digitales Veranstaltungsprogramm im SoSe 2021

15.04.2021

In diesem Sommersemester erwartet Sie wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm des FoSS - Jetzt anmelden!!

Hier finden Sie alle Veranstaltungen im Überblick!

Alle Veranstaltungen finden online mit dem Videokonferenzsystem "zoom" statt. Sie brauchen dafür keinen eigenen Account oder eine spezielle Software.
Wenn Sie an einer Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per Mail bei mir unter nathalie.rothe@pg.hs-fulda.de an - Sie erhalten dann jeweils im Vorfeld der Veranstaltung den entsprechenden Zugangslink. Gerne können Sie sich natürlich auch bereits für mehrere Veranstaltung anmelden.

Wir freuen uns, Sie bei den Veranstaltungen begrüßen zu können.

Alle Veranstaltungen im Überblick:

05.05.2021; 18.00 Uhr - BTHG-Umsetzung auf Landesebene. Der Landesrahmenvertrag Thüringen und die personenzentrierte Komplexleistung
Referent: Ralf Bremauer
Moderation: Dr. Richard Auernheimer (Sozialplaner, Staatssekretär a.D.) und Michael Beyerlein (Universität Kassel)

Inhalt:
Seit dem Verbot des Selbstkostendeckungsprinzips in sozialen Leistungen (Anfang der 90’er Jahre) sind alle Leistungsformen (damals genannt: Jugend-, Alten und Behindertenhilfe) auf der Suche nach einem fachgerechten, zukunftsfähigen neuen Leistungssystems um die seit über 100 Jahren bestehenden Formen ablösen zu können. Inhaltlich wurde im Leistungssystem der Eingliederungshilfe die Diskussion um die Dimensionen der Stärkung von Selbstbestimmungsrechten und der sozialräumlichen Orientierung und seit dem Jahr 2000 um eine neue „revolutionäre“ Leistungsform (das persönliche Budget) erweitert. Diese neue Leistungsform kann und wird sich jedoch nur nachhaltig etablieren können wenn es gelingt, sie im Grundsatz als Alternative zu den Bestandsformen der bisherigen Angebote zu platzieren. Hierfür wurde die Personenzentrierte Komplexleistung (PKL)“ entwickelt und in der Praxis seit dem Jahr 2008 eingeführt. Am 30.6.2019 wurde diese Leistungsform als zukünftige strukturersetzende Alternative im  Landesrahmenvertrag Thüringen und seinen Anlagen etabliert.
Im Vortrag sollen nun die Inhalte der PKL im Landesrahmenvertrag und seinen Anlagen erläutert werden und die Effekte, Strategien und Potentiale der Einführung an Beispielen dargestellt werden.

 

12.05.2021; 18.00 Uhr - Covid-19 – Prävention und Versicherung am Arbeitsplatz
Referent*innen:Prof. Dr. Gamze Güzel-Freudenstein, Hochschule Fulda, und Dr. Stefan Witschen, MJur (Oxon), Universität Kassel
Moderation: Prof. Dr. Hans-Joachim Reinhard (Hochschule Fulda)

In Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Soazialrecht und Sozialpolitik e. V.

 

26.05.2021; 18.00 Uhr - Soziale Menschenrechte und Sustainable Development Goals
Referent: Prof. Dr. Markus Krajewski (Universität Erlangen-Nürnberg)
Moderation: Prof. Dr. Felix Welti (Universität Kassel)

Inhalt:
Die 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Sustainable Development Goals (SDGs) stellen anders als ihre Vorgänger die Millenium Development Goals stärker auf die Bedeutung von sozialen Menschenrechten für nachhaltige Entwicklung ab. Aber wie stark sind die wechselseitigen Bezüge von sozialen Menschenrechten und SDGs? Welche Bedeutung haben die Bemühungen der Vereinten Nationen mit Blick auf die SDGs für die Sicherstellung und den Schutz von sozialen Menschenrechten? Diese Fragen sollen insbesondere bezüglich des Rechts auf Arbeit, des Rechts auf Gesundheit und des Rechts auf Bildung untersucht werden.

Veranstaltungsreihe „Sozialrecht und Sozialpolitik in Rechtsprechung und Wissenschaft“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V.

 

01.06.2021; 16.00 Uhr - 20 Jahre Werkstätten-Mitwirkungsverordnung – Werkstätten auf dem Weg zur Partizipation?
Referentin: Viviane Schachler (Hochschule Fulda)
Moderation: Prof. Dr. Markus Schäfers (Hochschule Fulda)


mit Praxiskommentaren von Hinrich Nannen, Vorstandsmitglied von Werkstatträte Deutschland e. V. und Jörg Heyer, Geschäftsstellenleiter Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen e. V.

Inhalt:
Rund 300.0000 Menschen mit Behinderungen arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu deren Interessenvertretung in Werkstattangelegenheiten seit Juni 2001 eine eigene Mitwirkungsverordnung besteht. Nicht erforscht war bisher, wie diese Verordnung umgesetzt wird und wie nachhaltig die bestehenden Beteiligungsrechte in der Praxis verankert sind. Erst 20 Jahre später liegt hierzu eine erste umfassende empirische Bestandsaufnahme aus einem Dissertationsprojekt vor, das in der Veranstaltung vorgestellt und durch Praxiskommentare von Vertreter*innen aus der überregionalen Interessenvertretung begleitet wird.

