Alumnibericht von Carmen Rummelhagen

Beruf:
Fallmanagerin im Kreisjobcenter

Abschluss:
Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung (B.A.)

Abschlussjahr:
2018

Als Carmen Rummelhagen nach einem passenden Studium suchte, stand eins für sie fest: Es sollte im sozialen Bereich angesiedelt sein. „Ich möchte Menschen in schwierigen Lebenslagen dabei helfen, ihre Situation zu verbessern“, sagt die gebürtige Fuldaerin. Sie entschied sich schließlich für den Studiengang Soziale Sicherung, Inklusion, Verwaltung (B.A.), kurz: BASS, an der Hochschule Fulda.

Neben der inhaltlichen Ausrichtung gefiel ihr, dass BASS ein dualer Studiengang ist. „So konnte ich gleich Geld verdienen.“ Einen großen Teil ihrer Praxisphasen verbrachte sie im Kreisjobcenter in Fulda. Im März 2018 machte sie ihren Abschluss ─ und wurde direkt übernommen. Ihr Arbeitstag wird hauptsächlich von Terminen bestimmt, bei denen sie Langzeitarbeitslose berät und betreut. Nach den Gesprächen steht „Papierkram“ an, das heißt: Dokumentation und andere Verwaltungsaufgaben.

Das duale Studium hat sie auf die Anforderungen ihrer Stelle gut vorbereitet, findet Rummelhagen. Dazu trug zum einen ihre Anleiterin im Kreisjobcenter bei, zum anderen Module wie ein Praxisprojekt, das sich über drei Semester erstreckte. „Dabei habe ich gelernt, dass in der Praxis nicht alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Das war eine sehr hilfreiche Lektion.“ Im ersten Jahr des Studiums wurde sie langsam an ihre Aufgaben herangeführt. Erst später übernahm sie eigene Fälle.

Ihre offizielle Berufsbezeichnung ist „Arbeitsvermittlerin". „Wir machen aber viel mehr“, sagt die 30-Jährige. Passender findet sie deshalb die Bezeichnung „Fallmanagerin“. Ihre Klientinnen und Klienten haben zum Teil körperliche oder psychische Einschränkungen. Oft reicht die Schul- oder Berufsausbildung für den Arbeitsmarkt nicht aus, auch Schulden sind häufig ein Thema. „In vielen Fällen müssen wir uns erst einmal um eine Menge anderer Dinge kümmern, bevor wir uns damit beschäftigen, den Menschen eine Arbeit zu vermitteln", sagt Rummelhagen. Die schönsten Momente sind für sie, wenn Klientinnen und Klienten vorbeikommen, um sich für ihre Unterstützung zu bedanken. „Es macht mich glücklich, wenn ich merke, dass ich jemandem wirklich helfen konnte.“

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