Wissen schaffen
Sie lernen wissenschaftlich zu arbeiten, Studienbefunde zu verstehen und Fragen strukturiert und mit fundierten Methoden zu beantworten.

Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit, die Behandlung von Symptomen oder die Vermeidung von Risiken. Während die Medizin danach fragt, was Menschen krank macht, lautet die zentrale Frage der Gesundheitsförderung: Was erhält Menschen gesund? Gesundheitsförderung beschäftigt sich somit mit den Ressourcen von Menschen und deren Lebensbedingungen, die zur Erhaltung und Stärkung von Gesundheit beitragen. Gesundheit wird als das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels ganz verschiedener Faktoren verstanden, die auf den Ebenen von Person, sozialer Umwelt, Lebens- und Arbeitsbedingungen und Gesellschaft wirken.
Wenn Gesundheit komplex ist, müssen auch die Strategien der Gesundheitsförderung und Prävention umfassend sein. Egal ob Stresspräventionsprogramme, Gestaltung von gesundheitserhaltenden Arbeitsbedingungen oder die Realisierung großer Kampagnen - in der Gesundheitsförderung stehen immer der Mensch und seine Ausgangslagen im Vordergrund. Die Gesundheitsförderung zielt darauf ab, Menschen zu befähigen, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit und die ihrer Mitmenschen zu übernehmen. Partizipation und Empowerment sind dabei zwei zentrale Strategien.
In unserem Studiengang lernen Sie
In den ersten drei Semestern des Vollzeitstudiums werden vor allem Grundlagen vermittelt. Hierzu gehört ein Einblick in die vielzähligen Einflussfaktoren der Entstehung von Gesundheit und Krankheit, die Vermittlung von Grundlagen zur Gesundheitsförderung und Prävention oder die Beschäftigung mit den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems. Auch erwerben Sie hier Grundkenntnisse in der empirischen Sozialforschung.
An der Hochschule Fulda studieren Sie interdisziplinär und praxisnah, oft mit Formen des projekt- oder problemorientierten Lernens. Naturwissenschaftliches Wissen (z. B. zur Entstehung von Erkrankungen) werden ebenso vermittelt wie sozialwissenschaftliches Wissen (z. B. zu sozialer Ungleichheit oder auch zu Strategien der digital gestützten Kommunikation). Um relevante Dokumente der Gesundheitsförderung und wissenschaftliche Texte auf Englisch zu verstehen, werden Sprachkenntnisse in Englisch erwartet. Diese können während des Studiums durch zahlreiche Angebote am Sprachenzentrum der Hochschule verbessert und vertieft werden.
Besonderer Wert wird auf die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten gelegt. Neben dem Verstehen wissenschaftlicher Studienbefunde geht es hier vor allem darum, wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen und um die Fähigkeiten, die dafür erforderlich sind wie z. B. eine Literaturrecherche durchzuführen oder den eigenen Schreibprozess zu organisieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um wirksame Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention zu entwickeln, durchzuführen und den Erfolg zu prüfen. Sie werden Schritt für Schritt im Verlauf Ihres Studiums darauf vorbereitet und haben am Ende all das Wissen, das Sie benötigen, um Ihre Abschlussarbeit zu schreiben.
Ab dem fünften Semester können Sie sich durch die Wahl eines Studienschwerpunktes weiter spezialisieren. Die angebotenen Schwerpunkte sind innovativ und bereiten Sie optimal auf eine Tätigkeit in zentralen Bereichen und zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern der Gesundheitsförderung und Prävention vor:
Neben einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung wird Praxis im Studiengang Gesundheitsförderung großgeschrieben. Daher haben Sie im vierten Semester die Möglichkeit, ein Praxissemester in einem Berufsfeld der Gesundheitsförderung durchzuführen. Hierbei werden Sie durch das Praxisreferat Gesundheitsförderung kontinuierlich begleitet. Schon im ersten Semester profitieren Sie in Reflexionsveranstaltungen von den Erfahrungen der Studierenden, die ihr Praxissemester durchlaufen haben, und finden vielleicht bereits dann einen Bereich oder eine Praktikumseinrichtung, der oder die Ihr Interesse besonders weckt. Praxisbegleitend können Sie zudem verschiedene Wahlmodule zu relevanten Themenfeldern wie Projektmanagement oder Netzwerkarbeit besuchen. Das vierte Semester ist zudem ein geeignetes Zeitfenster, um das Studieren im Ausland bei einem Auslandssemester zu erleben. Im fünften und sechsten Semester können Sie Ihre wissenschaftlichen und praxisorientierten Fähigkeiten im Rahmen eines Studienprojektes ausbauen. Hierfür werden verschiedene Projekte zu unterschiedlichen Themen angeboten.
Hochschulzugangsberechtigung
Bewerber, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens (DSH-2 oder Äquivalent) nachweisen.
Mit deutschen Bildungsnachweisen: 1. Mai bis 30. September
Mit ausländischen Bildungsnachweisen: 1. Mai bis 30. September

