2017 wurde die Antidiskriminierungs-Richtlinie der Hochschule Fulda mit Zustimmung des Senats vom Präsidium beschlossen. Die sich daraus abgeleitete Antidiskriminierungsstelle (ADS) ist mit der Umsetzung der Richtlinie beauftragt. Die Antidiskriminierungsstelle wirkt in ihrer Arbeit auf die Implementierung der Antidiskriminierungsrichtlinie der Hochschule Fulda hin. 

Ziel

Ziel der ADS ist der Abbau von Benachteiligungen und Belästigungen bzw. Mobbing im Bereich der Hochschule Fulda aufgrund eines schützenswerten Merkmales, durch die Sensibilisierung aller Hochschulangehörigen/-mitglieder und die Beratung und Begleitung von Betroffenen.  

Aufgaben

  • Einzel- und Verweisberatung von allen Hochschulmitgliedern und –angehörigen insbesondere Studierenden im Bereich Diskriminierung sowie deren Unterstützung im Prozess der Konfliktlösung
  • Sensibilisierung aller Hochschulangehörigen und das Sichtbarmachen von Diskriminierung an der Hochschule 
  • Vernetzung und Kooperation mit bestehenden Beratungsangeboten und Stellen

 

Was ist eine Diskriminierung?

Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Menschen aufgrund:

  • der ethnischen Herkunft bzw. rassistischen Zuschreibungen,
  • des Geschlechts,
  • der Religion oder Weltanschauung,
  • des Alters,
  • der sexuellen Identität,
  • einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung
  • der regionalen Herkunft
  • des sozialen Status oder
  • körperlicher Merkmale

benachteiligt werden und dafür kein sachlicher Grund vorliegt.

Eine unmittelbare Diskriminierung ist eine direkte Benachteiligung einer Person aufgrund einer der genannten Gründe. 

Unter einer mittelbaren Benachteiligung versteht man Regularien und Verfahren, durch die Menschen aufgrund einer der oben aufgelisteten Merkmale eine schlechtere Behandlung erfahren als Menschen, die dieses Merkmal nicht aufweisen. Beispiele hierfür sind eine unzureichende Barrierefreiheit oder, wenn bestimmte Angebote nur zu Uhrzeiten angeboten werden, zu denen Alleinerziehende keine Betreuung erhalten können. Zudem sind statistisch gesehen Frauen deutlich häufiger alleinerziehend als Männer. Eine Diskriminierung liegt nicht vor, wenn die Benachteiligung sachlich gerechtfertigt ist und die Mittel angemessen und erforderlich sind (zum Beispiel ein Mentoringprogramm in MINT-Fächern, welches Männern nicht offen steht).

Die ADS berät sowohl zu direkter, unmittelbarer als auch indirekter, mittelbarer Benachteiligungen aufgrund einer der genannten Gründe und führt Maßnahmen durch um diesen entgegenzuwirken.