Dissertation zum Dr. PH erfolgreich verteidigt

15.04.2019

Ursula Hemetek hat im Rahmen der Juniorforschungsgruppe Salus ihre Promotion abgeschlossen.

„Partizipation im Wohnumfeld: Benachteiligungsaspekte bei der Teilhabe von sozial benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes aus Public Health Perspektive“ so heißt der Titel der Arbeit von Ursula Hemetek, die an der Hochschule Fulda von Prof. Dr. Beate Blättner im Rahmen der von der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung geförderten Junior-Forschungsgruppe „Stadt als gesunder Lebensort unabhängig von sozialer Ungleichheit“ betreut hat. Die Juniorforschungsgruppe wurde in einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Public Health und Raumplanung unter Beteiligung der TU Dortmund, der University of Twente, der Universität Bremen und der Hochschule Fulda durchgeführt. Die Arbeit von Frau Hemetek wurde unter der Erstbegutachtung von Prof. Dr. Gabriele Bolte an der Universität Bremen eingereicht.
„Ich wollte gerne wissen, wie eine Teilhabe sozial benachteiligter Gruppen von Menschen mit Migrationshintergrund an Entscheidungen über gesundheitsrelevante Aspekte in ihrem Wohnumfeld ermöglicht werden kann. Dafür habe ich mir Potentiale und Barrieren partizipativer Strukturen integrierter Stadtteilentwicklungsprogramme in München angeschaut und wollte wissen wie sozial benachteiligten Menschen mit Migrationshintergrund mehr Kontrolle über räumlich im Wohnumfeld verortete Determinanten ihrer Gesundheit im Sinne der Teilhabe an sozial anerkannten Aktivitäten ermöglicht werden kann.“ erklärt Frau Hemetek. „Herausgefunden habe ich, dass solche Programme trotz aller Bemühungen um Partizipation und Empowerment, Benachteiligungsstrukturen in den Teilhabechancen eher reproduzieren als auflösen“.
Die Arbeit kann der kommunalen Gesundheitsförderung einige Fragen zum Nachdenken mit auf den Weg geben, kann aber auch für Stadtplaner*innen und Sozialarbeiter*innen interessant sein. „Das Besondere dieser Forschungsgruppe war ihr stark interdisziplinärer Ansatz und die enge Zusammenarbeit mit der Praxis in den Metropolstädten Dortmund und München.“ ergänzt Prof. Dr. Beate Blättner.


Kontakt

Prof. Dr.

Beate Blättner

Health Promotion

Gebäude 31 , Raum 103
Prof. Dr.Beate Blättner+49 661 9640-603
Sprechzeiten
Tuesday, 11:00 – 12:00 Uhr
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