Absolventinnen und Absolventen arbeiten zum Beispiel:

”Ich studiere Gesundheitsförderung, um mich nach dem Studium für die gesundheitliche Chancengleichheit einzusetzen und allen Menschen den gleichen Zugang zu Gesundheit zu ermöglichen. Gesundheit ist ein zentraler Faktor unserer Lebensqualität, weshalb das Thema stärker in den Fokus rücken und konsequent in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollte. Die Hochschule unterstützt mich dabei, mein Wissen zu vertiefen und bereitet mich mit ihren vielfältigen Angeboten auf mein zukünftiges Berufsleben vor.

”Ich habe Gesundheitsförderung studiert, weil ich Menschen dazu befähigen möchte, aus eigener Kraft etwas für ihre Gesundheit zu tun. Aus diesem Grund haben mich die Wahlmodule im 5. und 6. Semester besonders angesprochen, da man hier von Grund auf lernt, wie man wissenschaftlich fundierte Informationen erstellt und so an die Bevölkerung heranträgt, dass diese von allen gelesen, verstanden und bestmöglich umgesetzt werden können. Vor allem die interessanten Einblicke, die uns die Dozenten und Professoren dabei aus der Praxis geben konnten haben mein Interesse an den Inhalten des Moduls geweckt.

”Ich studiere Gesundheitsförderung, weil ich mein Wissen zu Gesundheitsthemen, welches ich bereits in der Ausbildung erworben habe, vertiefen möchte. Besonders spannend finde ich, wie gezielte Prävention und Aufklärung gesunde Lebensstile nachhaltig fördern können. Das Studium bietet nicht nur fundierte Einblicke in wirksame Gesundheitsstrategien, sondern auch wertvolle Kenntnisse in Projektmanagement und Netzwerkarbeit, die es ermöglichen, nachhaltige Gesundheitsprojekte in verschiedenen Lebenswelten aufzubauen.

”Ich studiere Gesundheitsförderung, weil ich verstehen möchte, welche Faktoren den Gesundheitszustand von Menschen beeinflussen und wie man diese Erkenntnisse in der Praxis sinnvoll anwenden kann, um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Die Hochschule Fulda ermöglicht es mir, durch Gastvorträge und Infoveranstaltungen wertvolle Einblicke in die vielfältigen Berufsfelder zu erlangen und mein Studium individuell nach meinen Interessen zu gestalten. Besonders schätze ich das vertraute Umfeld mit Kommiliton*innen und Dozent*innen, das durch die überschaubare Größe des Studiengangs entsteht.

”Ich studiere Gesundheitsförderung, um verschiedenen Zielgruppen die Relevanz von Gesundheit verdeutlichen zu können. Mit Hilfe des eingebundenen Praxisanteils im vierten Semester konnte ich so bereits das theoretische Know-How umsetzen. Durch die Wahl meines Schwerpunktes im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements durfte ich bereits im Studium erlernte Strategien der Gesundheitsförderung anwenden. Die Hochschule Fulda ist außerdem ein Ort, an dem man sich schnell, durch die enge Zusammenarbeit mit Dozierenden, wohlfühlt.

Der Studiengang ist ein Angebot des Fachbereichs Gesundheitswissenschaften. Informieren Sie sich auf den Webseiten des Fachbereichs über Ihr neues Umfeld, die Lehre, Labore und Ihre zukünftigen Professor*innen.
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Studiengangskoordinatorin der Studiengänge Gesundheitsförderung (B.Sc.), Gesundheitsökonomie und -politik (B.S.), Public Health (M. Sc.)

Referentin des Studiengangs Gesundheitsförderung, Praxisreferat


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