einige Studierende im Gespräch an einem Tisch

Gesundheitsförderung (Bachelor)

Gesundheitsförderung

Gesundheit verstehen, gestalten und fördern

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit, die Behandlung von Symptomen oder die Vermeidung von Risiken. Während die Medizin danach fragt, was Menschen krank macht, lautet die zentrale Frage der Gesundheitsförderung: Was erhält Menschen gesund? Gesundheitsförderung beschäftigt sich somit mit den Ressourcen von Menschen und deren Lebensbedingungen, die zur Erhaltung und Stärkung von Gesundheit beitragen. Gesundheit wird als das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels ganz verschiedener Faktoren verstanden, die auf den Ebenen von Person, sozialer Umwelt, Lebens- und Arbeitsbedingungen und Gesellschaft wirken.

Wenn Gesundheit komplex ist, müssen auch die Strategien der Gesundheitsförderung und Prävention umfassend sein. Egal ob Stresspräventionsprogramme, Gestaltung von gesundheitserhaltenden Arbeitsbedingungen oder die Realisierung großer Kampagnen - in der Gesundheitsförderung stehen immer der Mensch und seine Ausgangslagen im Vordergrund. Die Gesundheitsförderung zielt darauf ab, Menschen zu befähigen, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit und die ihrer Mitmenschen zu übernehmen. Partizipation und Empowerment sind dabei zwei zentrale Strategien.

In unserem Studiengang lernen Sie

  • unterschiedliche Perspektiven von Gesundheit fundiert kennen,
  • wie Lebensbedingungen & Gesundheit zusammenhängen,
  • konkrete Methoden zur Ermittlung von gesundheitlichen Bedarfen,
  • Strategien zur Planung, Umsetzung & Evaluation von Maßnahmen,
  • für und mit der Praxis & und noch viel mehr!
Auf einen Blick
Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.)
Art des Studiums Präsenzstudium
Studienbeginn Wintersemester
Unterrichtssprache Deutsch
Regelstudienzeit 6 Semester
Zulassungsfrei Ja
ECTS-Punkte 180 ECTS

Wissen schaffen

Sie lernen wissenschaftlich zu arbeiten, Studienbefunde zu verstehen und Fragen strukturiert und mit fundierten Methoden zu beantworten.

Gesundheit erhalten und fördern

Lernen Sie, was Menschen auf unterschiedlichen Ebenen und Lebensbereichen gesund erhält und wie die Gesundheit gestärkt und gefördert werden kann.

Praxissemester absolvieren

Um das Berufsfeld besser kennenzulernen und sich zu vernetzen, absolvieren Sie ein Praxissemester in einem Berufsfeld der Gesundheitsförderung.

  • Sie haben eine Hochschulzugangsberechtigung.
  • Sie fragen sich, wie Bedingungen geschaffen werden können, unter denen Menschen gesund leben können?
  • Sie interessieren sich dafür, wie gesundheitliche Ungleichheit reduziert werden kann.
  • Sie wollen Menschen darin unterstützen, ihre eigenen Bedingungen für Gesundheit und die ihrer Umwelt zu verbessern und mehr Gesundheit in ihrem Alltag umzusetzen.
  • Sie sind Teamplayer und können sich vorstellen, mit Vertreter*innen anderer Disziplinen zusammenzuarbeiten und gemeinsam am Ziel zu arbeiten, die Gesundheit von Menschen zu fördern.
  • Sie haben Interesse, unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und ihre Zugangswege für und zu Gesundheit kennenzulernen.

In den ersten drei Semestern des Vollzeitstudiums werden vor allem Grundlagen vermittelt. Hierzu gehört ein Einblick in die vielzähligen Einflussfaktoren der Entstehung von Gesundheit und Krankheit, die Vermittlung von Grundlagen zur Gesundheitsförderung und Prävention oder die Beschäftigung mit den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems. Auch erwerben Sie hier Grundkenntnisse in der empirischen Sozialforschung.
 

An der Hochschule Fulda studieren Sie interdisziplinär und praxisnah, oft mit Formen des projekt- oder problemorientierten Lernens. Naturwissenschaftliches Wissen (z. B. zur Entstehung von Erkrankungen) werden ebenso vermittelt wie sozialwissenschaftliches Wissen (z. B. zu sozialer Ungleichheit oder auch zu Strategien der digital gestützten Kommunikation). Um relevante Dokumente der Gesundheitsförderung und wissenschaftliche Texte auf Englisch zu verstehen, werden Sprachkenntnisse in Englisch erwartet. Diese können während des Studiums durch zahlreiche Angebote am Sprachenzentrum der Hochschule verbessert und vertieft werden.
 

