Diversity-Management an der Hochschule Fulda

Das Thema „Chancengleichheit & Diversität“ wurde im Sommer 2014 im Präsidium der Hochschule Fulda verortet und der Vizepräsidentin für Lehre und Studium zugeordnet. Um dieses Thema systematisch voranzutreiben hat sich die Hochschule Fulda im Jahr 2014 erfolgreich für die Teilnahme am Diversity-Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft beworben. Nach erfolgreichem Durchlaufen des zweijährigen Auditierungsprozesses wurde die Hochschule schließlich im Februar 2017 mit dem Zertifikat "Vielfalt gestalten" ausgezeichnet.

Seitdem wird die Diversity-Strategie der Hochschule Fulda kontinuierlich weiterentwickelt, um Benachteiligungen entgegenzuwirken und eine Diversitätskultur verstärkt zu fördern. So wurden bereits in verschiedenen Konzepten und Leitlinien wichtige Aspekte der Antidiskriminierungs- und Diversity-Arbeit aufgegriffen mit dem Ziel diese nachhaltig zu verankern.

Die Hochschule Fulda strebt folgende diversitätsorientierte Grundziele an:

  • Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt als Ressource
  • Sicherung von Chancen-­ und Bildungsgerechtigkeit
  • Schaffung einer diskriminierungsfreien Lern-­ und Arbeitsumwelt

Konzepte, Leitlinien und rechtliche Grundlagen

Antidiskriminierungsrichtlinie

Das Präsidium hat am 18. Mai 2017 nach Zustimmung des Senats vom 10. Mai 2017 die Antidiskriminierungsrichtlinie beschlossen. 

Diese gilt für alle Mitglieder (Beschäftigte, Studierende) und Angehörige (Lehrbeauftragte, Gasthörer*innen, Weiterbildungsteilnehmer*innen u.a.) der Hochschule Fulda. Damit sind auch Personen einbezogen, die arbeits- oder dienstrechtlich nicht an die Hochschule gebunden und daher vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht erfasst sind.

Weitere Informationen sowie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz finden Sie auf den Seiten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Gleichstellungskonzept 2.0 des Gleichstellungsbüros

Die gleichberechtigte Teilhabe von allen Geschlechtern ist integraler Bestandteil der Organisationsentwicklung und der Steuerungsprozesse der Hochschule Fulda. Um dies nachhaltig umzusetzen, hat die Hochschule das Thema Frauenförderung und Gleichstellung zu einer Querschnittsaufgabe gemacht und dies sowohl in verbindlichen Regelungen als auch in Funktionen verankert.

Einen umfassenden Überblick über die Gleichstellungsarbeit der Hochschule Fulda finden Sie in dem Gleichstellungskonzept 2.0.

Hessischer Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt

Am 29.05.2017 hat das hessische Kabinett den Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt beschlossen. Der Aktionsplan soll nicht nur eine politische Zielbestimmung sein, sondern dokumentiert auch das Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses zahlreicher LGBT*IQ-Selbstvertretungsorganisationen. Die in den nächsten Jahren anstehenden Vorhaben des Landes Hessen werden in 10 Handlungsfelder unterteilt und konkretisiert.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration oder auf den Seiten des ehemaligen Referatsbereichs für Gleichgeschlechtliche Lebensweisen.

Hochschulentwicklungsplan 2016 - 2020

Ausgangspunkt der Entwicklungsplanung ist das Leitbild der Hochschule Fulda, welches 2002 verabschiedet und seither kontinuierlich angepasst und aktualisiert
wurde. Im Zuge der Erneuerung des Hochschulentwicklungsplans für den Zeitraum 2016-­2020 wurden die vereinbarten Ziele und Maßnahmen um die Aspekte der Chancengleichheit und Diversität erweitert und entsprechend verankert. In den kommenden Jahren strebt die Hochschule in diesem Bereich vor allem die Erstellung eines Gesamtkonzepts sowie eine umfassende Vernetzung an.

Sprach- und Kommunikationsleitfaden - Gender und Diversität

Ein gender- und diversitätssensibler Sprachgebrauch ist ein wesentlicher Beitrag zur Weiterentwicklung einer wertschätzenden und Vielfalt anerkennenden Hochschulkultur. Gender- und diversitätssensible Sprache spiegelt die gemeinsamen Werte und Leitprinzipien unserer Hochschule wider. Sie ist eindeutig und inklusiv und ermöglicht so nicht nur das korrekte Ansprechen der gemeinten Personen, sondern sorgt auch dafür, dass alle, die gemeint sind, sich auch angesprochen fühlen.

Bei Fragen oder für weitere Informationen geht's hier weiter

Zielvereinbarungen der Hochschule Fulda mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Am 3. März 2016 wurden die Zielvereinbarungen zwischen den dreizehn staatlichen Hochschulen Hessens und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) unterschrieben. Diese legen fest, mit welchen konkreten Ziel- und Zeitangaben die Umsetzung des Hessischen Hochschulpakts erfolgen soll. Der Hochschulpakt ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über ein gemeinsames Programm, welches zum Ziel hat, der steigenden Zahl der Studienberechtigten ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen, die Forschung an Hochschulen weiter zu stärken sowie eine Antwort auf den wachsenden Fachkräftebedarf auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen. Mit den Zielvereinbarungen werden die Ergebnisse des Dialogs zwischen den hessischen Hochschulen und dem Ministerium zu den Schwerpunktsetzungen im Planungszeitraum 2016 bis 2020 hochschulindividuell festgehalten.

