Gender in Lehre und Forschung

Um Chancengleichheit zu erreichen, braucht es Gender-Komptenz bei allen Akteur*innen der Hochschule Fulda. Ziel ist dabei, Geschlechterrollen, -erwartungen und -verhältnisse sowie deren möglicherweise benachteiligenden Strukturen zu erkennen und so zu verändern, dass neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.

gffZ-Projekt "Gender in der Lehre"

Im Januar 2016 ist ein Projekt der LaKoF Hessen (Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Hessen) zur Analyse von Studieninhalten und Modulordnungen einzelner Studiengänge in den MINT-Fächern hessischer Hochschulen gestartet. Mit der Erarbeitung eines Handbuchs für die systematische und fachliche Integration von Gender- und Diversitätsaspekten in die MINT-Lehre wurde das Projekt 2018 erfolgreich abgeschlossen. Angesiedelt war das Projekt beim gffZ. Die HFD hat sich finanziell an dem Projekt beteiligt.

Handbuch und Online-Toolboxen unter www.gffz.de/gender-in-die-lehre-der-mint-faecher/

Mehr Informationen unter: www.gffz.de

Hessenweite Workshop-Reihe GENDERkompetent

Aufgrund des unverändert starken Handlungsbedarfs, Genderaspekte systematisch in die Lehre zu integrieren, beteiligte sich die Hochschule Fulda in einem Gemeinschaftsprojekt mit allen hessischen Hochschulen an der Workshop-Reihe GENDERkompetent zur gezielten Vermittlung von Gender-Kompetenzen in der Hochschuldidaktik. Weitere Themen dieser Workshop-Reihe waren die Verbesserung der Qualität der Lehre und Forschung insbesondere in den MINT-Fächern durch die Integration von Ergebnissen der Geschlechterforschung und die Veran­kerung von Gender-Aspekten in der Akkreditierung sowie im Qualitätsmanagement.  

Ein Produkt der Workshopreihe GENDERkompetent ist eine umfassende Bestandsaufnahme von Initiativen und Projekten hessischer Hochschulen entlang der Workshopthemen. Dies liegt seit 2014 in Form einer Broschüre GENDERkompetent. Gender in der Lehre hessischer Hochschulen vor.

Ebenfalls arbeitet ein interdisziplinäres Team mit internen und externen Akteur*innen seit Frühjahr 2013 gemeinsam an einer Strategie, eine gendergerechte und -sensible Hochschuldidaktik auszubauen und zu implementieren.

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Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen

Die Hochschule Fulda setzt sich für die Verbesserung der Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung von geschlechtergerehchten Karrierewegen im Wissenschaftssystem ein.

Promovieren an der Hochschule Fulda

Am Übergang vom Hochschulabschluss zur Promotion scheiden überproportional viele Frauen aus dem Wissenschaftssystem aus. Die Hochschule Fulda hat die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als eines ihrer zentralen Ziele definiert.

Zum Thema

Promotionsförderung für (MINT-)Studentinnen

Zur Erhöhung des Anteils von hochqualifizierten Frauen im MINT-Bereich, hat das Präsidium der Hochschule Fulda Anfang 2015 die Teilfinanzierung zweier halber Promotionsstellen aus Mitteln der Frauenförderung für die MINT-Fachbereiche ausgeschrieben.

Zum Thema

Das HMWK-Forschungsprogramm "Genderforschung und Gleichstellung der Geschlechter"

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat es sich zum Ziel gemacht, mit Fördermitteln geschlechtsbezogene Forschungsvorhaben von hessischen Fachhochschulen zu unterstützen und zu ermöglichen. Bisher war Geschlecht eher Forschungsgegenstand in sozialwissenschaftlichen Fachbereichen. Mit dem Forschungsprogramm sollen auch naturwissenschaftlich-technische Bereiche dazu ermutigt werden, transdisziplinär zu forschen. Fragen der sozialen Ungleichheit sowie zu den Chancen einer Geschlechtergleichstellung sollen dabei zentral bei den Forschungsvorhaben sein. Anders als in Universitäten forschen Fachhochschulen wesentlich anwendungsbezogener. Konkrete Praxiskontexte sollen dabei einen wesentlichen Beitrag zu den gleichstellungspolitischen Zielen des Gender Mainstreamings leisten.