Besonderer Wert wird auf die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten gelegt. Neben dem Verstehen wissenschaftlicher Studienbefunde geht es hier vor allem darum,  wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen und um die Fähigkeiten, die dafür erforderlich sind wie z. B. eine Literaturrecherche durchzuführen oder den eigenen Schreibprozess zu organisieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um wirksame Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention zu entwickeln, durchzuführen und den Erfolg zu prüfen. Sie werden Schritt für Schritt im Verlauf Ihres Studiums darauf vorbereitet und haben am Ende all das Wissen, das Sie benötigen, um Ihre Abschlussarbeit zu schreiben.

Ab dem fünften Semester können Sie sich durch die Wahl eines Studienschwerpunktes weiter spezialisieren. Die angebotenen Schwerpunkte sind innovativ und bereiten Sie optimal auf eine Tätigkeit in zentralen Bereichen und zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern der Gesundheitsförderung und Prävention vor:
 

  • Gesundheitsförderung in institutionellen Settings (Gesundheitsmanagement z. B. Betrieben, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen)
  • Gesundheitskommunikation in digitalen Medien (z. B. Erstellung von digitalen Gesundheitsinformationen, Kampagnen oder Nutzung von digitalen Medien für eigene Projekte der Gesundheitsförderung und Prävention)
  • Gesundheitsberichterstattung und kommunale Gesundheitsförderung (z. B. Erstellung von Gesundheitsberichten oder systematische Planung und Umsetzung von Maßnahmen der kommunalen Gesundheitsförderung)

Neben einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung wird Praxis im Studiengang Gesundheitsförderung großgeschrieben. Daher haben Sie im vierten Semester die Möglichkeit, ein Praxissemester in einem Berufsfeld der Gesundheitsförderung durchzuführen. Hierbei werden Sie durch das Praxisreferat Gesundheitsförderung kontinuierlich begleitet. Schon im ersten Semester profitieren Sie in Reflexionsveranstaltungen von den Erfahrungen der Studierenden, die ihr Praxissemester durchlaufen haben, und finden vielleicht bereits dann einen Bereich oder eine Praktikumseinrichtung, der oder die Ihr Interesse besonders weckt. Praxisbegleitend können Sie zudem verschiedene Wahlmodule zu relevanten Themenfeldern wie Projektmanagement oder Netzwerkarbeit besuchen. Das vierte Semester ist zudem ein geeignetes Zeitfenster, um das Studieren im Ausland bei einem Auslandssemester zu erleben. Im fünften und sechsten Semester können Sie Ihre wissenschaftlichen und praxisorientierten Fähigkeiten im Rahmen eines Studienprojektes ausbauen. Hierfür werden verschiedene Projekte zu unterschiedlichen Themen angeboten.

Hochschulzugangsberechtigung
Bewerber, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens (DSH-2 oder Äquivalent) nachweisen.

Mit deutschen Bildungsnachweisen: 1. Mai bis 30. September

Mit ausländischen Bildungsnachweisen: 1. Mai bis 30. September

Ihre Karriere mit Gesundheitsförderung

drei Personen schauen sich gemeinsam etwas auf einem Bildschirm an

Absolventinnen und Absolventen arbeiten zum Beispiel:

  • in einer der Landesvereinigungen für Gesundheit. Sie setzen Landesrahmenvereinbarungen um. Zudem entwickeln Sie neue Konzepte und Projektideen in der Gesundheitsförderung oder führen Fortbildungen durch und veranstalten Tagungen.
  • in Vereinen für Gesundheitsförderung und Prävention. Sie setzen Gesundheitsförderungsprojekte in Kitas und Schulen und anderen Einrichtungen um.
  • bei einem Gesundheitsamt. Sie koordinieren regionale Gesundheitskonferenzen, arbeiten in der kommunalen Gesundheitsförderung und organisieren Netzwerke für Gesundheit mit anderen Disziplinen zusammen, koordinieren regionale Gesundheitskonferenzen oder sind in der Gesundheitsberichterstattung oder Selbsthilfe tätig.
  • bei einer Krankenkasse in der Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention. Sie unterstützen Kindertagesstätten, Schulen oder Kommunen darin, mit allen Beteiligten gemeinsam Lösungsstrategien für gesundheitsrelevante Probleme zu entwickeln. Zudem bereiten Sie Entscheidungen über die Finanzierung von Projekten vor.
  • in einer gesetzlichen Unfall- oder Rentenversicherung in der Abteilung Prävention. Sie sind an der Entwicklung von Präventionskampagnen beteiligt. Sie beraten Betriebe, wie sie Arbeitsbedingungen gesundheitsfördernder gestalten können oder bieten Service z. B. im gesetzlich vorgeschriebenen Betrieblichen Eingliederungsmanagement an.
  • in Unternehmen und Behörden im Bereich der betrieblichen oder behördlichen Gesundheitsförderung / -management. Sie sind z. B. für die Planung und Evaluation von evidenzbasierten Maßnahmen im Unternehmen zuständig, führen Gesundheitszirkel durch, beraten Führungskräfte zu Gesundheitsthemen oder bereiten gesundheitsrelevante Informationen in Form von internen Kampagnen auf.
  • frei oder angestellt bei einer Unternehmensberatung. Sie beraten Unternehmen, Organisationen und Behörden, wie bspw. die Leistungsfähigkeit der älter werdenden Belegschaft erhalten kann. Sie können aber auch Projekte, Workshops oder andere Maßnahmen zu gesundheitsförderlichen Themen durchführen.
  • in einem der bundesweiten oder europäischen Netzwerke, Dachverbände oder staatlichen Institutionen. Sie tragen zur Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung bei. Sie entwickeln z. B. Aufklärungsprogramme, oder führen Projekte der digitalen Prävention oder Gesundheitsförderung durch.

