Sport und Gesundheit - Chancen nutzen und greifbar machen

In Zusammenarbeit mit dem Sportkreis Fulda Hünfeld e.V. und dem Landessportbund Hessen informierten Dr. Jan Ries, Leiter des Projekts „Regionale inklusive Bewegungs-, Sport-, Gesundheits- und Freizeitangebote – RinkA“ des Regionalen Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda (RIGL-Fulda) und Gundi Friedrich, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Sportentwicklung beim Landessportbund Hessen, verantwortliche Personen und Übungsleitende von Sportvereinen zu Chancen und Möglichkeiten im Bereich Gesundheitssport im Sportverein.

Zur Veranstaltung unter dem Motto „Mein Verein auf dem Weg zum Gesundheitssportverein“ hatte der RinkA-Kooperationspartner Sportkreis Fulda-Hünfeld e.V. alle Sportvereine der Region ins Schützenhaus nach Petersberg eingeladen. Der Sportkreisvorsitzende Harald Piaskowski und sein Sportkreis-Gesundheits-Team, vertreten durch Claudia Richter, Elke Piaskowski und Hagen Triesch, begrüßten hierzu am 7. November 2018 32 interessierte Personen. Ein Ziel des Bündnisses zwischen Sportkreis, Landessportbund und RinkA besteht darin, den rund 80.000 Mitglieder*innen der Sportvereine den Zugang zu Gesundheitssportangeboten im Verein, besonders auch im Hinblick auf inklusive Angebote, zu ermöglichen.

Zunächst gab Gundi Friedrich in ihrem Vortrag einen Überblick über die Möglichkeiten in den Themenfeldern allgemeine Gesundheitsförderung, Präventionssport und Rehabilitationssport. Sie riet den Anwesenden, die regionale Situation zu analysieren, die Angebote zu konkretisieren und durch entsprechendes Marketing zu realisieren. Hierbei unterstützt der Landessportbund die Vereine mit umfangreichem Informationsmaterial und einem breit gefächerten Ausbildungsprogramm. Dr. Jan Ries wies in seinem Vortrag unter anderem darauf hin, dass die Vereine bei der Planung von Angeboten die Möglichkeiten von Kooperationen prüfen sollten, um mögliche regionale Synergieeffekte nutzen zu können. Er bot an, dass RinkA im Rahmen des RIGL-Fulda bei der Entwicklung von Konzepten unterstützend tätig werden könne.

Nach einer lebhaften Diskussion, in welche die Anwesenden viele Erfahrungen einbringen konnten, gaben Gundi Friedrich und Dr. Jan Ries noch einen Ausblick auf das Jahr 2019. Hier werden aufbauende Veranstaltungen stattfinden, bei denen die Vereine weitere Informationen in Richtung Zukunftssicherung, Mitgliedergewinnung und Zugang zu Fördergeldern der Krankenkassen erhalten. Außerdem werde das Beratungsangebot im Rahmen der Kooperation weiter ausgebaut.

Sportrollstühle für den Hochschulsport

Der Hochschulsport nutz ab sofort vier Sportrollstühle der Firma Otto Bock. Einer davon wurde von der Firma Otto Bock gesponsert. Der Multisport Rollstuhl der Firma Otto Bock wird von der Firma selbst als „Allrounder“ im Sportbereich bezeichnet. Das Gerät ist so konzipiert, dass Nutzer den Rollstuhl für verschiedene Rollstuhlsportarten, wie Rollstuhltennis, Rollstuhlbasketball oder Rollstuhltanz, aber auch zum inklusiven Sporttreiben mit Fußgängern nutzen können. Durch verschiedene individuelle Einstellmöglichkeiten sind die Geräte auf unterschiedliche Bedürfnisse anpassbar.
Der Hochschulsport engagiert sich seit Jahren im Behinderten- und Inklusionssportbereich. Inklusiver Hochschulsport:
https://www.hs-fulda.de/?id=1168

Seit Beginn des Jahres 2018 stellt der Hochschulsport zusammen mit dem Fachbereich Sozialwesen mit "RinkA" (Inklusive Bewegungs-, Gesundheits-, Sport- und Freizeitangebote in der Region Fulda) eins von zehn Teilprojekten von RIGL Fulda. In diesem werden die Rollstuhle für verschiedenste Sensibilisierungs- und Schulungsaktion genutzt werden können. RinkA:
https://www.hs-fulda.de/forschen/wissens-und-technologietransfer/rigl-fulda/rinka/

So ist es jetzt, zum Beispiel für Hochschulsportübungsleiter, möglich diese Rollstühle zu nutzen. Ob Fußgänger oder Rollstuhlfahrer, die Rollstühle gehören nun zu den Sportgeräten im Hochschulsport, warten auf erste Fahrversuche und bedeuten einen weiteren Schritt in Richtung „Inklusion“ in der Region.

Geliefert wurden die Rollstühle von Herrn Rygol der Firma Saniplus Handicap in Fritzlar. Als gemeinnütziger Inklusionsbetrieb beschäftigt die Firma Saniplus Handicap in Fritzlar in ihrer Mitarbeiterschaft 50 % Menschen mit Behinderungen. Ziel der gemeinnützigen GmbH ist die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Neben der Ausbildung wahlweise als Orthopädietechniker, Bürokaufmann oder Verkäuferin, ist es ebenfalls möglich, langfristig im Unternehmen zu arbeiten. Saniplus beschäftigt insgesamt 16 Mitarbeiter, davon 8 mit Behinderung. Der Hochschulsport und Saniplus sahen die Übergabe als den Anfang einer guten Zusammenarbeit.

Offener Kanal Interview mit Dr. Jan Ries

Auf Einladung vom Sender Offener Kanal Fulda stellte Dr. Jan Ries im Interview mit Jens Eckhardt den Hochschulsport Fulda mit seinem gesamten Angebotsspektrum dar.

Den Filmbeitrag finden Sie hier

 

 

 

Wandern für einen guten Zweck

Zum vierten Mal fand unter der Organisation des Hochschulsports und unter der Leitung von Prof. Marc Birringer die 60 km Charity-Weitwanderung statt. Die Eingespielten 465 Euro kamen dem Gehörlosensportclub Fulda e.V. (GSC) zugute.

Bei Sonnenaufgang machten sich 32 Teilnehmer*innen auf den Weg quer durch die Rhön, um abends gegen 18:30 Uhr wieder an der Kneshecke anzukommen - viele mit Blasen an den Füßen und manche unter Schmerzen, aber alle mit glücklichen Gesichtern. Die Waldthausen'sche Fortverwaltung stelle den Teilnehmenden wieder Tische und Bänke für eine Versorgungsstation auf deren wunderschönem Gelände direkt am Schlosspark Gersfeld zur Verfügung. Vielen herzlichen Dank dafür!