30 Jahre Frauenbeauftragte an der Hochschule Fulda

14.02.2019

Nahmen zum Jubiläum stellvertretend für alle bisherigen Frauenbeauftragten der Hochschule Fulda Blumen von der Vizepräsidentin Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze (3.v.l.) in Empfang: Birgit Hohmann und Prof. Dr. Dagmar Preißing, die das Amt derzeit innehaben, sowie Sonja Redweik und Christina Langsdorf. Foto: Nicole Dietzel/Hochschule Fulda

Mit den Akteurinnen aus drei Jahrzehnten hat die Hochschule Fulda ihre erfolgreiche Gleichstellungsarbeit für Beschäftigte und Studierende gefeiert.

Der Rahmen für das Jubiläum hätte passender kaum sein können: Eingebettet in eine Tagung zu Chancen und Risiken für Frauen in der Arbeitswelt 4.0 würdigte die Hochschule Fulda am Donnerstag (14.02) die Arbeit ihrer Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aus drei Jahrzehnten. Im Dezember 1988 hatte die erste Frauenbeauftragte an der damaligen Fachhochschule ihre Arbeit aufgenommen.

„Die Hochschule Fulda zählt heute bundesweit zu den Spitzenreitern in Sachen Gleichstellung“, stellte Vizepräsidentin Prof. Dr. Kathrin Becker-Schwarze in ihrer Begrüßungsansprache heraus. „Drauf können wir alle stolz sein.“ Mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein und einem hohen Maß an Konfliktfähigkeit hätten sich die Frauenbeauftragten für Gleichstellung und Chancengleichheit eingesetzt. „Auch in der Leitung haben wir eine Kultur entwickelt, die die Gleichstellung fördert“, betonte die Vizepräsidentin. Die Hochschulleitung habe früh die Weichen gestellt und die Bedeutung des Themas Gleichstellung erkannt.

Prof. Becker-Schwarze ließ keinen Zweifel: „Wir können heute 30 Jahre erfolgreiche Gleichstellungsarbeit feiern.“ Im Professorinnenprogramm von Bund und Ländern, das darauf zielt, den Anteil von Frauen unter den Lehrenden zu steigern, konnte die Hochschule Fulda dreimal infolge mit ihren Konzepten überzeugen. Im vergangenen Jahr erhielt sie zudem als bundesweit einzige und erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften das Prädikat „Gleichstellung ausgezeichnet“.

Start unter herausfordernden Bedingungen
„Sie haben die Grundlagen für diese Erfolge gelegt“, würdigte Birgit Hohmann, die seit vielen Jahren schon gemeinsam mit Prof. Dr. Dagmar Preißing das Amt der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten begleitet, die Arbeit ihrer Amtsvorgängerinnen. Sie erinnerte an die wichtigsten Schritte auf dem Weg in Richtung Gleichstellung: an die schwierigen Rahmenbedingungen, denen sich die erste Frauenbeauftragte zu stellen hatte, an das hessische Gleichstellungsgesetz, das 1994 diese Rahmenbedingungen verbesserte, die Ernennung von zwei Frauenbeauftragten, die erfolgreiche Steigerung des Frauenanteils in der Verwaltung, die Unterstützungsangebote für Beschäftigte und Studierende mit Kindern und das Zertifikat Familiengerechte Hochschule.

Was bis Anfang der 2000er Jahre trotz Frauenförderplan eine große Herausforderung blieb, war die Steigerung des Professorinnenanteils. Nur 14 Prozent der Professuren waren damals mit Frauen besetzt – heute sind es 44 Prozent. 66 Prozent der Promovierenden sind Frauen. Insgesamt arbeiten an der Hochschule Fulda mittlerweile 61 Prozent Frauen, im höheren Dienst liegt ihr Anteil sogar bei 64 Prozent. „Unsere Vorgängerinnen haben unter schwierigen Bedingungen Chancen erstritten, Gelegenheiten genutzt und die richtigen Entscheidungen eingefordert“, fasste Birgit Hohmann die 30-jährige Geschichte der Frauenbeauftragten an der Hochschule Fulda zusammen.

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