Das Schicksal jüdischer Familien aus Fulda

26.10.2018

Am 7. November begrüßt der Fachbereich Sozialwesen Zeitzeugen der zweiten Generation an der Hochschule Fulda.

Die Deportationen nach Riga, Theresienstadt und Sobibor haben Fulda 1941/42 in der NS-Sprache zu einer "judenfreien" Stadt gemacht. 940 von den 1545 jüdischen Bürgern, die 1933 in Fulda gemeldet waren, gelang die Flucht ins sichere Ausland. Etwa 600 Kinder, Frauen und Männer wurden in Konzentrationslager deportiert und ermordet.

Mit Hilfe der heute in aller Welt verstreut lebenden Fuldaer Juden und ihren Familienangehörigen gibt das Projekt "Juden in Fulda" den Deportierten, den Geflüchteten und den vielen Ermordeten ein Gesicht. In Kooperation mit dem Fachbereich Sozialwesen soll ein ganz besonderer Abend des Erinnerns den Spuren jüdischen Lebens in Fulda nachgehen und die Lebensgeschichten auch in Beziehung zu den aktuellen politischen Entwicklungen setzen. Anhand historischer Dokumente und Fotos werden drei Zeitzeugen der zweiten Generation vom Schicksal ihrer Eltern und Großeltern berichten, auch über die Flucht mit den sogenannten Kindertransporten. Unter den Gästen: Ethan Bensinger, der Produzent des Dokumentarfilms "Refuge: Stories of the Selfhelp Home". Die Vorführung seines preisgekrönten Werkes, das die Geschichte der letzten Holocaust Überlebenden mit deutschen Untertiteln erzählt, wird ebenso wie die Diskussion im Anschluss Teil der Veranstaltung sein.

Weitere Informationen zum Projekt: www.juden-in-fulda.de

7. November 2018, 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Gebäude 10 (Student Service Center), Raum S 001
(Die Teilnahme ist kostenfrei.)

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