Interdisziplinär, zukunftsorientiert und einzigartig in Hessen

Das von der Hochschule Fulda im Januar 2017 eingerichtete Public Health Zentrum Fulda ist in Hessen die einzige forschende und lehrende wissenschaftliche Einrichtung im Bereich Public Health. Im Fokus steht die Gesundheit von Bevölkerungen und Bevölkerungsgruppen, welche unter anderem durch soziale, politische und ökonomische Faktoren beeinflusst wird.

Public Health ist die Wissenschaft und Praxis zur Vermeidung von Krankheiten, zur Verlängerung des Lebens und zur Förderung von physischer und psychischer Gesundheit unter Berücksichtigung einer gerechten Verteilung und einer effizienten Nutzung vorhandener Ressourcen. Public Health zielt auf die Gesunderhaltung der Bevölkerung und besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen ab (im Konsens mit der DGPH).

Public Health ist notwendigerweise interdisziplinär und bezieht beispielsweise Wissensgebiete der Medizin, Pflegewissenschaften, Therapiewissenschaften, Ernährungswissenschaften, Gesundheitsförderung, Gesundheitsökonomie und Gesundheitssoziologie mit ein. Public Health Nutrition fokussiert als Spezialgebiet von Public Health bevölkerungsbezogene präventive und gesundheitsfördernde Ansätze zur Lösung ernährungsbezogener Probleme.

Public Health befasst sich insbesondere mit Fragen nach (im Konsens mit der DGPH):

  • der Häufigkeit und der räumlichen sowie sozialen Verteilung von Erkrankungen in der Bevölkerung (sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen)
  • der Untersuchung von Einflussfaktoren auf Gesundheit und Krankheit, insbesondere den sozialen und umweltbedingten sowie von Möglichkeiten, darauf mit Entscheidungen in allen Politikfeldern Einfluss zu nehmen (Health in all Policies)
  • der systematischen Planung, Durchführung und Bewertung politischer und lebensweltbezogener Interventionen zur Förderung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Bevölkerung
  • dem Bedarf an präventiver, kurativer, rehabilitativer, pflegerischer, geburtshilflicher und palliativer Versorgung in der Bevölkerung
  • der Wirksamkeit und Kosten-Nutzen-Relation von Maßnahmen in der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention sowie der Gesundheitsversorgung und pflegerischen Versorgung gemessen an patientenrelevanten Outcomes
  • der Gestaltung, Steuerung und Finanzierung der Gesundheitssysteme, die eine hohe Versorgungsqualität, bedarfsgerechte, nicht diskriminierende und einen bezahlbaren Zugang zu Versorgungsleistungen bieten
  • der angemessenen Beteiligung der Bevölkerung an der Gestaltung des Gesundheitswesens und an gesundheitsrelevanten Entscheidungen in allen Politikfeldern
  • der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsberufen, ihren Kooperationsstrukturen und den Schnittstellen in der gesundheitsbezogenen Versorgung
  • der Schaffung evidenzbasierter und entscheidungsrelevanter Expertisen als Grundlage von gesundheitsbezogenen Maßnahmen