Zur Zielvereinbarung 2016 bis 2020

Gremien und Netzwerke

Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Sie wurde im Jahre 2006 mit dem Ziel gegründet, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt voranzubringen. Ein Umfeld, dass frei von Vorurteilen und Diskriminierung ist, steht damit im Fokus. Inzwischen haben über 2800 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt mehr als 9,4 Millionen Beschäftigten (darunter auch zahlreiche Bundesländer, Städte, Ministerien und Hochschulen) die Charta unterzeichnet. Seit April 2018 gehört auch die Hochschule Fulda zu den Unterzeichner*innen und bekennt sich damit zu den sechs Leitsätzen der Charta der Vielfalt. Diese und weitere Informationen finden Sie hier.

Um öffentlich für Vielfalt einzutreten und zu sensibilisieren, hat die Charta der Vielfalt den Diversity-Tag ins Leben gerufen. An diesem soll jährlich dazu motiviert werden, sich durch Aktionen, Vorträge, Infoveranstaltungen, etc. für Vielfalt in der eigenen Organisation einzusetzen. Auch die Hochschule Fulda beteiligt sich seit 2018 an diesem Tag. Zur Übersicht der bisher stattgefundenen Veranstaltungen geht es hier.

Gleichstellungskommission

Die Gleichstellungskommission ist ein Gremium des Präsidiums. Ihre wichtigsten Funktio­nen liegen in der aktiven Weiterentwicklung der Gleichstellungspolitik der Hochschule Fulda, der Koordination der daraus abgeleiteten Maßnahmen sowie der Kommunikation und Kooperation inner­halb und außerhalb der Hochschule Fulda.

Weitere Informationen über die Aufgaben der Gleichstellungskommission finden Sie hier.

Lenkungskreis

Der Lenkungskreis wurde 2015 im Rahmen des Diversity-Audits „Vielfalt gestalten“ gegründet. Er übernimmt die operative Verantwortung der einzelnen Diversity-Maßnahmen. Den Vorsitz hat die Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze, inne. Neben ihr sind im Lenkungskreis alle interessierten Mitarbeitenden aus Verwaltung und Fachbereichen, die sich mit diversitätsrelevanten Themenfeldern beschäftigen und den Implementierungsprozess sowie einzelne Maßnahmen mitgestalten wollen, vertreten. Für die Gruppe der Studierenden ist der Asta mit dem Diversity- sowie LGBTIQ-Referat vertreten. Zurzeit beschäftigt sich der Lenkungskreis mit der Organisation einzelner Arbeitsgruppen zu den Themen Antidiskriminierung und Sensibilisierung von Studierenden und Lehrenden, Interkulturalität, soziale Herkunft sowie Diversity-Monitoring. Aus den einzelnen Arbeitsgruppen sollen verschiedene Projekte hervorgehen, die auf ein erhöhtes Bewusstsein für Diversität und die Sicherung von Chancen- und Bildungsgerechtigkeit aller Hochschulangehörigen abzielt.

Netzwerk Diversity an Hochschulen

Das Netzwerk Diversity an Hochschulen ist ein bundesweites kollegial arbeitendes Netzwerk von Mitarbeiter*innen, die auf operativer und strategischer Ebene mit der Umsetzung von Diversity- und Antidiskriminierungs-Aufgaben an deutschen Hochschulen betraut sind. Ziel ist der kollegiale Erfahrungs- und Fachaustausch zur weiteren Förderung der Diversity-Aktivitäten innerhalb der einzelnen Hochschulen. Weitere Informationen zum Netzwerk und den zweimal jährlich stattfindenden Netzwerkstreffen finden Sie hier.

Auditierung und Auszeichnungen

audit familiengerechte hochschule

Mit dem audit familiengerechte hochschule werden Hochschulen zertifi­ziert, die eine familiengerechte Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen anstre­ben und entsprechend eine familienfreundliche Personalpolitik umsetzen. Die Hochschule Fulda nimmt seit 2006 an dem Audit teil und wurde 2013 zum dritten Mal zertifiziert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Diversity-Audit "Vielfalt gestalten"

Um das Thema Diversität und Chancengleichheit, insbesondere mit Blick auf Studierende, an der Hochschule Fulda systematisch voranzutreiben, nimmt die Hochschule Fulda seit 2015 am Auditierungsverfahren „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft teil. Im Februar 2017 wurde die Hochschule Fulda erstmals mit dem Zertifikat "Vielfalt gestalten" ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Diversity-Audit finden Sie hier.

TOTAL E-QUALITY

TOTAL E-QUALITY steht für die Etablierung und nachhaltige Verankerung von  Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf und in der Wissenschaft. Die Hochschule Fulda erhielt 2018 bereits zum vierten Mal das Prädikat für die erfolgreiche Umsetzung personal- und institutionspolitischer Maßnahmen in diesem Bereich. Weitere Informationen zum TOTAL E-QUALITY Prädikat an der Hochschule Fulda finden Sie hier