Liste der Forschungsprojekte

2016-2020

  • (Un)angepasst – Erfahrungen von jungen lesbischen, schwulen, bisexuellen und Trans*-Menschen mit Heteronormativität im Übergangsystem zwischen Schule und Beruf
    Laufzeit: 01.07.2018 – 31.12.2019, Prof.in Dr.in Susanne Dern
  • GINA – Gewalt in der Notaufnahme – Gendersensible Gefährdungsbeurteilung und Ableitung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen in der Notaufnahme im Krankenhaus
    Laufzeit: 01.04.2018-31.12.2018, Prof.in Dr.in Gamze Güzel-Freudenstein
  • Barrieren der Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen zur Teilhabe an Arbeit für Frauen mit psychischen Erkrankungen/Berhinderungen
    Laufzeit: 05/15-10/16, Prof. Dr. Gromann
  • Wohungslosigkeit von Frauen im Spannungsfeld von Einrichtungen und Bedürfnisinterpretationen
    Laufzeit: 12/14-10/16, Prof. Dr. Monika Alisch und Prof. Dr. Martina Ritter
  • Väterselbst- und -fremdbilder im Übergang zur Elternschaft
    Laufzeit: 12/14-09/16, Prof. Dr. Jana Rückert-John
  • Teen Dating Violence - Typologien und Assoziationen zu gesundheitsrelevanten Merkmalen
    Laufzeit: 12/14-09/16, Prof. Dr. Beate Blättner

2011-2015

  • e-pro-TEct - Digitale Prävention von Partnergewalt unter Jugendlichen
    Laufzeit: 12/13-09/2015, Prof. Dr. Beate Blättner
  • BALU: Entwicklung geschlechtersensibler Unterstützungsangebote für Kinder aus gewaltbelasteten Familien. Erkennen-Ansprechen-Handeln.
    Laufzeit: 06/13-11/14, Prof. Dr. Daphne Hahn
  • Ausmaß von Teen Dating Violence unter Schülerinnen und Schülern in Hessen
    Laufzeit: 05/12-10/13, Prof. Dr. Beate Blättner
  • Wege aus der Beziehungsgewalt: Ableitung und Entwicklung ressourcenorientierter Unterstützungsangebote in psychosozialen Hilfe- und Beratungskontexten zur Prävention von Partnergewalt
    Laufzeit: 07/11-12/12, Prof. Dr. Daphne Hahn
  • Stopp Stalker: Strategien der Unterstützung betroffener Frauen in Hessen
    Laufzeit: 10/10-03/12, Prof. Dr. Beate Blättner
  • HPV-Infektion und HPV-Impfung
    Laufzeit: 06/10-11/11, Prof. Dr. Daphne Hahn, Prof. Dr. Dr. Ilse Heberlein

2006-2010

  • A.U.S.W.E.G. Aerztliche Dokumentation häuslicher Gewalt und Sensibilisierung der Gesundheitsversorgung - wissenschaftliche Evaluierung in der Gewaltprävention
    Laufzeit: 04/07-09/08, Prof. Dr. Beate Blättner, Prof. Dr. Annette Grewe
  • Die Geschlechtsspezifik familialer Bildungsstrategien im Mehrgenerationenzusammenhang
    Laufzeit: 07/05-12/06, Prof. Dr. Susanne Weber
  • Gender-Mainstreaming im Bologna-Prozess – Risiken und Chancen für Geschlechtergerechtigkeit und bei der Umstellung auf ein zweistufiges Studiengangssystem am Beispiel der Hochschule Fulda.
    Laufzeit: 10/05-12/06, Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller, Prof. Dr. Beate Blättner

2001-2005

  • Krankengeschichten von Frauen - Interventionsbedarf durch gendersensible soziale Arbeit innerhalb und außerhalb der Gesundheitsversorgung
    Laufzeit: 04/04-09/05, Prof. Dr. Beate Blättner, Prof. Dr. Annette Grewe