CARE – Caring about Risk and Environment

19.07.2016
Auf der Tour durch das zerstörte Stadtzentrum von L'Aquila
Bei der Gruppenarbeit zu "Changing Refugee Camps to Refugee Cities"
Die Toilette oben rechts ist noch zu sehen
Eine Stadt voller Kräne
Bei der finalen Präsentation im Rathaus
Das Publikum im Rathaus
Vor zwei Jahren kennengelernt und nun wieder gesehen, Freunde aus Japan und Thailand

Im Anschluss an das 7th Global Forum on Urban Resilience and Adaptation ging es für Anna-Mara Schön weiter nach Italien, um an dem dritten internationalen Workshop CARE teilzunehmen.

CARE – Caring About Risk and Environment – 3rd International Workshop on Risk Design and Planning vom 12. bis 16. Juli 2016 in L’Aquila, Italien

Im Anschluss an das 7th Global Forum on Urban Resilience and Adaptation ging es für Anna-Mara Schön weiter nach Italien, um an dem dritten internationalen Workshop CARE teilzunehmen. Die Einladung zur Teilnahme und Präsentation des Forschungsprojekts „Changing Refugee Camps into Refugee Cities“ kam aufgrund einer Teilnahme eines anderen Workshops zwei Jahre zuvor in Ferrara, Italien.

Die Verantwortung des Workshops teilten sich die Universitäten DADU (Sassari/Sardinien, Italien), DICEAA (L’Aquila, Italien), Ngurah Rai, Indonesien, japanische Universitäten aus Kochi, Nagoya und Kyoto und UDDI Thammassat Universität, Thailand. Ziel dieser Kooperative ist es, Wissensaustausch, Praktiken und Erfahrungen im Bereich Prävention und Management von Umweltrisiken als fundamentalen Ansatz im Design städtischer, öffentlicher Plätze in gefährdeten Gebieten auszutauschen.

Der Workshop war in drei Teile aufgeteilt:

(1) Eine Besichtigung des L’Aquila Stadtteils Pettino, der bei dem heftigen Erdbeben 2009 zu großen Teilen zerstört wurde sowie des Stadtzentrums, welches zum Großteil noch nicht wieder aufgebaut wurde

(2) Verschiedene Präsentationen der Teilnehmer aus Japan, Italien, Thailand, Rumänien und Deutschland (Hochschule Fulda)

(3) Ausarbeitung von Ideen für öffentliche Plätze, um Pettino lebenswerter zu machen. Dieser Teil wurde von den ca. 20 teilnehmenden Studierenden (Bachelor und Master im Bereich Architektur und Urban Planning) erarbeitet. Die Präsentationen wurden am Samstag im Rathaus von L’Aquila der Stadtverwaltung vorgestellt.

Für das Forschungsprojekt „Changing Refugee Camps into Refugee Cities“ war vor allem Teil eins von großer Relevanz, weil die Besichtigung der Stadt deutlich zeigt, wie eine ganze Stadt ihre Identität verlieren kann, wenn öffentliche Plätze, die normalerweise das Zusammenkommen der Einwohner ermöglichen, fehlen. Nach wie vor sind große Teile der Stadt L’Aquila zerstört, der Wiederaufbau geht nur langsam voran, viele Menschen sind weggezogen oder haben neue Häuser in der Periphäre gebaut. Dadurch ist L’Aquila zu einer verstreuten Stadt geworden. Gute Fußwege sind kaum vorhanden, der öffentliche Nahverkehr ist schlecht ausgebaut, weil nicht genügend Menschen ihn nutzen würden, das Auto ist das Verkehrsmittel, mit dem man sich hier fortbewegt.

Die Studierenden haben vor allem den Ausbau von Grünanlagen, Parks, Bürgersteigen und Fahrradwege vorgeschlagen, um die Stadt bzw. einzelne Stadtviertel, wie Pettino, lebenswerter zu machen. Die Stadt schien sehr interessiert an den Vorschlägen zu sein und wer weiß - vielleicht wird ja die eine oder die andere Idee umgesetzt.



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