Studiengang Physiotherapie (B.Sc.)

Physiotherapie (Bachelor)

Immer in Bewegung mit doppeltem Abschluss

Physiotherapeut*innen sind die Spezialist*innen für Bewegung. Sie verfügen über ein enormes Spektrum an Techniken und Methoden und setzen Ihr Wissen und Können gezielt ein. In acht Semestern erreichen Sie zwei Abschlüsse: Die Berufszulassung in der Physiotherapie und den Bachelor of Science.

Auf einen Blick
Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.)
Art des Studiums Ausbildungsintegrierendes Präsenzstudium
Studienbeginn Wintersemester
Unterrichtssprache Deutsch
Regelstudienzeit 8 Semester
Zulassungsfrei Nein
ECTS-Punkte 210 ECTS

zwei Abschlüsse

 Sie erreichen zwei Abschlüsse: die Berufszulassung in der Physiotherapie und den Bachelor of Science.

Zusammenarbeit

Das Studium ist darauf ausgerichtet, zusammen in Teams und Gruppen zu lernen und zu arbeiten.

Praxisnähe

Fachpraktischer Unterricht und praktische Ausbildung im Beruf sind gut aufeinander abgestimmt.

  • Sie haben Freude am Lesen und Lernen, arbeiten aber auch gerne mit den Händen. Vor allem aber arbeiten Sie gerne mit Menschen. Sie können Ehrgeiz entwickeln, auch komplexe Sachverhalte zu verstehen.
  • Die Fächer Sport, Biologie und Chemie liegen Ihnen durchaus. Englische Texte zu lesen ist kein allzu großes Problem.
  • Sie bringen ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, sozialer und emotionaler Kompetenz sowie Engagement mit.
  • Damit Sie durch das Studium den höchstmöglichen Nutzen für Ihre berufliche Entwicklung haben, sollten Sie in der Lage sein, selbstständig und eigenverantwortlich zu lernen und zu arbeiten, Entscheidungen auf der Basis von wissenschaftlicher Erkenntnissen zu treffen und danach zu handeln. Das Studium ist darauf ausgerichtet, in Teams und Gruppen zu lernen und zu arbeiten und die erworbenen Kompetenzen in die berufliche Praxis zu übertragen und einzubringen. Die erforderlichen kommunikativen Kompetenzen entwickeln Sie ebenfalls im Studium.

Das Kernelement der Physiotherapie ist die Bewegung. Sie sollten selbst Freude an Bewegung haben und diese vermitteln können. Die Tätigkeit als Physiotherapeut*in ist sehr körpernah. 

Das Studium erfolgt wissenschaftlich fundiert und zugleich sehr praxisnah. Sie erwerben die Kompetenzen, die Sie für Ihren Beruf benötigen:

  • Umfassende praktische Kompetenzen und theoretisches Wissen in allen Anwendungsfeldern der Physiotherapie. Die Lehrinhalte stützen sich auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und werden anwendungsorientiert vermittelt.
  • Praktische Erfahrungen mit der Anwendung der Physiotherapie: Unmittelbar wenden Sie das im Semester erworbene Wissen und die erlernten praktischen Fertigkeiten in unseren Kooperationshäusern an. Eintägige Praktika während des Semesters bereiten Sie gezielt darauf vor.
  • Die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten: Sie lernen neue wissenschaftliche Erkenntnisse selbstständig zu recherchieren, kritisch zu prüfen und in die Praxis umzusetzen sowie das Verfassen wissenschaftlicher Texte.
  • Medizinisches Grundlagenwissen
  • Grundlegende psychosoziale und kommunikative Kompetenzen
  • Fundierte Kenntnisse aktueller gesundheitspolitischer und ökonomischer Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens
  • Die fachliche Qualifikation für die bevorstehende Erweiterung des Tätigkeitsfeldes: Sie werden insbesondere befähigt, Patienten und Klienten zielführend zu befragen und zu untersuchen (Assessment), möglicher Weise bestehende Risiken zu erkennen (Screening), die Inhalte physiotherapeutischer Behandlungen selbstständig festzulegen (Direct Access) und den Behandlungserfolg zu objektivieren (Qualitätssicherung).

In den Modulen ist fachpraktischer Unterricht eingeflochten. Darin verknüpft sich das in der Theorie erworbene Wissen mit praktischer Umsetzung. Der fachpraktische Unterricht findet in unseren modern ausgestatteten Praxisräumen und Skill-Laboren statt.

