Migrationslogistik

Flucht

Schon immer bewegen sich einzelne Gruppen von Menschen von Gebiet zu Gebiet. Meist geschieht dies aufgrund von Notständen: Wassermangel, fehlende Nahrungsmittelversorgung, extreme klimatische Bedingungen, Kriege, Verfolgung... Selten hat uns in Deutschland dieses Phänomen so betroffen, wie heutzutage. Aus diesem Grund widmen wir uns intensiv dem Thema Flucht und dem Leben nach der Flucht mit den Schwerpunkten Mittlerer Osten und Deutschland in Zusammenhang mit logistischen Themen.

Teil 1: Forschungsprojekt „Analysis of Economic Activities in Refugee Camps"

Das Forschungsprojekt „Analysis of Economic Activities in Refugee Camps” soll herausfinden, wie ökonomische Aktivitäten in Flüchtlingscamps entstehen. Je höher der Grad an ökonomischen Aktivitäten in einem Camp ist, desto eher können sich die Menschen selbst versorgen. Das Projekt teilt sich in zwei Ebenen auf: einer ökonomischen (harte Faktoren) und einer politischen (weiche Faktoren). Harte Faktoren sind bspw. der Ausbau bestimmter Infrastruktursysteme (Stromnetz, Wasserzu- und -abfluss, Müllsystem, Straßen etc.), als weiche Faktoren bezeichnen wir den Grad an Selbstverwaltung sowie die Machtstrukturen untereinander und mit externen Parteien.

Eine der zentralen Fragestellungen ist: Was muss ein Camp beinhalten, damit die Campbewohner ohne fremde Hilfe überleben können? 

Eine Analyse von 5-6 verschiedener Camps sowie Interviews mit Politikern, Mitarbeitern humanitärer Organisationen und Unternehmern sollen helfen, diese Fragen zu beantworten. Weitere Informationen können der Zusammenfassung entnommen werden.

Projektlaufzeit: bis Ende 2020

 

 

 

Teil 2: Logistik in der europäischen Flüchtlingshilfe

2015 waren ca. 21 Millionen Menschen auf der Flucht (UNHCR). Seit Sommer 2015 ist auch in Deutschland der Anstieg der Menschen, die vor Krieg und aus ökonomischen Gründen zu uns fliehen, zu spüren. Deutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, all diesen Menschen zu helfen und zumindest ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, nämlich satt, warm und sauber zu sein. Diese gewaltige Herausforderung kann nur mit Hilfe der Logistik gelöst werden und dabei gilt: Je besser die Logistikprozesse funktionieren, desto mehr Menschen und desto günstiger kann dieses Ziel erreicht werden.

Das Flüchtlings-Logistikprojekt der hessischen Hochschulen

Um die hessischen Kommunen bei der Verbesserung ihrer logistischen Prozesse sowie Integrationsmaßnahmen zu unterstützen, führte im Sommersemester 2016 die Frankfurt University gemeinsam mit der Hochschule Darmstadt, der THM in Friedberg und der Hochschule Fulda ein Praxisfallprojekt zu diesem Thema im Sommersemester 2016 durch. Kontakte zum Flüchtlingsmanagement in Frankfurt, Fulda und Hanau wurden hergestellt. Von besonderem Interesse für die Verantwortlichen war ein städteübergreifender Austausch bezüglich der Ergebnisse der Studierenden.
Die Hochschule Fulda im HOLM erhielt für diesen Zeitraum Unterstützung für das Thema Logistik in der Flüchtlingshilfe von zwei jordanischen Studenten der GJU (Deutsch-Jordanischen Universität). Diese Praktikanten stellten den Anfang einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der GJU und der HFD dar.

Das Thema wurde im Juli 2016 abgeschlossen. Der Bericht zum Projekt kann bei Anna-Mara Schön angefordert werden.

Ansprechpartnerin

Dorit Schumann

Prof. Dr.

Dorit Schumann

Allgemeine BWL, insbesondere Logistik

Prof. Dr. Dorit Schumann +49 661 9640-
Sprechzeiten
Termine nach Vereinbarung

Ansprechpartnerin

Anna-Mara Schön

Anna-Mara Schön

Anna-Mara Schön +49 661 9640-
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