    Auch im Ausland bieten sich gute Berufschancen. Zugleich bietet der Studiengang eine optimale Zugangsvoraussetzung für ein anschließendes Master-Studium in Public Health.

Studierende und Alumni berichten Eindrücke aus dem Studium

Ich studiere Gesundheitsförderung, um mich nach dem Studium für die gesundheitliche Chancengleichheit einzusetzen und allen Menschen den gleichen Zugang zu Gesundheit zu ermöglichen. Gesundheit ist ein zentraler Faktor unserer Lebensqualität, weshalb das Thema stärker in den Fokus rücken und konsequent in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollte. Die Hochschule unterstützt mich dabei, mein Wissen zu vertiefen und bereitet mich mit ihren vielfältigen Angeboten auf mein zukünftiges Berufsleben vor.

Lina, Studiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)

Ich habe Gesundheitsförderung studiert, weil ich Menschen dazu befähigen möchte, aus eigener Kraft etwas für ihre Gesundheit zu tun. Aus diesem Grund haben mich die Wahlmodule im 5. und 6. Semester besonders angesprochen, da man hier von Grund auf lernt, wie man wissenschaftlich fundierte Informationen erstellt und so an die Bevölkerung heranträgt, dass diese von allen gelesen, verstanden und bestmöglich umgesetzt werden können. Vor allem die interessanten Einblicke, die uns die Dozenten und Professoren dabei aus der Praxis geben konnten haben mein Interesse an den Inhalten des Moduls geweckt.

Daniel, Studiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)

Ich studiere Gesundheitsförderung, weil ich mein Wissen zu Gesundheitsthemen, welches ich bereits in der Ausbildung erworben habe, vertiefen möchte. Besonders spannend finde ich, wie gezielte Prävention und Aufklärung gesunde Lebensstile nachhaltig fördern können. Das Studium bietet nicht nur fundierte Einblicke in wirksame Gesundheitsstrategien, sondern auch wertvolle Kenntnisse in Projektmanagement und Netzwerkarbeit, die es ermöglichen, nachhaltige Gesundheitsprojekte in verschiedenen Lebenswelten aufzubauen.

Eva, Studiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)

Ich studiere Gesundheitsförderung, weil ich verstehen möchte, welche Faktoren den Gesundheitszustand von Menschen beeinflussen und wie man diese Erkenntnisse in der Praxis sinnvoll anwenden kann, um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Die Hochschule Fulda ermöglicht es mir, durch Gastvorträge und Infoveranstaltungen wertvolle Einblicke in die vielfältigen Berufsfelder zu erlangen und mein Studium individuell nach meinen Interessen zu gestalten. Besonders schätze ich das vertraute Umfeld mit Kommiliton*innen und Dozent*innen, das durch die überschaubare Größe des Studiengangs entsteht.

Julia, Studiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)

Ich studiere Gesundheitsförderung, um verschiedenen Zielgruppen die Relevanz von Gesundheit verdeutlichen zu können. Mit Hilfe des eingebundenen Praxisanteils im vierten Semester konnte ich so bereits das theoretische Know-How umsetzen. Durch die Wahl meines Schwerpunktes im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements durfte ich bereits im Studium erlernte Strategien der Gesundheitsförderung anwenden. Die Hochschule Fulda ist außerdem ein Ort, an dem man sich schnell, durch die enge Zusammenarbeit mit Dozierenden, wohlfühlt.

Cora, Studiengang Gesundheitsförderung (B.Sc.)

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Susan Wank

Studiengangskoordinatorin der Studiengänge Gesundheitsförderung (B.Sc.), Gesundheitsökonomie und -politik (B.S.), Public Health (M. Sc.)

susan.wank(at)gw.hs-fulda.de +49 661 9640-6321

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Referentin des Studiengangs Gesundheitsförderung, Praxisreferat

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