Bildsprache

Achten Sie auch bei der Verwendung von Bildern in Lehre und Werbung darauf, dass keine Stereotype reproduziert werden. Wählen Sie Darstellungen, die die gezeigten Menschen respektvoll ins Bild setzen.

Achten Sie auf sichtbare körperliche Vielfalt in Bezug auf alle Zuschreibungen und eine gleichwertige Darstellung auf Augenhöhe. Fotos mit sozialen Gruppen sollten daher möglichst heterogen sein.

Zeigen Sie beispielsweise auch

  • Frauen in maskulin-konnotierten Arbeitsfeldern und bei aktiven Tätigkeiten
  • Männer in feminin-konnotierten Arbeitsfeldern und bei unterstützenden Tätigkeiten
  • Menschen, die rassistische Zuschreibungen erfahren, in beruflich hohen und sozial angesehenen Positionen
  • Menschen und insbesondere Frauen mit religiöser Kopfbedeckung in beruflich hohen und sozial angesehenen Positionen
  • ältere Menschen bei aktiven (modernen) Tätigkeiten
  • gleichgeschlechtliche Paare (auch mit Kindern)
  • Menschen mit einer Behinderung in allen sozialen Kontexten, in denen Sie auch Menschen zeigen, die keine Behinderung erfahren
  • ältere und jüngere Menschen im gemeinsamen sozialen Austausch
  • die Vielfalt von Menschen jenseits des konventionellen Schönheitsideals

Beispielbilder:


Checkliste

Nicht immer gibt es eindeutige Vorgaben oder einheitliche Regelungen. Versuchen Sie, sich in diesen Fällen die Wirkung der Sprache bewusst zu machen, und vermeiden Sie unnötige Verallgemeinerungen oder auf Vorurteilen beruhende Begriffe. Alles, was Sie für eine diskriminierungsfreie Sprache benötigen, sind Sensibilität und Kreativität.

  • Wer soll angesprochen werden? Fühlen sich die Angesprochenen auch gemeint?
  • Sind meine Personenbezeichnungen eindeutig? Ist dort, wo nur Frauen bzw. Männer angesprochen werden, auch nur die jeweilige Geschlechtergruppe gemeint? Sind Titel und Funktionsbezeichnungen korrekt?
  • Werden Frauen und Männer mit gleichwertigen Adjektiven beschrieben? Werden für weitere soziale Zuschreibungen oder Handlungen von verschiedenen Personen qualitativ gleichwertige Formulierungen gewählt?
  • Sind bildhafte Darstellungen ausgewogen und respektvoll?
  • Sind Text und Bild aufeinander abgestimmt und unterstützen sich gegenseitig?
  • Wie unterschiedlich sind bestimmte Menschen oder Menschengruppen von der dargestellten Thematik betroffen? Wo ist besondere Sensibilität gefragt?
  • Gibt es stereotype Bilder oder Beschreibungen in meinem Dokument?
  • Kann das Bildmotiv als sexistisch, beleidigend, abwertend oder gewaltverherrlichend von Dritten gelesen werden?
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