Die Bedeutung selbstbestimmer Ziele und des BTHG für die Teilhabe an Arbeit - TeSeGe-Workshop mit Praxispartner*innen

05.02.2019

Am 29.01.2019 fand im Hochschulzentrum Fulda Transfer ein gemeinsamer Workshop der Projekt- und Praxispartner*innen des Umsetzungsprojekts TeSeGe statt. Im Rahmen des Workshops wurden den Praxispartner*innen erste Ergebnisse aus der Forschung vorgestellt und im Rahmen eines gemeinsamen Austauschs praxisrelevante Kriterien für die Auswertung besprochen. Zusätzlich wurden zwei Fachvorträge renommierter Referenten zu den Themen „Bedeutung von Zielen für die Hilfeplanung“ und „Sozialrechtliche Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes“ angeboten.

Nach einem gemütlichen Get-together mit einem ersten Austausch eröffnete Frau Prof. Dr. Gromann, Professorin für Rehabilitation an der Hochschule Fulda und Gründerin des Instituts für personenzentrierte Hilfen, den Workshop mit einem Vortrag zur Bedeutung selbstbestimmter Ziele bei der Gesamt- und Teilhabeplanung für den Bereich Arbeit. Dabei wurde deutlich, dass selbst gewählte Ziele zu besseren Leistungen, zu höherer Motivation und zu höherem Nutzen vorhandener Kompetenzen und Ressourcen führen. Insbesondere Ziele mit einer „mittleren“ Schwierigkeit sowie die Bündelung mehrerer solcher Ziele ermöglichen gelingende Selbstwirksamkeitserfahrungen.

An der Erarbeitung solcher selbstbestimmten Ziele setzt das Umsetzungsprojekt TeSeGe an: Mit den Teilnehmer*innen werden individuelle Ziele erarbeitet und die Teilnehmer*innen werden über den Forschungszeitraum bei der Umsetzung dieser Ziele begleitet.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse des ersten Interviewdurchgangs wurde im Rahmen des Workshops erarbeitet, welche Informationen aus den Gesprächen für die Projektpartner*innen von besonderer Relevanz für ihre Praxis sind. Dabei stehen für die Projektpartner*innen vor allem die Fragen im Vordergrund, ob selbstbestimmte Ziele besser erreicht werden, wie die Einrichtungen die Klient*innen dabei unterstützen können und ihre Angebote für eine gelingende Teilhabe am Arbeitsleben anpassen können.

Nach einer angeregten Diskussion über Ziele und Zielfindung sowie Wunsch und Wirklichkeit in der Umsetzung dieser, wurde der Workshop mit einem Vortrag von Prof. Dr. Welti,  Professor für Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung an der Universität Kassel, beendet.  Herr Prof. Dr. Welti referierte über die wichtigsten Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes aus sozialrechtlicher Sicht auf die Teilhabe an Arbeit, diskutierte kritisch noch offene Aspekte der Gesetzgebung und gab Hinweise für den praktischen Alltag in der Arbeit mit verschiedenen Rehabilitationsträgern.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für einen gelungen Tag.

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