Bibliothek nach Umbau zukunftsfähig aufgestellt

18.11.2020

Präsentierten das neugestaltete Erdgeschoss der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek am Heinrich-von-Bibra-Platz (von links): Carolin Stock (Hochschule Fulda), Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar, Edith Wiegand (Hochschule Fulda), Bibliotheksdirektorin Dr. Marianne Riethmüller, Dr. Nadine Hecht (Hochschul- und Landesbibliothek), Fred Vey und Franziska Röder (beide Möller Vey + Partner) (Foto: Nicole Dietzel)

Das Ergeschoss der Bibliothek am Heinrich-von-Bibra-Standort wurde umgebaut. Foto: Nicole Dietzel

Der Kapselkatalog erinnert an die Recherche in früheren Zeiten. Dieser Katalog war eine Sonderform des Zettelkatalogs. Er erlaubte ein schnelleres Blättern. Foto: Hochschule Fulda/Nicole Dietzel

Moderner, funktionaler, übersichtlicher – so präsentiert sich die Bibliothek am Heinrich-von-Bibra-Platz nun nach dem Umbau des Erdgeschosses.

Die Nutzer*innen erwartet jetzt in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB)  eine grundlegend umgestaltete Servicetheke sowie ein Foyer mit einem deutlich vergrößerten Regalbereich für Neuerwerbungen. Eine interaktive Haptothek zur Buchgeschichte der letzten 1500 Jahre ermöglicht es, die Beschaffenheit unterschiedlicher mittelalterlicher Bucharten zu verstehen und sich über Einband- und Bindetechniken zu informieren. Alle gezeigten Stücke wurden eigens dafür in aufwendiger Handarbeit in der hauseigenen Restaurierungs- und Buchbinderwerkstatt gefertigt.

Geschichte der Bibliothek seit Gründung im Jahr 1776 nun ausgestellt
Ein Vitrinenbereich gewährt zudem Einblick in die jeweils aktuelle Sonderausstellung im ersten Obergeschoss. Zugleich ist hier die Geschichte der Einrichtung ausgestellt, die bereits 1776 durch Fürstbischof Heinrich von Bibra als erste öffentliche Bibliothek der Stadt gegründet wurde. Besucher*innen können sich somit anhand von historischen Fotografien und bibliothekarischen Arbeitsutensilien vergangener Zeiten auf eine kleine Zeitreise begeben. Neu sind auch eine bequeme Sitzecke, die zum Anlesen von Büchern einlädt, und ein Kassenautomat für bargeldloses Bezahlen von Artikeln und Gebühren.

Anpassung an digitale Abläufe
Der Umbau war notwendig geworden, um die HLSB an die digitalen Abläufe anzupassen und damit zukunftsfähig aufzustellen. Die Herausforderung, die es zu bewältigen galt: Auf kleiner Fläche und in kürzester Zeit sollten Arbeitsplätze und Funktionsbereiche sowie Fläche für Ausstellungen und zum Aufenthalt für die Nutzer*innen entstehen. Aus architektonischer Sicht galt es zudem, die alte Bausubstanz von 1931 und die neuen Einbauten in Einklang zu bringen.

„Die Lösung war, den ehemaligen Lichthof neu zu gestalten, Wandnischen und -öffnungen zu nutzen und auf diese Weise viele Funktionen – Servicetheke, Kassenautomat, Ausstellung und Recherche – sehr konzentriert direkt im Anschluss an den Eingangsbereich anzuordnen mit einer geradlinigen und kurzen Wegeführung“, erläutert Fred Vey vom Architekturbüro Möller Vey + Partner, das für die Neugestaltung verantwortlich zeichnete. Ein neues Wandelement trennt nun den Bereich, der zentrale Info-Anlaufstelle ist, von einer ruhigeren Zone für Lesen und digitale Recherche.

Sechswöchige Umbauphase
„Für die Geduld unserer Nutzer*innen während der fast sechswöchigen Umbauphase bedanken wir uns ausdrücklich“, sagt Bibliotheksdirektorin Dr. Marianne Riethmüller. „Nach den Einschränkungen zu Jahresbeginn und der pandemiebedingten Schließung im Frühjahr haben wir kurz überlegt, ob wir unseren Nutzer*innen eine weitere Einschränkung zumuten können. Mit dem neugestalteten Raum vor Augen sind wir jetzt froh, dass wir alles wie geplant umgesetzt haben. Unser Dank gilt auch dem Planungsteam und den ausführenden Handwerksbetrieben.“

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