Gender und Sprache

Mit einer gleichwertigen, differenzierten und stereotypfreien Geschlechterdarstellung können Sie helfen, strukturellen Benachteiligungen und deren Reproduktion im Alltag entgegenzuwirken, und Ihre Mitmenschen gleichzeitig für diese sensibilisieren.

Entsprechend § 8a der VerwGO werden folgende Schreibweisen an der Hochschule Fulda bevorzugt: 

Sprachliches Neutralisieren

Dort wo alle Geschlechter gemeint sind, bewusst keine geschlechtliche Zuschreibung geschehen soll oder keine bestimmte Geschlechtergruppe angesprochen wird, kann das Geschlecht sprachlich neutralisiert werden.

Entscheiden Sie entsprechend des Kontextes, ob eine sprachliche Neutralisierung die beste Option ist. Je nach Inhalt und Intention kann auch eine sprachliche Sichtbarmachung sinvoller sein. Dies gilt insbesondere für Zusammenhänge, in denen eine geschlechtliche Zuschreibung gewünscht ist (z.B. wenn Sie die Leitungsfunktion oder den Studienerfolg einer oder mehrerer Frauen herausstellen wollen).

Zur sprachlichen Neutralisierung des Geschlechtes haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Geschlechtsneutrale Substantive

geschlechtsneutrale Substantive und Abstraktionen mit den Endungen "-ung", „-person“, „-kraft“, „-leute“, „-berechtigte“, „-hilfe“!

Beispiele

die Person, das Mitglied, der Mensch, die Leitung, das Dekanat, der Vorsitz, der Kontakt, die Mitarbeit, die Vertretung, etc.

Reinigungskraft statt Reinigungsfrau
Vertrauensperson
statt Vertrauensmann
Ansprechperson/Kontaktperson statt Ansprechpartner

Abteilungsleitung statt Abteilungsleiter

Substantivierende Adjektive

Beispiele

die forschende Person statt Forscherin/Forscher
die prüfende Person, die antragstellende Person, etc.

Substantivierte Partizip-Präsenz-Formen im Plural

Beispiele

Studierende statt Studenten
Mitarbeitende
statt Mitarbeiter
Lehrende
statt Lehrer
Teilnehmende statt Teilnehmer

Geschlechtsneutrale Pluralformen

Geschlechtsneutrale Pluralformen

Die Verwendung von Pluralformen hat den Vorteil, dass komplizierte Formulierungen und Schrägstrichvariationen bezüglich Artikel und Pronomen entfallen.

Beispiele

Die Angestellten werden gebeten, ihre Termine rechtzeitig bekannt zu geben.
     - statt: Der/Die Angestellte wird gebeten, seine/ihre Termine rechtzeitig bekannt zu geben.
Im Rahmen der Gleitzeit organisieren die Beschäftigten ihre Arbeitszeit selbst.

     - statt: Im Rahmen der Gleitzeit organisiert der/die Beschäftige seine/ihre Arbeitszeit selbst.
Weitere Beispiele: Angehörige, (Erziehungs-)Berechtigte, Eltern, Gäste

Benennung der Funktion

Tipp: Nutzen Sie als Bezugspunkt die Tätigkeit einer Person beziehungsweise ihre Gruppenzugehörigkeit oder Funktion.

Beispiele

Das gesamte Kollegium war anwesend.
     - statt: Alle Kolleginnen und Kollegen waren anwesend.
Die Leitung hat Ines Müller.

    - statt: Die Leiterin ist Frau Müller.
Die Vertretung übernimmt Heinz Schmidt.

    - statt: Der Vertreter ist Heinz Schmidt.
Die Teammitglieder haben gute Arbeit geleistet. / Das Team hat gute Arbeit geleistet. / Die Abteilung hat gute Arbeit geleistet.

    - statt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet.

