Antworten auf globale Fragen der Gesundheit

09.06.2018
Studiengang „Internationale Gesundheitswissenschaften“
Ob Krankheitserreger, mangelnde medizinische Versorgung oder Fettleibigkeit – die Herausforderungen für die Gesundheitspolitik in der heutigen Zeit sind vielfältig. Grafik: Thomas Hossner/Hochschule Fulda

Der Studiengang „Internationale Gesundheitswissenschaften“ startet zum Wintersemester 2018/19.

"Krankheiten kennen keine Grenzen", sagt Dr. Dr. Jens Holst. "Denken Sie nicht nur an Ebola in Westafrika, an AIDS oder die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke mittlerweile bis nach Deutschland, sondern auch an die immer noch nicht überwundene Armutskrankheit Tuberkulose oder die weltweit zunehmenden Probleme von Fettleibigkeit und Diabetes mellitus. Gesundheitspolitik ist keine rein nationale Angelegenheit, eine internationale Perspektive ist unverzichtbar." Der Arzt und Gesundheitswissenschaftler vertritt die Professur "Medizin mit Schwerpunkt Global Health" am Fachbereich Pflege und Gesundheit und ist an der Einführung eines neuen Studienangebots beteiligt. "Internationale Gesundheitswissenschaften" lautet der Titel des Bachelor-Studiengangs, der zum Wintersemester 2018/19 startet.

Bedarf an Expertinnen und Experten steigt
Grundlegende Einflüsse auf die Gesundheit wie Klimawandel, Mobilität und Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse betreffen alle Länder und somit die gesamte Weltbevölkerung. "Deswegen steigt auch der Bedarf an Expertinnen und Experten, die auf globale Gesundheitsfragen vorbereitet sind. Wir möchten diese Fachleute hier in Fulda ausbilden", betont Internist Holst, der seit vielen Jahren unter anderem für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) arbeitet und auch jetzt noch als Berater in verschiedenen Ländern tätig ist.

Die beruflichen Tätigkeitsbereiche sind seiner Überzeugung nach sehr vielseitig. "Die Absolventinnen und Absolventen können beispielsweise internationale Zuständigkeiten in deutschen Unternehmen übernehmen. Sie qualifizieren sich auch für Aufgaben im Bereich der deutschen oder europäischen Entwicklungszusammenarbeit oder für die Weltgesundheitsorganisation, Unicef und das Welternährungsprogramm." Stellen bei Nicht-Regierungsorganisationen oder beim Roten Kreuz kommen ebenfalls in Frage.

Drei Vertiefungsrichtungen zur Auswahl
Im Verlauf des Studiums können die Studierenden zwischen drei Vertiefungsrichtungen wählen: Gesundheitsförderung, Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik sowie Gesundheitsmanagement. Mit dieser Schwerpunktsetzung können sie ihre Kenntnisse in einem für die internationalen Gesundheitswissenschaften relevanten Bereich vertiefen. Die entsprechenden Module stehen grundsätzlich in Deutsch, teilweise auch in Englisch zur Verfügung.

Vertretungsprofessor Holst ist sich jedenfalls sicher: "Für unsere künftigen Absolventinnen und Absolventen sehe ich hervorragende Aussichten auf spannende Jobs – und zwar weltweit."


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