Abstimmen über die besten Start-up-Ideen an hessischen Hochschulen

03.09.2018

Mit drei Gründungsideen beteiligt sich die Hochschule Fulda am Wettbewerb "Hessen Ideen". Noch bis 18. September hat jeder die Gelegenheit, die Ideen online zu bewerten.

Die kreativsten Ideen für Unternehmensgründungen an hessischen Hochschulen stehen ab sofort im Rahmen des Wettbewerbs „Hessen Ideen“ zur Abstimmung. Auf www.hessen-ideen.de/ideen präsentieren Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Konzepte. Der Wettbewerb soll Unternehmensausgründungen aus hessischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unterstützen. Schirmherr ist Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein.

Die besten Teams erhalten Preisgelder von insgesamt über 10.000 Euro und – noch wichtiger – ideelle Unterstützung. Noch bis zum 18. September hat jedermann die Gelegenheit, die Ideen online zu bewerten. Dieses Votum geht neben dem Urteil einer Gutachterrunde in die Wertung ein, bevor am 15. November 2018 eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Sieger entscheidet. Die Gewinner werden noch am Abend der Jurysitzung im Museum für Kommunikation in Frankfurt präsentiert. Im vergangenen Jahr siegte das Team FRAME ONE der Hochschule für Gestaltung Offenbach mit einem lokal- und maßgefertigten Fahrrad zum Preis eines hochwertigen Rads von der Stange.

Von der Hochschule Fulda gehen die folgenden Ideen und Gründerprojekte ins Rennen:

  • Der Ohrring mit Kühlfunktion
    Ein Frischekick ganz ohne Kühlpad oder Wasser – Amelie Hellmann aus dem Fachbereich Oecotrophologie und André Schuhl, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, wollen mit ihrem kühlenden Ohrring die Körpertemperatur reduzieren und damit für mehr Wohlbefinden all jener sorgen, denen es manchmal zu warm wird –  beim Sport, bei hochsommerlichen Temperaturen oder auch während der Wechseljahre. Hintergrund ist, dass über das Ohrläppchen die Körpertemperatur besonders effektiv beeinflusst werden kann. Das funktionale Schmuckstück soll per Knopf direkt am Objekt oder per App regelbar sein.
  • Die App Screen of Music
    Lieder, Töne, Melodien in digitale Notenblätter umwandeln – mit dieser cloud-basierten App von Julia Resech aus dem Fachbereich Wirtschaft ist das problemlos möglich. Bis zu 16-zeilige Partituren sollen Hobbymusiker so erstellen können. Die Eingabe der Melodien ist in verschiedenen Formaten möglich: etwa im Audio- oder MIDI-Format, instrumental gespielt, gesungen oder gepfiffen. Als zusätzliches Feature bietet die App den Zugang zu einer Community, in der sich die Nutzerinnen und Nutzer mit anderen Musikbegeisterten austauschen können.
  • Die Signum Annotationssoftware
    Mittelalterliche Handschriften anhand visueller Buchstaben beschreiben, auf dieser Basis die Dokumente miteinander vergleichen und Rückschlüsse auf mögliche Schreiber ziehen – Martin Hanusch aus dem Fachbereich Angewandte Informatik hat bereits einen Prototypen entwickelt, der das ermöglicht. Kernpunkt seiner Idee ist, das System nun zu erweitern. Im Fokus soll die Archivierung ganzer Datenbanken stehen. Die Annotation der Dokumente soll manuell und computergestützt automatisiert durch Einbindung eines neuronalen Netzes ermöglicht werden. Die so gewonnenen Inhalte und Metadaten sollen genutzt werden, um nach einheitlichen Mustern und Verbindungen zwischen den Dokumenten zu suchen. Online einsehbar und kollaborativ bearbeitbar soll das Archivsystem zudem sein.

Der Wettbewerb wird zum dritten Mal ausgetragen und wieder von der Universität Kassel koordiniert. Er führt die hessischen Hochschulen in einem Netzwerk zusammen und soll die unternehmerische und wissenschaftliche Kreativität stärken, den Gründungsgedanken in den Hochschulen verankern und Hessen als leistungsstarken Standort von Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren.

Kontakt an der Hochschule Fulda:
Claudia Steinhauer
Abteilung Forschung und Transfer
Existenzgründung
Tel.:  +49 661 9640-1905
E-Mail: claudia.steinhauer@verw.hs-fulda.de

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