Showroom "Hybride Lehre"

In der Woche vom 20.-24.9.2021 hat die Abteilung DLS in den Räumen 41(B).103/104  jeweils von 9-15 Uhr einen Showroom zur hybriden Lehre eingerichtet. Interessierte Lehrende sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von verschiedenen technischen Umsetzungsmöglichkeiten zu machen und diese auszuprobieren.

 

Szenarien zur hybriden Lehre

Hybride Lehre zeichnet sich dadurch aus, dass eine Teilnahme an der Lehrveranstaltung sowohl vor Ort als auch extern, beispielsweise über ein Videokonferenzsystem, ermöglicht wird. Dies stellt Sie als Lehrperson vor besondere Herausforderungen, sowohl die didaktische als auch die technische Umsetzung betreffend. 
Im Folgenden werden verschiedene hybride Lehrszenarien beschrieben sowie Hilfestellung gegeben, wie Sie Ihre bereits konzipierte Lehrveranstaltung in hybrider Form durchführen können.

Betrachtet werden die drei Lehrveranstaltungstypen Vorlesung, seminaristischer Unterricht und Laborpraktikum. Klicken Sie einfach auf das entsprechende Schlagwort, um das Szenario aufzurufen.

Hybride Vorlesung

Hybride Vorlesungen lassen sich recht einfach umsetzen: Die Vorlesung vor Ort wird über ein Videokonferenzsystem an die externen Teilnehmenden übertragen. 

Merkmale und Voraussetzungen: 
Bei Vorlesungen handelt sich meist um Veranstaltungen mit nur eingeschränkter Interaktion. Diese beschränkt sich mehrheitlich auf das Beantworten von Fragen aus dem Zuschauerraum, unabhängig davon, ob dieser nun vor Ort oder digital zur Verfügung steht. Ein Rückkanal für Fragen der externen Teilnehmenden muss also gewährleistet sein. 
Das E-Learning-Labor der Hochschule Fulda stellt Ihnen alle hier beschriebenen technischen Hilfsmittel gerne für Tests zur Verfügung, sodass Sie sich einen eigenen Eindruck von deren Mehrwert machen können.

Einfachste technische Umsetzung: 
Technische Hilfsmittel: Notebook, externes Mikrofon/Lautsprecher und Beamer
Als minimale Lösung reicht ein Notebook mit entsprechender Videokonferenzsoftware bereits aus, um eine Präsenzveranstaltung in eine hybride Lehrveranstaltung zu übertragen. Hilfreich dabei ist die Nutzung eines Tellermikrofons, das gleichzeitig als Mikrofon und Lautsprecher dient und mit dem Notebook verbunden ist. Dies gewährleistet Ihnen entsprechende Bewegungsfreiheit im Veranstaltungsraum, ohne mit einem erhöhten Verlust der Klangqualität rechnen zu müssen. Gleichzeitig beschallt der in das Tellermikrofon integrierte Lautsprecher den Raum, sodass auch die Teilnehmenden vor Ort Wortmeldungen von externen Teilnehmenden verfolgen können.
Der Beamer kann einerseits für die Präsentation von Materialien genutzt werden, aber andererseits auch um die externen Teilnehmenden für die Teilnehmenden vor Ort sichtbar zu machen. 

Mögliche Erweiterungen:
Externe Webcam: Reicht Ihnen die integrierte Webcam des Notebooks nicht aus, können Sie ggf. mit einer externen Webcam aufrüsten. Auf einem Stativ angebracht bringt dies den Vorteil, dass Sie einen ganz individuellen Bildausschnitt für Ihr Kamerabild wählen können und bei Bedarf auch die Teilnehmenden vor Ort (nach entsprechender Freigabe durch die Teilnehmenden) mit in die Videokonferenz einbeziehen können.

Hybrider seminaristischer Unterricht

Wie eine hybride Vorlesung ist auch der hybride seminaristische Unterricht auf die Nutzung eines Videokonferenzsystems angewiesen.

Merkmale und Voraussetzungen: 
Anders als eine Vorlesung lebt der seminaristische Unterricht von Interaktion – vor allem von Interaktion zwischen den Teilnehmenden untereinander. Die Lehrperson agiert eher als Impulsgeber und Lernbegleiter. Die Teilnehmenden erarbeiten in Einzelarbeit, in Kleingruppen oder im Plenum die gewünschten Inhalte.

Einfachste technische Umsetzung: 
Anders als bei der hybriden Vorlesung gibt es aufgrund der verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten im seminaristischen Unterricht nicht die „eine“ einfachste technische Umsetzung. Je nach Anwendungsszenario werden andere Schwerpunkte gesetzt und entsprechend andere Hilfsmittel benötigt. Die Standardausrüstung besteht allerdings auch hier aus den technischen Hilfsmitteln, die bei der hybriden Vorlesung zum Einsatz kommen und oben beschrieben werden.

