Tag des Stipendiums: 13. Juni 2018


Finanzielle Förderung nicht nur für Überflieger

ZSB verzeichnet vollen Erfolg beim „Tag des Stipendiums“

Über hundert Interessierte folgten der Einladung der Zentralen Studienberatung zum „Tag des Stipendiums“ am Mittwoch, 13. Juni 2018.

Bereits am Vormittag ließen sich ca. 40 Besucher*innen von den Mitarbeiter*innen ZSB im Rahmen persönlicher Gespräche über finanzielle Fördermöglichkeiten ausgiebig beraten. Darüber hinaus war ein Stipendiat zugegen und konnte aus seinen eigenen Erfahrungen zahlreiche Tipps und Ratschläge geben.

Die darauf folgende Info-Veranstaltung am Nachmittag stieß bei den rund 70 Gästen ebenfalls auf gute Resonanz. Nach der offiziellen Begrüßung sowie ersten, einführenden Informationen zum Thema stellten Stipendiat*innen ihre jeweiligen Förderwerke anschaulich dar. Übrigens waren mit ihnen fast alle der insgesamt dreizehn Förderinstitutionen vertreten. Außerdem informierten Ansprechpartner*innen zum Deutschlandstipendium, von Arbeiterkind.de, des International Office sowie inter.research zu ihren speziellen Auslandsstipendien.

Anschließend standen die Expert*innen – einschließlich der Stipendiat*innen – fast zwei Stunden für Fragen jeder Art zur Verfügung. „Ich denke, wir konnten am heutigen ‚Tag des Stipendiums‘ ordentlich viel Mut machen“, freut sich ZSB-Leiterin Susan Gamper über den intensiven und lebendigen Austausch mit den zahlreichen Teilnehmer*innen der Veranstaltung und Marie Lorsbach, zuständig für Stipendienberatung, ergänzt: „Es ist wichtig, herkömmliche Annahmen aus den Köpfen zu nehmen, Stipendien seien nur etwas für Überflieger und man selbst käme keinesfalls in Frage. Viele informieren sich deshalb erst gar nicht in diese Richtung. Aber genau dazu wollen wir ermutigen.“

Wer bis zum nächsten „Tag des Stipendiums“ im kommenden Jahr nicht warten will, kann sich jederzeit gerne an Marie Lorsbach von der Stipendienberatung der Hochschule Fulda wenden:

E-Mail: marie.lorsbach@verw.hs-fulda.de und/oder vorab die Webseite besuchen: www.hs-fulda.de/stipendium

So war der Tag des Stipendiums 2016

Am 7. Dezember 2016 hat der 2. Tag des Stipendiums an der Hochschule Fulda stattgefunden. Rund 100 Teilnehmende fanden sich ein und gestalteten gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag, bei dem es nicht nur darum ging, über Stipendien zu informieren, sondern auch aktiv voranzutreiben, dass es künftig mehr Stipendiatinnen und Stipendiaten an der Hochschule Fulda gibt.  

Ein Stipendium ist nach wie vor eine der attraktivsten Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums. Je nach Art des Stipendiums kann man eine monetäre Unterstützung bis zum vollen Bafög-Satz monatlich erhalten. Das Gute: Geld, das man über ein Stipendium erhält, muss nicht zurückgezahlt werden. Nicht zu unterschätzen seien aber auch die ideellen Förderungen, bestätigen die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die am Tag des Stipendiums ihre unterschiedlichen Förderwerke repräsentieren. Seminare, Bewerbungstrainings, Auslandsaufenthalte und ein gutes Netzwerk machen ein Stipendium zusätzlich attraktiv.

„Wir möchten, dass es an unserer Hochschule künftig noch mehr Studierende gibt, die von einem Stipendium profitieren“, erklärt Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze, Vizepräsidentin für Lehre und Studium. Und weil dafür die Unterstützung der Lehrenden sehr entscheidend sei, stehe der Tag unter dem Motto „Wie können wir eine Stipendienkultur an unserer Hochschule etablieren?“.

Das Deutschlandstipendium hat sich in Fulda mittlerweile gut etabliert. Doch bezüglich der anderen möglichen Stipendien hat die Hochschule gegenüber den Universitäten noch immer Aufholarbeit zu leisten.   

