Abstimmen über Hessens beste Start-up-Ideen an Hochschulen

31.08.2017

Die kreativsten Ideen für Unternehmensgründungen an hessischen Hochschulen stehen ab sofort im Rahmen des Wettbewerbs „Hessen Ideen“ zur Abstimmung.

Auf www.hessen-ideen.de/ideen präsentieren Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Konzepte. Der Wettbewerb soll Unternehmensausgründungen aus hessischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unterstützen. Schirmherr ist Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein.

24 Ideen stehen in diesem Jahr zur Wahl, sie reichen von einem Managementsystem für Aquakulturen bis zur Quantencomputer-sicheren Verschlüsselungstechnik. Die besten Teams erhalten Preisgelder von insgesamt über 10.000 Euro und – noch wichtiger – ideelle Unterstützung. Noch bis zum 18. September hat jedermann die Gelegenheit, die Ideen online zu bewerten. Dieses Votum geht neben dem Urteil einer Gutachterrunde in die Wertung ein, bevor am 9. November 2017 eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Sieger entscheidet.

Die Gewinner werden noch am Abend der Jurysitzung im Museum für Kommunikation in Frankfurt präsentiert. Im Januar 2018 werden die Ergebnisse außerdem im Quartier Zukunft der Deutschen Bank in Berlin dem nationalen Publikum vorgestellt und am 21. Feburar im Pitchclub Frankfurt vor Investoren. Im vergangenen Jahr siegte das Team Variokan aus Gießen mit einem neuartigen Kanalsystem.

Von der Hochschule Fulda gehen die folgenden Ideen und Gründerprojekte ins Rennen:

  • Die Verleihplattform Share-it
    Mit share-it möchte ein Gründerteam aus dem Fachbereich Wirtschaft den Share-Economy-Markt aufmischen. Die Plattform vereint die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des Teilens und will Mieten und Vermieten so einfach wie möglich machen – ob es um die Wagenheberanlage, Möbel, die Abendgarderobe oder Reparaturservices geht.
  • Die Mediensuchtberatungsstelle Syntax Error
    Syntax Error bietet ein kostenfreies Erstberatungsangebot für Internetsüchtige und deren Angehörige im Landkreis Fulda an. Ein qualifiziertes Team aus Sozialpädagogen schließt damit professionell die Lücke zwischen Ratsuchenden auf der einen und übergeordneten Fachberatungsstellen sowie Kliniken auf der anderen Seite.
  • Die App CareFOX
    CareFOX will einen Beitrag leisten, den Personalmangel im Pflegebereich zu lindern. Die App hilft ausländischem Fachpersonal, grundlegende und berufsorientierte Deutschkenntnisse zu erwerben. Durch die Vermittlung berufsspezifischer Fachbegriffe werden sprachbezogene Ängste bei den Pflegekräften abgebaut.

Der Wettbewerb wird zum zweiten Mal ausgetragen und wieder von der Universität Kassel koordiniert. Er führt die hessischen Hochschulen in einem Netzwerk zusammen und soll die unternehmerische und wissenschaftliche Kreativität stärken, den Gründungsgedanken in den Hochschulen verankern und Hessen als leistungsstarken Standort von Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren. „Eine Evaluation sowie eine Recherche unter unseren Partnern haben uns gezeigt, dass unser Konzept aufgeht“, sagt Jörg Froharth, Koordinator des landesweiten Wettbewerbs. Er verweist auf das Urteil von Gründerinnen und Gründern, Juroren, Investoren und Hochschulen, deren ausführliche Stellungnahmen auf der Website von Hessen Ideen nachzulesen sind.