Sprachliche Sichtbarmachung

In diesem Leitfaden werden Geschlechtsidentitäten, die weder "Mann" noch "Frau" entsprechen, mit dem Begriff "nicht-binär" (eng. non-binary) zusammengefasst. Leider kann auch diese Umschreibung zu einer erneuten Kategorisierung beitragen, die es aufzubrechen gilt, oder die Sichtbarkeit der Vielzahl von Identitäten und Geschlechtern vermindern, die eigentlich hergestellt werden soll. Daher sei zunächst betont, dass Geschlechtsidentitäten so vielfältig und zahlreich sein können, wie alle menschlichen Identitäten. Sie können sich auf jedem Punkt des Spektrums zwischen maskulin und feminin verorten, können sich fließend auf ihm bewegen (eng. gender fluidity), sich überhaupt nicht auf dem Spektrum verorten lassen, oder auch gar nicht vorhanden sein (engl. agender).

Die folgenden Schreibweisen ermöglichen die Sichtbarmachung und Einbeziehung von diesen Geschlechtsidentitäten jenseits der Binariät von Frauen und Männern.

Stern (Asterisk)

Der Gender-Stern ist eine Variante des symbolischen Aufbrechens der Geschlechterdualität. Statt einer Leerstelle steht der Stern für eine "Wildcard" für alle Identitäten neben "Frau" und "Mann".

Zur Verbesserung der Lesbarkeit und Verständlichkeit der Texte sollte bei sichtbarmachenden Formulierungen die Schreibweise mit Gender Stern* (vereinfachte Schreibweise, z.B. eine Mitarbeiter*in) gewählt werden.

Lesen Sie dazu bitte auch die Anlage zu § 8a am Ende der VerwGO.  

Bei der vereinfachten Schreibweise wird der * nur im Nomen (Hauptwort) verwendet, und zwar zwischen dem Wortstamm, i. d. R. identisch mit der maskulinen Wortform,und der femininen Endung.

Artikel, Pronomen, Adjektive etc. beziehen sich auf „die Person“ und werden daher i.d.R. nur in der weiblichen Form genutzt.

z.B. die Mitarbeiter*in - umfasst jede mitarbeitende Person, gleich welchen Geschlechts,

eine ausgebildete Akademiker*in – umfasst jede akademisch ausgebildete Person, gleich welchen Geschlechts.

Ist der * mitten im Nomen nicht sinnvoll, wird er an das Ende des Nomens gesetzt.

z.B. die Vorgesetzte*- umfasst jede vorgesetzte Person, gleich welchen Geschlechts.

Beispiele

Die Studierenden sind herzlich eingeladen, auch Familie und Freund*innen mitzubringen.
Eine Kolleg*in sollte die Organisation koordinieren.
Die Student*in hat einen tollen Beitrag geleistet.

Alle Mitarbeiter*innen, die Elternzeit beantragen, müssen die Formulare in der Personalabteilung einreichen.

Aussprache

Die Schreibweise mit Stern kann auch gesprochen werden, indem vor dem „-i“ der Endung eine kurze Pause, ein sogenannter glottaler Stopp, eingefügt wird!

Grammatik

Der Gender-Stern ist in seiner Verwendung und Bedeutung nicht mit verkürzten Schreibweisen wie dem Binnen-I oder dem Schrägstrich zu vergleichen und ersetzt auch nicht das Bindungswort.
die Student*innen =/= "Studentinnen und Studenten"
die Student*in =/= "Studentin oder Student"

Ein Begriff mit inklusiver Schreibweise kann grundsätzlich als ein Wort behandelt werden, welches (wie die Person/Personen, das Mitglied/die Mitglieder, der Gast/die Gäste, etc. auch) geschlechtsneutral ist. Durch den Stern (die „Geschlechter-Wildcard“) zeigen Sie an, dass hier jedes beliebige Geschlecht gemeint ist. Der vermeintlich maskuline Teil des Wortes wird nicht dekliniert.

z.B. der Kurs der Professor*in, die Teilnahme der Student*innen

Nach Rücksprache mit dem Institut für Deutsche Sprache lässt sich im Moment bezüglich des Gender-Sterns festhalten, dass es sich hierbei um eine „typographische Auszeichnungsschreibung“ handelt, welche „außerhalb der orthographischen Norm“ liegt.