Vortrag aus der AG Teilhabeforschung, Dissertationsprojekt von Viviane Schachler (gefördert durch ein Promotionsstipendium der Hochschule Fulda)

 

02.06.2021; 18.00 Uhr - Von Projekten hin zu einem nachhaltigen Investitionsinteresse zur regionalen Gesundheitsverbesserung
Referent:Dr. h. c. Helmut Hildebrandt (OptiMedis AG)
Moderation: Prof. Dr. Benjamin Ewert (Hochschule Fulda)

Inhalt:
Die Unwägbarkeit und fehlende Nachhaltigkeit von Förderprojekten sind einer der Dilemmata in regionaler Sozial- und Gesundheitsarbeit. Aufbauend auf internationalen Lösungen zur Gesundheitserhaltung ("health maintenance") und in Analogie zu Finanzierungslösungen in der Energieeffizienzoptimierung hat OptiMedis ein Geschäftsmodell entwickelt, das für ein regionales Gesundheitsunternehmen ein nachhaltiges Interesse an einem Investment in die Verbesserung der Sozial- und Gesundheitssituation einer Region generiert. Seit Ende 2018 ist OptiMedis auch in Hessen aktiv – mit den zwei Regionalen Gesundheitsunternehmen "Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH" und seit 2020 "Gesunder Schwalm Eder Kreis Plus". Wie die praktische Arbeit in diesen Lösungen aussieht, welche Potenziale sich damit erreichen lassen, welche Hindernisse es gibt und die Frage, ob ein solches Modell überall wirken und auch in anderen sozialen Feldern aufgebaut werden kann, wird im Vortag beantwortet.

 

16.06.2021; 16.00 Uhr - Die Mehrfachbegrenzung politischer Partizipation der ausländischen Bevölkerung
Referentin: Anke Freuwört (Universität Kassel und Hochschule Fulda)
Moderation: Prof. Dr. Manuela Westphal (Universität Kassel) und Prof. Dr. Monika Alisch (Hochschule Fulda)

Inhalt:
Politische Partizipation wird zumeist über Wahlen assoziiert. Wer in Deutschland jedoch wählen darf, ist über die Staatsangehörigkeit reguliert. Ausländern, denen kein Wahlrecht zugesprochen wird, können ihre Interessenvertretung in Ausländerbeiräten organisieren. Die Beiräte ermöglichen die Vertretung der zugewanderten Bevölkerung auf städtischer, kommunaler, Landes- und Bundesebene mit dem Ziel, die Adressatengruppe in Entscheidungen zu migrationsbezogenen Themen miteinzubeziehen. Aufgrund der Reformen von Gemeindeordnungen (Beispiel Hessen) kommt es jedoch zu neuen Relevanzsetzungen, die die Wirkungsbereiche, sowie die Existenz der Beiräte beeinflussen und die politische Mitgliedschaft von ausländischen Einwohnern in der Migrationsgesellschaft erschweren. In dem Vortrag soll auf die politischen Partizipationsmöglichkeiten der ausländischen Bevölkerung unter Berücksichtigung der Gemeindeordnungsreform anhand eines Fallbeispiels eingegangen werden.

Veranstaltungsreihe „Migration, Gender und soziale Praxis“ der QAG Gender, Migration und sozialer Sektor; in Kooperation mit dem CeSSt der Hochschule Fulda

24.06.2021; 18.00 Uhr - Bildungsgutscheine in der Arbeitsförderung
Referent: Benjamin Schmidt (LSG Hessen)
Moderation: Prof. Dr. Andreas Hänlein (Universität Kassel)

Inhalt:
Die Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung wird von Arbeitsagenturen und Jobcentern grundsätzlich durch Ausgabe von Bildungsgutscheinen gefördert. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber diese Konzeption mehrfach modifiziert. Die aktuelle Rechtslage soll dargestellt und diskutiert werden.

Veranstaltungsreihe „Sozialrecht und Sozialpolitik in Rechtsprechung und Wissenschaft“ in Kooperation mit dem Verein zur Förderung von Forschung und Wissenstransfer in Sozialrecht und Sozialpolitik e. V.

 

14.07.2021; 18.00 Uhr - Handlungsstrategien von Queers im Übergangssystem
Referentin: Jasmin Brück (Hochschule Fulda)
Moderation: Prof. Dr. Susanne Dern (Hochschule Fulda)

Inhalt:
Das Dissertationsvorhaben pointiert Queer als Lebensrealität und spezifiziert eine Perspektive auf junge queere Volljährige, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Anschluss an das formale Schul- und/oder Ausbildungssystem haben und an Maßnahmen oder Bildungsangeboten im Übergangssystem teilnehmen, um ihre Zugangschancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Hierbei gilt es, neben den formalen Zielsetzung – die Kompetenzen von jungen Menschen im Übergang von Schule-Ausbildung-Beruf zu fördern, auch bestehende cis-heteronormative Annahmen und die damit verbundenen Anerkennungsordnungen in den Blick zu nehmen und das Übergangssystem als einen Ort der Diskriminierung und Benachteiligung zu diskutieren. Der Beitrag wird sich in diesem Zusammenhang insbesondere der Frage zuwenden, inwieweit Interaktionsprozesse im Übergangssystem von cis-heteronormativen Vorstellungen beeinflusst werden und welche Handlungsstrategien sich daraus bei jungen Queers ableiten lassen.

Kontakt

Nathalie Rothe

Koordinatorin des Forschungsverbunds für Sozialrecht und Sozialpolitik (FoSS)

Gebäude 41 , Raum 204
Nathalie Rothe+49 661 9640-6417
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