Technische Hilfsmittel: Notebook, externes Mikrofon/Lautsprecher und Beamer

Über das Setting bei hybriden Vorlesungen hinaus werden im Folgenden vier Szenarien beschrieben.

Szenario 1: Teilnehmende präsentieren Inhalte
Präsentieren Teilnehmende vorbereitete Inhalte in der Veranstaltung, ist darauf zu achten, dass die jeweils andere Gruppe der Teilnehmenden, also entweder extern oder vor Ort, ebenfalls die Möglichkeit erhält, der Präsentation zu folgen. Stellen Teilnehmende vor Ort Inhalte vor, müssen diese über das Videokonferenzsystem geteilt werden. Präsentieren externe Teilnehmende, müssen diese über das Beamerbild sichtbar sein. 

Szenario 2: Gruppenarbeit – externe und Teilnehmende vor Ort in getrennten Gruppen
Bei getrennten Gruppenarbeiten sind externe Teilnehmende ausschließlich mit anderen externen Teilnehmenden in einer Gruppe und Teilnehmende vor Ort ausschließlich mit ebenfalls vor Ort anwesenden Teilnehmenden in einer Gruppe. Die Gruppen können dann unabhängig voneinander betreut werden. Für die externen Teilnehmenden werden Teilgruppensitzungen in der Videokonferenz gestartet. Vor Ort setzen sich die Teilnehmenden in ihren Gruppen zusammen.

Szenario 3: Gruppenarbeit – externe und Teilnehmende vor Ort in gemischten Gruppen
Weitere technische Hilfsmittel: mobile Endgeräte, wie Smartphones, Tablets oder Notebooks
Mischt man die Gruppen der externen und vor Ort Teilnehmenden, muss für Gruppenarbeiten sicher gestellt werden, dass die Teilnehmenden untereinander kommunizieren können. Dafür sind weitere mobile Endgeräte notwendig, über die in den Teilgruppensitzungen der Videokonferenz die externen Teilnehmenden mit den Teilnehmenden vor Ort, die sich in derselben Gruppe befinden, kommunizieren können. Je nach Gruppengröße vor Ort ist dafür ggf. zusätzlich eine externe Webcam zu nutzen. 

Szenario 4: Arbeiten im Plenum
Weitere technische Hilfsmittel: 360°-Grad-Kamera mit automatischer Fokussierung auf den Sprecher
Arbeiten im Plenum, wie bspw. Gruppendiskussionen, lassen sich mit Hilfe einer externen 360°-Kamera am besten ermöglichen. Alle Teilnehmenden vor Ort werden so in die Videokonferenz integriert und können direkt mit den externen Teilnehmenden kommunizieren. Verfügt die 360°-Grad-Kamera über die Funktionalität den aktiven Sprecher in den Vordergrund zu nehmen, verbessert dies die Erfahrung zusätzlich: Die externen Teilnehmenden in der Videokonferenz können so direkt den Wortbeitrag einem Teilnehmenden zuordnen. 

Mögliche Erweiterungen:
Externe Webcam: Reicht Ihnen die integrierte Webcam des Notebooks nicht aus, können Sie ggf. mit einer externen Webcam aufrüsten. Auf einem Stativ angebracht bringt dies den Vorteil, dass Sie einen ganz individuellen Bildausschnitt für Ihr Kamerabild wählen können und bei Bedarf auch die Teilnehmenden vor Ort (nach entsprechender Freigabe durch die Teilnehmenden) mit in die Videokonferenz einbeziehen können.
Weitere Tellermikrofone: In größeren Gruppen kann es nötig sein, mehrere Tellermikrofone im Raum zu verteilen, sodass die Tonübertragung im gesamten Raum gewährleistet ist.

Hybrides Laborpraktikum

Hybride Laborpraktika erfordern eine sehr individuelle Betrachtung. Die Möglichkeiten sind hier so umfangreich, dass sich keine allgemeine Empfehlung für die Umsetzung aussprechen lässt. 
Um Ihnen die Möglichkeiten zu demonstrieren, möchten wir Ihnen hier ein Beispielaufbau aus dem LT-Technikum zeigen. Die Videoaufzeichnung von praktischen Demonstrationen im Labor konnten hier gewinnbringend in der Lehre eingesetzt und anschließend als Lehrfilm in der Inputphase der Lehrveranstaltung integriert werden:

Wir entwickeln gerne mit Ihnen gemeinsam individuell auf Sie zugeschnittene Lösungen für die Durchführung Ihrer hybriden Laborveranstaltung. Melden Sie sich dafür einfach bei unserem Experten für Medienproduktionen Jan Lingelbach.