Physiotherapie dient der Erhaltung der Gesundheit, unterstützt Patientinnen und Patienten beim Erlernen von gesundheitsförderndem Verhalten und setzt Heilungsprozesse in Gang. Sie kann den Verlauf von Erkrankungen positiv beeinflussen, Beeinträchtigungen in Alltag, Beruf und Sport mindern und die Lebensqualität steigern. Physiotherapie kommt Menschen in fast allen Lebensbereichen zugute:

  • Frühgeborenen und Säuglingen: vor allem bei Reifungsstörungen (z. B. der Lunge)
  • Kindern und Jugendlichen: vor allem bei Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen und Behinderungen (z. B. der Wirbelsäule und des Nervensystems)
  • Jungen Erwachsenen: vor allem für Fitness in Studium, Ausbildung, Beruf und Freizeit (z. B. Gelenk-, Muskel- und Sehnenschmerzen)
  • Sportlerinnen und Sportlern: vor allem im Training und der Rehabilitation nach Verletzungen Sport (z. B. bei Kreuzbandverletzungen)
  • Schwangeren: insbesondere vor und nach der Geburt (z. B. Beckenbodenschwäche)
  • Berufstätigen: insbesondere bei der Vorbeugung und Behandlung von arbeits- und stressbedingten Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt) und Chronifizierung (z. B. Rückenschmerz)
  • Menschen mit besonderen Risiken: insbesondere bei Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen (z. B. Bluthochdruck und Diabetes)
  • Menschen in Lebensgefahr: auf Intensivstationen und in Spezialkliniken (z. B. bei Querschnittlähmungen oder Schlaganfall)
  • Menschen in Lebenskrisen: bei psychischen Problemen und Erkrankungen (z. B. Magersucht)
  • Älteren Menschen: vor allem bei degenerativen Prozessen (z. B. bei Arthrose) oder bei drohendem Verlust der Selbstständigkeit (z. B. bei Sturzgefährdung)
  • Menschen am Lebensende: vor allem zur Erleichterung bei unabwendbaren Krankheitsverläufen (z. B. bei Angst und Schmerzen)

Dabei arbeiten Physiotherapeutinnen und -therapeuten im Team mit vielen anderen Berufsgruppen eng zusammen. Die interdisziplinäre Vernetzung des Berufsbildes macht die Tätigkeit facettenreich und bietet die Möglichkeit, sich entsprechend der eigenen Interessen und Fähigkeiten weiter zu entwickeln und zu spezialisieren.

Im Studiengang Physiotherapie übernehmen wir die Organisation Ihres Praxisplatzes. Sie werden in der Lehre auf die Praxiseinsätze vorbereitet. Fachpraktischer Unterricht in den Skills- und Simulationsräumen der Hochschule und praktische Ausbildung im Berufsfeld sind gut aufeinander abgestimmt. Während der Praxiseinsätze werden Sie von praxisanleitenden und erfahrenen Kolleginnen und Kollegen ausgebildet und von den Praxisreferentinnen und -referenten der Hochschule begleitet. Im Anschluss an jede Praxisphase reflektieren und evaluieren Sie Ihre Erfahrungen und Kompetenzen mit uns.

Kooperationspartner in Deutschland

Friesenhörn-Nordsee-Klinik Dangast
Herz Jesu Krankenhaus Fulda
Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg
Klinikum Bad Hersfeld
Klinikum Fulda
Klinikum Hanau
Krankenhaus Alsfeld
Main-Kinzig Kliniken Therapiezentrum Gelnhausen
Main-Kinzig-Kliniken Schlüchtern
Median Kinzigtal Klinik Bad Soden Salmünster
Mediclin Bad Orb
Orthomedica Bad Soden Salmünster
Paracelsus-Elena-Klinik Kassel
Physio Eck Pilgerzell
PhysioPlus im Agapl. Markus KKH FFM
Physiopraxis Braun Helios Klinik Cuxhaven
Pusteblume Therapiehaus Fulda
Reha Klinik Naturana Bad Salzschlirf
St. Katharinen Krankenhaus FFM
Vogelsbergklinik Grebenhain

 

Kooperationspartner weltweit

CERENI Neuropädiatrie, Quito
Neurorehab sur Mer, Collioure
Vivo Neurorehab, Zürich
WINS Foundation Yayasan, Bali

