Abgeschlossene LogRegio-Masterarbeiten

15.06.2021

Im Projekt LogRegio wurden vor Kurzem zwei Masterarbeiten rund um das Thema regionale Lebensmittel erfolgreich abgeschlossen.

Im Projekt LogRegio wurden vor Kurzem zwei Masterarbeiten rund um das Thema regionale Lebensmittel erfolgreich abgeschlossen, mit den Schwerpunkten Treibhausgasemissionen und Kostenbestandteile in der Erzeugung.

Samuel Fast beschäftigte sich mit den Treibhausgasemissionen ökologisch und konventionell erzeugter Lebensmittel (Rindfleisch, Milch und Eier). Anhand von mehreren Fallstudien aus der Region Frankfurt am Main zeigte er mithilfe einer Lebenszyklusanalyse auf, wodurch bei diesen Produkten Treibhausgasemissionen entstehen. Dabei wird im Ergebnis deutlich, dass ökologische Lebensmittel bei einem Fokus auf Treibhausgasemissionen nicht zwingend besser abschneiden als konventionell erzeugte Lebensmittel. Begründen lässt sich dies mit mehreren Faktoren: Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Produktivität der gehaltenen Tiere, welche die Menge an Nahrungsmittel umfasst, die ein Tier für den Menschen produziert. In der Diskussion stellt Samuel Fast dar, dass die Berechnung von Treibhausgasemissionen nur ein erster Schritt sein kann, um die Nachhaltigkeit verschiedener Lebensmittel zu analysieren. Begründen lässt sich das mit den Größen, die in eine solche Berechnung einbezogen werden. Tierhaltungen im Stall mit Ackerfutter werden beispielsweise oft besser bewertet als Weidehaltungen, da sie weniger Fläche verbrauchen. Dabei bleiben jedoch die positiven Aspekte von Dauergrünland, die Bedeutung für die Artenvielfalt, der Aufbau von Humus, die Verminderung von Wassererosion und auch die höhere Wasserspeicherkapazität außen vor.

Wer mehr über das Thema wissen möchte, findet die komplette Arbeit hier.

Yousif Munther beschäftigte sich mit den Kostenbestandteilen von ökologischen und konventionellen Lebensmitteln im Vergleich. In seiner Arbeit beschrieb er zum einen die typischen Kostenbestandteile in der Eiererzeugung und analysierte deren Anteil an den Gesamtkosten. Anhand mehrerer Fallstudien in der Region Frankfurt am Main ermittelte Yousif Munther die wesentlichsten Kostenunterschiede in der ökologischen und konventionellen Eiererzeugung und stellte damit die Kostenunterschiede der unterschiedlichen Haltungsformen dar. Dabei fällt auf: Bei Haltungsformen mit Auslauf setzen sich 60 % der Kosten aus Futter und Arbeitszeit zusammen. Bei Haltungsformen mit Bodenhaltung reduziert sich dieser Kostenfaktor, da durch den fehlenden Auslauf der zeitliche Betreuungsaufwand sinkt. Abschließend zeigt Yousif Munther in seiner Arbeit auf, dass die höheren Kosten mit einem höheren Tierwohl positiv korrelieren. Außerdem wird die nicht verursachungsgerechte Verteilung der Umweltkosten diskutiert und bemängelt. Bei einer Internalisierung dieser tatsächlichen Kosten, sei eine generelle Preissteigerung zu erwarten.

Wer mehr über die Analyse der Kostenbestandteile in der Eiererzeugung wissen möchte, findet die abgeschlossene Masterarbeit hier.

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