Da diese Schreibweise noch nicht kodifiziert ist, „lässt sich […] derzeit nur ein pragmatisches Vorgehen empfehlen, das darin besteht, ein zu den eigenen Bedürfnissen am ehesten passendes Mittel der Markierung aus den vorhandenen Vorschlägen zu wählen […] und dieses einheitlich zu praktizieren, damit keine Interpretationsspielräume entstehen“.

Asterisk and gender in German language

Use of asterisk and underscore in German

You may have already seen that sometimes authors use asterisks and underscores in their texts in way you may not expect them to be use d and in places you may not expect them to appear either. 

Since German is a language that oftentimes misses gender neutral terms for phrases that describe people, groups of people, work positions, etc. it has become customary to use both, the male and female form in texts. In Germany 'students' became 'Studentinnen und Studenten'.

As awareness for non-binary gender identities started to grow, different forms of spellings have been introduced to include these identities and increase their visibility.

The astersisk (e.g. 'Student*innen') is oftentimes referred to as a 'wildcard' for identities on and beyond the spectrum between men and women.

The underscore (e.g. 'Student_innen') symbolizes a free space for non-binary identities.

Both spellings are pronouced the same way, by inserting a little break before the last syllable (e.g. before '-innen')

Our University has agreed to use the asterisk instead of the underscore, and you can expect to see it more frequently now in all sorts of official documents, in class material and on our website.

Eindeutige Form, Artikel sowie Endsilbe

Passen Sie Artikel und Pronomen der jeweiligen Geschlechtsidentität an.

Beispiele

Die Professorin für Mathematik ist Frau Dr.in Müller.
     - statt: Der Professor für Mathematik ist Frau Dr. Müller.
Der zuständige Entbindungspfleger ist Herr Müller.

Eine Informationsveranstaltung für die Informatikstudent*innen findet am Montag statt.

Veränderung des Satzbaus

Adjektive, Partizipien oder Verben

Beispiele

Ärztliche Untersuchungen finden am Montag statt.
     - statt: Untersuchungen durch einen Arzt sind am Montag vorgesehen.
Kollegiale Unterstützung ist selbstverständlich.

     - statt: Unterstützung durch Kollegen ist selbstverständlich.
Herausgegeben wurde das Buch von einer Gruppe bekannter Autor*innen.

     - statt: Herausgeber ist eine Gruppe von bekannten Autoren.
Das Personal wird durch den Personalrat vertreten.

     - statt: Vertreter des Personals sind die Personalräte.
20 Personen haben teilgenommen.

     - statt: 20 Teilnehmer waren anwesend.

Passive Formulierungen

Beispiele

Das Kindergeld wird mit dem Arbeitsentgelt ausgezahlt.
     - statt: Die Mitarbeiter erhalten das Kindergeld mit dem Arbeitsentgelt.
Die Bewerbungsunterlagen sind persönlich einzureichen.

     - statt: Bewerber reichen ihre Unterlagen persönlich ein.

Sätze mit „wer“, „alle“, „diejenigen“, „niemand“, „jemand“

Bilden Sie Sätze mit „wer“, „alle“, „diejenigen“, „niemand“, „jemand“

Doch Achtung: Konsequenterweise sollte sich kein männliches Pronomen anschließen!

Bespiele

Niemand darf wegen der Religionszugehörigkeit benachteiligt werden.
     - statt: Niemand darf wegen seiner Religion benachteiligt werden.
Wenn jemand die persönliche Unterschrift vergessen hat, muss das Formular erneut eingereicht werden.

     - statt: Wenn jemand seine Unterschrift vergessen hat, muss das Formular erneut eingereicht werden.
Wer am Workshop teilnehmen möchte, meldet sich bitte formlos an.

Verzicht auf Possessivpronomen

Verzichten Sie, wenn möglich, auf Possessivpronomen

Beispiele

Kim Schmidt erhält das Arbeitszeugnis nach Vertragsende.
      - statt: Kim Schmidt erhält ihr/sein Zeugnis nach Vertragsende.
Die Student*in kann den Nachweis nachreichen.
     - statt: Der Student kann seinen Nachweis nachreichen.