„Noch immer gibt es zu viele Vorurteile darüber, wer ein Stipendium bekommen kann“, erklärt Wolf Dermann von Arbeiterkind.de. Zwar werde eine gute Leistung von den Studierenden erwartet, doch das bedeute nicht zwangsläufig, dass man einen Notendurchschnitt von 1,0 benötige. Genauso wichtig sei es, dass man sich gesellschaftlich engagiere. Das könne die freiwillige Feuerwehr sein, ein kirchliches oder politisches Engagement, die Aktivität in einem Verein, aber auch die Pflege eines Angehörigen. „Die meisten Studierenden glauben einfach nicht daran, dass sie für ein Stipendium in Frage kommen“, sagt Dermann. Daher sei es wichtig, vor allem die Selbstwahrnehmung zu reflektieren und mehr Mut zu haben, es einfach mit einer Bewerbung um ein Stipendium zu versuchen. Dabei gibt es in Deutschland einige Möglichkeiten zur Auswahl – sowohl die so genannten 13 großen Förderwerke als auch zahlreiche kleine und sehr spezifische Organisationen, die eine ganz bestimmte Zielgruppe fördern, wo etwa die regionale Herkunft oder der Beruf der Eltern eine Rolle spielt. Es sei wichtig, so Dermann, dass man sich gut informiere, damit man auch die passende Förderung für sich findet. Und diesen Weg der Recherche und Auswahl solle man nicht alleine gehen, sondern sich unbedingt Unterstützung holen. Das können Eltern, Freunde, Dozenten oder auch die Zentrale Studienberatung sein.

Im Anschluss an Dermanns Vortrag zur deutschen Stipendienlandschaft leitete Prof. Dr. Martina Ritter, Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen, eine Podiumsdiskussion, bei der ganz verschiedene Perspektiven aufeinandertrafen. Aktuelle sowie ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen, Prof. Dr. Carola Bauschke-Urban als Vertrauensdozentin der Hans-Böckler-Stiftung sowie Frau Ilona Jehn als Vertreterin des Deutschlandstipendiums bemühten sich, die Zuhörenden für eine Bewerbung um ein Stipendium zu motivieren und Ängste abzubauen. Selbst das Scheitern im Sinne einer Absage, so waren sich alle einig, bringe einen in der persönlichen Entwicklung weiter. Man solle es durchaus weiter versuchen und sich nicht entmutigen lassen.  

Zur Kaffeepause nutzen dann alle Teilnehmende intensiv die Chance, sich an den acht Informationsständen einiger vertretener Förderwerke zu informieren und persönliche Fragen los zu werden.

Im Anschluss an die offene Runde gab es noch zwei kurze Impuls-Workshops, bei denen alle aktiv ihre Ideen einbringen konnten, wie wir künftig die Stipendienkultur an der Hochschule gestalten könnten. „Denn“, so betont Becker-Schwarze, „diese Veranstaltung soll als Auftakt verstanden werden. Wir möchten das Thema mit allen Beteiligten der Hochschule vorantreiben.“ Aus diesem Grund ist bereits für den 18. Januar um 11 Uhr ein Arbeitstreffen anberaumt worden. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen oder bei künftigen Aktionen mitzuwirken, kann sich gern bei Frau Marie Lorsbach aus der Zentralen Studienberatung melden.

Abschließend eröffnete Frau Becker-Schwarze einen Kreativwettbewerb. Die Stipendienberatung an der Hochschule Fulda soll künftig das Leitbild „Ermutigen, Beraten, Fördern“ tragen. Hierfür gilt es nun, noch ein passendes Motiv in Form eines Bildes oder Logos zu finden. Die Gestaltung ist dabei noch vollkommen offen und alle Ideen sind herzlich willkommen. Vorschläge können ebenfalls an Frau Lorsbach gesendet werden. Einsendeschluss ist der 17. Januar 2017. Das erwählte Motiv erhält ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro. Auch mit diesem Wettbewerb soll verdeutlicht werden, dass wirklich alle dazu aufgerufen sind, die Stipendienkultur an der Hochschule Fulda mitzugestalten.

Infostände:

  • Erasmus-Stipendium
  • Arbeiterkind.de
  • Deutschlandstipendium
  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Hans-Böckler-Stiftung
  • Cusanuswerk
  • Evangelisches Studienwerk Villigst

Ihre Ansprechpartnerin

Marie-Christine Lorsbach

Marie-Christine Lorsbach

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