Kontakt:
Annika Wallbach
Universität Kassel
UniKasselTransfer Inkubator
Tel.:  +49 561 804-7252
E-Mail: wallbach@uni-kassel

Miriam Cartheret                    
Universität Kassel                    
UniKasselTransfer Inkubator                
Tel.: +49 561 804 2310
E-Mail: cartheret@uni-kassel.de    


Hintergrundinformationen:
Beim Online-Voting stehen Teams folgender Hochschulen zur Abstimmung:
 
Hochschule RheinMain
Goethe Universität Frankfurt
Hochschule für Gestaltung Offenbach
Justus-Liebig-Universität Gießen
Hochschule Fulda
Universität Kassel
Technische Universität Darmstadt
Frankfurt University of Applied Sciences
Philipps-Universität Marburg


Stimmen:
Ivana Hrisova und Pierre Büttner (VARIOKAN): Gewinner des Hessen Ideen Wettberbs 2016
„Die Teilnahme am Wettbewerb Hessen Ideen war einer der entscheidenden Meilensteine auf dem Weg der Entwicklung unserer Geschäftsidee“, sagt die Betriebswirtin Ivana Hrisova, und ihr Geschäftspartner, der Bauingenieur Pierre Büttner, urteilt: „Wir haben richtig viel mitnehmen können. Das hat uns ein ganzes Stück weitergebracht.“ Die beiden Studenten der Universität Gießen sind Entwickler eines innovativen Kanalsystems, künftige Gründer des Unternehmens VARIOKAN, das dieses System zur Marktreife entwickeln will, und die Sieger des ersten Wettbewerbs „Hessen Ideen“ von 2016. Sie fanden über öffentliche die Wahrnehmung, die ihnen der Sieg brachte potentielle Kunden.

Dr. Ana-Marija Ozimec (Entega AG): Wirtschaftspartner von Hessen Ideen
„Den Wettbewerb ,Hessen Ideen’ finde ich top. Er ist ein perfektes Tool für einen perfekten Pool an Gründern, helfenden Experten und unterstützenden Investoren.“ Das sagt Dr. Ana-Marija Ozimec, Senior Business Development Manager bei der Entega AG in Darmstadt. Für Start-ups gebe es nichts Besseres als einen Wettbewerb wie „Hessen Ideen“, denn Gründer brauchten die kritische Diskussion ihrer Idee, und das geht nur über einen Expertenpool. Der Wettbewerb sei vielfach „bahnbrechend“ für die Gründer und auch bereichernd für die beratenden Experten. Für Investoren wie Entega schließlich sei der Gründerpool, der sich über „Hessen Ideen“ sammelt, ideal. Entega ziele auf eine Win-Win-Situation: „Die Start-ups sind noch unentdeckt, und ich kann als Entega an der Entwicklung der Ideen mitarbeiten. Wir sind kein Venture Capital-Unternehmen und schauen nur auf die Rendite, sondern wir wollen helfen, das Start-up strategisch auszurichten, unsere eigenen Erfahrungen einzubringen und einen Nutzen für unsere Kunden zu stiften.“

Christian Rötz (Philipps-Universität Marburg/ MAFEX): Partnerhochschule von Hessen Ideen
Der landesweite Wettbewerb „Hessen Ideen“ und der hochschuleigene „UNI IDEEN MARBURG“ führen für Christian Rötz, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Existenzgründungsberater am Marburger Institut für Innovationsforschung und Existenzgründungsförderung (MAFEX) an der Philipps-Universität Marburg, zu regelmäßigen Kontakten mit den anderen Hochschulen in Hessen und zu mehr Verbindlichkeit im Umgang miteinander. „Wir haben uns vernetzt, wir tauschen uns aus, und wir werden sehr unterstützt vom Land Hessen und von den Gründerexperten aus Kassel.“

Dr. Karin Uphoff (Gründerin des Kooperations-Accelerators connectuu GmbH, Marburg): Jurorin im Wettbewerb Hessen Ideen
„Die Welt verändert sich schnell. Wir brauchen ein Mindset, dass das Ausprobieren erlaubt. Insofern ist der Wettbewerb ,Hessen Ideen’ eine der besten Schulen fürs Leben.“

Prof. Dr. Cord Siemon (Frankfurt University of Applied Sciences, Direktor, Institut für Entrepreneurship): Partnerhochschule Hessen Ideen
Frankfurt könne als Gründungsmetropole mit Berlin noch nicht ganz mithalten, Berlin sei als Gründerstadt bekannter: „Aber Frankfurt bewegt sich und entwickelt an vielen Stellen ein Bewusstsein dafür, dass noch mehr zu bewegen sein wird.“ Dazu trägt auch der von der Gründeruniversität Kassel koordinierte Wettbewerb „Hessen Ideen“ seinen Teil bei.

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