„Asyl-Dialoge“ an der Hochschule als Beitrag zur Flüchtlingsdebatte

01.12.2016

„Das Stück hilft den Deutschen, die Flüchtlinge besser zu verstehen“ hat einer der über 300 BesucherInnen der „Asyl-Dialoge“ auf Arabisch sein Fazit des Abends zusammengefasst.

 

Am vergangenen Freitag war die Bühne für Menschenrechte zu Gast in der Halle 8 der Hochschule Fulda. Das dokumentarische Theaterstück „Asyl-Dialoge“ von Michael Ruf gibt wortgetreu und verdichtet die Erzählungen von Menschen wieder, die auf der Flucht sind und in Deutschland mit hilfsbereiten und engagierten Menschen zusammen kommen, aber ebenso mit der Härte der Asylverfahren konfrontiert werden.  Vorgetragen von sechs SchauspielerInnen und einem Gitarristen hat das Stück auch das Fuldaer Publikum berührt und nachdenklich gemacht.

Organisiert wurde die sehr gut besuchte und in Fulda bisher einmalige Veranstaltung von einer Gruppe Studierender der Sozialen Arbeit, die sich im Rahmen einer Projektwerkstatt seit dem Sommersemester 2016 mit dem Thema Asyl und Engagement für Geflüchtete befasst haben. Das Projektmanagement haben Janina Bachmann, Birgit Bernhard, Lena Deutsch, Laura Faulstich, Julian Freisem, Natalie Heinz, Vanessa Hüfner, Julia Koruz, Tamara Medler, Luba Mekhontsev, Johanna Scholz, Ulrike Seelig, Janik Weih und Sophia Weißmüller übernommen.

Neben der Vorbereitung des Abends haben die 14 Studierenden des 3. Semesters zusätzlich zu den fünf simultanen Übersetzungen des Stückes, die auf einer Leinwand mitgelesen werden können, eine weitere Übersetzung in Dari (Persisch) durch zwei Fuldaer Muttersprachler organisiert.

„Uns geht es darum, einen eigenen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte zu leisten und Menschen für das Thema Asyl zu sensibilisieren“, bringt die Studierende Johanna Scholz, die zusammen mit Julia Koruz den Abend moderierte, das Anliegen der Projektgruppe auf den Punkt. Deshalb haben die engagierten Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen das Publikum im Anschluss an die Aufführung zu einem „Dialog im Dialog“ eingeladen. An mehreren Stehtischen nutzten ZuschauerInnen diese Gelegenheit, um ihren Gefühlen, Einsichten und Fragen Luft zu verschaffen. Wer lieber still seine Eindrücke hinterlassen wollte, tat dies auf der eigens vorbereiteten Tischleinwand: Hier wurde eine Telefonliste zur Verhinderung von Abschiebungen angeregt, darauf verwiesen, dass „Kein Mensch illegal ist!“ und Menschenrechte für alle gelten! In den kommenden Wochen wird die Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Alisch und ihrer Mitarbeiterin Patricia Gies den „Dialog im Dialog“ auswerten und die Ergebnisse dieser Forschung öffentlich zugänglich machen. Am 25. Januar werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Projektgruppe „Asyldialoge“ - wiederum in der Halle 8 – präsentiert.

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