ausklingen. Ein weiteres Highlight war eine spektakuläre Feuershow von einer unserer Kommilitoninnen und unserem Dozenten.

Abschließend lässt sich festhalten, dass wir schöne gemeinsame und lehrreiche Tage in Dalherda erleben durften, an die wir uns gerne erinnern und für die wir ebenso dankbar sind. Den zahlreichen und unterschiedlichen Techniken und Methoden haben wir es zu verdanken, dass wir uns als Gruppe besser kennenlernten und unser Vertrauen ineinander wuchs. Wir stellten zudem fest, dass besonders durch die kritischen Feedbacks und Ratschläge untereinander und durch unsere Dozenten die Sensibilität für die Rolle des der Anleiterin und des Anleiters immens anstieg. Dies brachte uns zu der Erkenntnis, dass noch sehr viel mehr Potential in Bezug auf Anleitung und Durchführung erlebnispädagogischer Angebote in uns steckt. Dieses Potenzial werden wir im Lauf des Seminars nutzen, uns weiter theoretisch und konzeptionell mit der Erlebnispädagogik auseinanderzusetzen und diese in der Praxis umsetzen.

Vor allem bedanken wir uns bei der Hochschule, dass sie uns diese erlebnis- und lehrreiche Exkursion ermöglichte.