Anreden, Formulare und Stellenausschreibungen

Formulare und Stellenausschreibungen

Die direkte Anrede vereinfacht auch gendersensible Formulierungen in Formularen und Stellenausschreibungen.

Beispiele

Ihr Name / Ihre Unterschrift / Ihre Adresse
     - statt: Name / Unterschrift / Adresse der Antragstellerin oder des Antragsstellers
Persönliche Daten / Eigene Unterschrift / Eigene Adresse

Soll in Formularen oder Fragebögen das Geschlecht abgefragt werden, geben Sie eine Option jenseits von männlich und weiblich oder erheben Sie das Geschlecht auf einer Skala. 

Beispiele

Abfrage weiterer Geschlechtsidentitäten über Items:

o   Offen
o   Divers
o   Ich kann mich keinem der gennannten Geschlechter eindeutig zuordnen.
o   keine Angabe

Abfrage weitere Geschlechtsidentitäten über Skala:

Wo verorten Sie sich? Machen Sie ein Kreuz auf der Skala.
männlich _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ weiblich

Abfrage weitere Geschlechtsidentitäten über Freifeld:

Geschlecht: __________

Nutzen Sie auch bei Stellenausschreibungen die verschiedenen Schreibweisen. Auf Einheitlichkeit im Textdokument ist zu achten.

Beispiele

An der Hochschule Fulda ist eine Stelle als …

  • Mitarbeiter*in
  • Referent*in
  • Studienkoordinator*in
  • Abteilungsleitung

… zu besetzen.

Juristische Personen

Gilt eine maskuline Personenbezeichnungen sowohl für juristische Personen als auch natürliche Personen kann im Einzelfall die Verwendung der Personenbezeichnung in der maskulinen Form sinnvoll sein.

Zuvor sollte geprüft werden, ob ein entsprechender geschlechtsindifferenter Ausdruck zur Verfügung steht oder ob Umformulierungen möglich sind. Auf Parallelformulierungen kann verzichtet werden, wenn dargelegt werden kann, dass ein besonders hoher Grad an Abstraktheit und Personenferne vorliegt (z.B. Veranstalter, Nutzer, Mieter). Gleiches gilt selbstverständlich auch für Personenbezeichnungen in der femininen Form.

Akademische Titel

Die Sichtbarmachung von Geschlecht bei akademischen Titeln erfolgt über die Endungen „-in“ oder „-a“, die wahlweise hochgestellt werden können.

Beispiele

Professor – Professorin  |  Prof. – Prof.in / Prof.in
Doktor – Doktorin          |  Dr. – Dr.in / Dr.in
Magister – Magistra    |  Mag. – Mag.a / Mag.a

Das Hochstellen ist über die Tastenkombination „Strg“ und „+/*/~“ oder in der Microsoft Word-Menüleiste über das Feld „x2“ möglich.

Außerdem können für „-in“-Endungen ebenfalls Unterstrich und Stern genutzt werden. Dabei ersetzen die Zeichen den Punkt.

Beispiele

Prof*in
Dr*in
Mag*a

Direkte Anrede

Mit der direkten Anrede können Sie auf geschlechtsspezifische Benennungen verzichten.

Beispiele

Reichen Sie bitte die Reisekostenabrechnung zeitnah ein.
     - statt: Mitarbeiter reichen bitte zeitnah die Reisekostenabrechnung ein.
Melden Sie sich per E-Mail an.

     - statt: Teilnehmer melden sich per E-Mail an.
Legen Sie Ihre Jacken und Taschen vor Betreten der Bibliothek ab.

     -statt: Besucher legen Jacken und Taschen vor Betreten der Bibliothek ab.

Genauso können neben den üblichen Anreden („Sehr geehrter Herr …“ bzw. „Sehr geehrte Frau…“, etc.) auch bei der direkten Ansprache geschlechtsneutrale und sichtbarmachende Schreibweisen genutzt werden.

Beispiele

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Gäste, …
     - statt nur: Sehr geehrte Damen und Herren, …
Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, …

Sehr geehrte Präsident*in der Hochschule Fulda, …
Liebe*r Hans, …

Liebe* Susanne Schulz, …
Hallo Kim Schmidt, …

Kombinieren Sie weitere Anreden (Guten Tag, Hallo, Herzlich Willkommen, etc.) mit dem Vornamen oder Vor- und Zunamen der Person, die Sie ansprechen, um eine falsche Geschlechtszuschreibung zu vermeiden.


