Abschied aus dem Hochschulrat

28.02.2022

Der Präsident der Hochschule Fulda, Professor Dr. Karim Khakzar, verabschiedet Dr. Michael Imhof, Vorsitzender des Hochschulrats, und Alois Früchtl, stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrats. (Foto: Hochschule Fulda)

Ende Februar scheiden Dr. Michael Imhof und Alois Früchtl aus dem Hochschulrat der Hochschule Fulda aus. Zwei Jahrzehnte lang haben sie die Entwicklung der Hochschule maßgeblich mitgestaltet.

Dr. Michael Imhof, Schulamtsdirektor a.D., und Alois Früchtl, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fulda, sind seit vielen Jahren im Hochschulrat der Hochschule Fulda aktiv. Das achtköpfige Gremium ist Impulsgeber und Berater. Es liefert den Blick aus der Praxis, fördert die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und begleitet die Hochschulentwicklung. Unter anderem ist es an der Wahl der Präsident*in beteiligt und wirkt bei der Entwicklungsplanung mit.   

Seit 20 Jahre prägt Dr. Imhof nunmehr die Arbeit des Gremiums. Früchtl gehört dem Hochschulrat seit 2006 an. Gemeinsam stehen beide seit 2010 an der Spitze des Gremiums: Dr. Imhof als Vorsitzender, Früchtl als dessen Stellvertreter. Ende Februar scheiden beide aus ihren Ämtern aus.

Mit Dr. Imhof verlässt das dienstälteste Mitglied den Hochschulrat. Imhof war von der ersten Stunde an dabei, als die Hochschulräte an den hessischen Hochschulen eingeführt wurden. Am 15. März 2002 nahm er an der konstituierenden Sitzung des Hochschulrats der damaligen Fachhochschule Fulda teil.

Präsident würdigt hohes Engagement

„Für die hervorragende langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind wir Herrn Dr. Imhof und Herrn Früchtl außerordentlich dankbar. Beide haben uns kompetent begleitet und stets gut beraten. Sie haben sich mit hohem Engagement für die Interessen der Hochschule und ihrer Mitglieder eingesetzt“, würdigt Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar die Leistungen.

Die Hochschule Fulda habe in dieser Zeit eine beachtliche Entwicklung durchlaufen: mit Blick auf die Studierendenzahlen, die bauliche Entwicklung, den Ausbau der Forschung mit eigenständigem Promotionsrecht. „Dies haben wir auch Ihnen zu verdanken“, betonte der Präsident im Rahmen der letzten Sitzung des Gremiums in gewohnter Zusammensetzung. „Wir wünschen uns, dass Sie der Hochschule auch in Zukunft verbunden bleiben.“

Impulse für Studium, Internationalisierung, regionale Vernetzung

Inhaltliche Schwerpunkte setzte Dr. Imhof bei der Qualität in Lehre und Studium wie auch der Begleitung und Unterstützung der Studierenden. Auch die Internationalisierung der Hochschule war ihm ein besonderes Anliegen. Unter anderem engagierte er sich für eine Partnerschaft der Hochschule mit dem Jerusalem College of Technology und dem Hadassah Academic College in Israel. In jüngster Zeit richtete er den Blick zudem verstärkt auf das Thema der nachhaltigen Entwicklung und das Engagement der Hochschule für zukünftige Generationen.

„Mir war die Kooperation zwischen Schulen und Hochschulen als aufeinander aufbauende Institutionen in der Bildungsregion Fulda wichtig“, betont Dr. Imhof. „So begeistert zum Beispiel der MINTmachClub, an dessen Beginn ich mitwirken konnte, Schülerinnen und Schüler für den kreativen Umgang mit den Neuen Technologien. Zugleich ist mir die Hochschule als Ort eines erweiterten Bildungsverständnisses wichtig, das zur demokratischen Kultur beiträgt und gesellschaftliche Verantwortung fördert.“

Alois Früchtl brachte seine ökonomische Expertise in den Hochschulrat ein. Er engagierte sich darüber hinaus vor allem für die Vernetzung der Hochschule mit der Region, insbesondere mit der regionalen Wirtschaft. "Mir war wichtig, insbesondere in der gewerblichen Wirtschaft unserer Region nicht nur Interesse für die Hochschule zu wecken, sondern auch einen Beitrag für die akademische Ausbildung in den Unternehmen zu leisten – auch im Rahmen der dualen Studiengänge“, blickt Früchtl zurück. „Damit sollte die Attraktivität von Arbeitsplätzen für unsere jungen Menschen in den regionalen Unternehmen und in der Folge die überregionale und internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer hiesigen Wirtschaft steigen."

Hochschulrat stellt sich neu auf

Interimsweise übernimmt nach einstimmiger Wahl bis Jahresende der ehemalige Präsident der HAW Hamburg, Professor Dr. Michael Stawicki, den Vorsitz des Hochschulrats. Stawicki ist seit 2008 bereits Mitglied und kennt die Hochschule Fulda daher bestens. „Damit ist Kontinuität in einer Phase der Veränderung garantiert“, sagt Khakzar. Im Laufe des Jahres werde sich der Hochschulrat dann mit gleich mehreren neuen Mitgliedern neu aufstellen. Das ausgewogene Verhältnis zwischen regionalen und überregionalen Vertreter*innen sowie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft solle in jedem Fall beibehalten werden.

Die Neuaufstellung des Hochschurats wurde notwendig, da das neue hessische Hochschulgesetz nur noch maximal zwei Amtszeiten von Hochschulratsmitgliedern zulässt.

 

zurück