Sie haben bereits einen Berufsabschluss erworben und wollen sich beruflich weiterentwickeln und eine Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Praxis schaffen? Durch Anerkennung der Berufsausbildung verkürzt sich das Studium auf bis zu vier Semester! Wir rechnen Ihnen fast alle Praxiszeiten und das zweite bis fünfte Semester an. Die pauschale Anrechnung beantragen Sie nach Immatrikulation anhand des APEL-Antrags (APEL-Antrag: Antrag zur Anrechnung der Qualifikationen, die über Berufs- und/oder Lebenserfahrung erworben wurden). In Vollzeit könnten Sie Ihr Studium so in zwei Jahren abschließen, oder Sie lassen sich mehr Zeit und verbinden das Studium mit einer Berufstätigkeit.

Im berufsaufbauenden Studiengang

  • erwerben Sie wissenschaftliche und methodische Kompetenzen,
  • befassen sich u. a. mit Konzepten der ambulanten und stationären Behandlung
  • und reflektieren die Strukturen der Gesundheitsversorgung.

  • Hochschulzugangsberechtigung
  • Vorlage eines Gesundheitszeugnisses, welches bescheinigt, dass die Bewerber*in in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes geeignet ist
  • Bewerber*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1 des Europäischen Referenzrahmens (DSH-2 oder Äquivalent) nachweisen.

Mit deutschen Bildungsnachweisen: 15. April bis 15. Juli

Mit ausländischen Bildungsnachweisen: 1. März bis 15. Juli

Studentinnen in der Praxisanleitung zu Physiotherapie

Unsere Ausstattung

In den Theoriemodulen ist fachpraktischer Unterricht eingeflochten. Darin verknüpft sich das in der Theorie erworbene Wissen mit praktischer Umsetzung. Der fachpraktische Unterricht findet in unseren modern ausgestatteten Skillslaboren statt.

Labore virtuell entdecken

Berufschancen nach dem Studium

Die Physiotherapie ist ein fester Bestandteil im Gesundheitswesen mit einem vielfältigen und anspruchsvollen Aufgabenbereich. Physiotherapeuten*innen arbeiten im stationären und ambulanten Bereich der kurativen Versorgung und Rehabilitation sowie im Bereich der Prävention, zum Beispiel in der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Sie erwerben im Studium die Berufszulassung als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut. Damit stehen Ihnen alle Berufsfelder der Physiotherapie in Deutschland offen. Sie können im Rahmen von Präventionsmaßnahmen der Krankenkassen, in Physiotherapiepraxen, in Akut- und Rehabilitationskliniken, in Pflegeinrichtungen, im Fitness- und Wellnessbereich, in Sportvereinen, in der Leitung einer Physiotherapieabteilung oder in der Betrieblichen Gesundheitsförderung tätig sein.

Durch ihre akademische Ausbildung können Absolventinnen und Absolventen des Studienangebots Physiotherapie als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an Hochschulen oder Universitäten arbeiten und dort etwa in Projekten oder in der klinischen oder sozialwissenschaftlichen Forschung tätig sein. In konsekutiven Studienangeboten haben sie die Möglichkeit, direkt nach dem Studium oder später ein Master-Studium im Bereich Wissenschaft und Forschung, Pädagogik, Management oder zum Beispiel Public Health zu absolvieren.

Rund ums Fach

Ihr Fachbereich

Der Studiengang ist ein Angebot des Fachbereichs Gesundheitswissenschaften. Informieren Sie sich auf den Webseiten des Fachbereichs über Ihr neues Umfeld, die Lehre, Labore und Ihre zukünftigen Professor*innen.

Zum Fachbereich Gesundheitswissenschaften

Weiterführende Studiengänge

Public Health (Master)

Kontakt bei Fragen

Fachliche Beratung

Olga Koch

Studiengangskoordinatorin der Studiengänge Physiotherapie B. Sc., Hebammenkunde B. Sc., Interprofessionelles Management in der Gesundheitsversorgung M. Sc.

olga.koch(at)gw.hs-fulda.de +49 661 9640-6401

Fachliche Beratung

Prof. Dr. Udo Wolf

Physiotherapie

udo.wolf(at)gw.hs-fulda.de +49 661 9640-6010

Fachliche Beratung

Gesche Jacobs

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Studiengang Physiotherapie

Fachliche Beratung

Christian Schütz

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Physiotherapie