Die Bindung mittels „und/oder“, Formulierungen mit „bzw.“, das große Binnen-I (z.B. MitarbeiterInnen) sowie Schrägstrichformen (z.B. „Mitarbeiter/innen“) und Einklammerungen (Mitarbeiter(innen)) sollten in Fließtexten nicht gewählt werden.

Feststehende maskuline Bezeichnungen für Kollektivorgane (z.B. Ärzteverbund) können beibehalten werden.


Englische Texte

Geschlechtsneutrale Formulierungen

Geschlechtsneutrale Formulierungen

Beispiele

Chairperson statt Chairman
Buisnessperson statt Businessman
Humankind, humans, humanity, people statt Mankind

Police officer statt Police man
Flight attendant statt Stewardess/Steward

They/Them/Their im Singular

Nutzen Sie in informellen Texten das geschlechtsneutrale singuläre they/them/their.

Beispiele

The new student lost their textbook. If anyone finds it, please return it to them. They would be very grateful, because they themself weren’t able to locate it at all.
If a student needs help, they can ask the professor.
Is your child adapting to their new environment?

Pluralformen oder Verzicht auf Possessivpronomen

Verzichten Sie auch hier auf Possessivpronomen, oder wählen Sie die Pluralform

Beispiele

An applicant must bring a CV.
     - statt: An applicant must bring her/his CV.
Applicants must bring CVs.

Personenbezeichnungen und Anrede

Personenbezeichnungen und Anrede

Beachten Sie, dass die Unterscheidung zwischen "Mrs" und "Miss" ist nicht mehr zeitgemäß! Nutzen Sie stattdessen die Abkürzung "Ms" (gesprochen mit weichem stimmhaften "s").

Beispiele

Ms Jenkins and Mr James

Wählen Sie den Vor- und Zunamen in Briefen und E-Mails, um eine falsche Geschlechtszuschreibung zu vermeiden.

Beispiele

Dear Patrick James...
Dear Susan Jenkins …

Nutzen Sie geschlechtsneutrale Begriffe auch in Festreden.

Beispiele

Ladies and Gentlemen, dear guests, …
Dearest colleagues and friends, ...


Tipp

Viele verschiedene Vorschläge für alternative Begriffe finden Sie im Genderwörterbuch unter http://geschicktgendern.de !


Checkliste

Nicht immer gibt es eindeutige Vorgaben oder einheitliche Regelungen. Versuchen Sie, sich in diesen Fällen die Wirkung der Sprache bewusst zu machen, und vermeiden Sie unnötige Verallgemeinerungen oder auf Vorurteilen beruhende Begriffe. Alles, was Sie für eine diskriminierungsfreie Sprache benötigen, sind Sensibilität und Kreativität.

  • Wer soll angesprochen werden? Fühlen sich die Angesprochenen auch gemeint?
  • Sind meine Personenbezeichnungen eindeutig? Ist dort, wo nur Frauen bzw. Männer angesprochen werden, auch nur die jeweilige Geschlechtergruppe gemeint? Sind Titel und Funktionsbezeichnungen korrekt?
  • Werden Frauen und Männer mit gleichwertigen Adjektiven beschrieben? Werden für weitere soziale Zuschreibungen oder Handlungen von verschiedenen Personen qualitativ gleichwertige Formulierungen gewählt?
  • Sind bildhafte Darstellungen ausgewogen und respektvoll?
  • Sind Text und Bild aufeinander abgestimmt und unterstützen sich gegenseitig?
  • Wie unterschiedlich sind bestimmte Menschen oder Menschengruppen von der dargestellten Thematik betroffen? Wo ist besondere Sensibilität gefragt?
  • Gibt es stereotype Bilder oder Beschreibungen in meinem Dokument?
  • Kann das Bildmotiv als sexistisch, beleidigend, abwertend oder gewaltverherrlichend von Dritten gelesen werden?
zurück