Die Messung von Gravitationswellen - eine Jahrhundertentdeckung

14.06.2017

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und die Hochschule Fulda laden am 22. Juni 2017 von 18.30 bis 19.30 Uhr zu einem Vortrag über die erste direkte Messung von Gravitationswellen ein.

Prof. Dr. Sascha Skorupka von der Hochschule Fulda erklärt, warum die erste Messung der Gravitationswellen, die im September 2015, also fast ein Jahrhundert nach Aufstellen der Allgemeinen Relativitätstheorie, erstmals gelang, als eine Jahrhundertentdeckung zu sehen ist. Er gibt Einblicke in die große Ingenieurskunst, die hinter dem direkten Nachweis von Gravitationswellen steht, sowie in die umfangreichen technologischen Erfahrungen und Erkenntnisse der Wissenschaft, von denen auch die Industrie profitiert. Und damit nicht genug: Prof. Skorupka zeigt auch, dass die routinemäßige Messung von Gravitationswellen ein völlig neues Fenster ins All eröffnet und daher mindestens so bedeutsam ist wie die erste Beobachtung des Nachthimmels von Galileo Galilei durch ein Fernrohr oder der Beginn der Radioastronomie. Fest steht: Die Wissenschaft erwartet fundamental neue Erkenntnisse über den Aufbau und die Entwicklung des Weltalls.

Prof. Dr. Sascha Skorupka ist Professor für Physik und Technik im Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda. Er hat am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover - dem Institut, in dem die Signale entdeckt wurden - mit einem Beitrag zu einem geplanten Gravitationswellendetektor im Weltall (LISA) promoviert und parallel dazu jahrelang auch bei der Öffentlichkeitsarbeit des Institutes mitgearbeitet.

Der Vortrag findet auf dem Hochschulcampus in Gebäude 46, Raum 009 statt. Der Eintritt ist frei.

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