Duales Hebammenstudium ab Oktober möglich

21.09.2020
Ab Wintersemester 2020/21 kann man an der Hochschule Fulda Hebammenkunde dual studieren.

An der Hochschule Fulda kann man ab Wintersemester 2020/21 Hebammenkunde dual studieren. Damit ist der Bachelor-Studiengang in Fulda einer der ersten seiner Art, die das neue Hebammengesetz vom 1. Januar 2020 umsetzen. Foto: Hochschule Fulda

Mit einem Schreiben des Regierungspräsidiums Darmstadt ist die letzte Hürde auf dem Weg zum dualen Hebammenstudium an der Hochschule Fulda genommen.

Als einer der ersten seiner Art kann der neu konzipierte Bachelor-Studiengang zum 1. Oktober starten. Das Schreiben des Regierungspräsidiums Darmstadt war die letzte Hürde, die genommen werden musste, um das seit 1. Januar 2020 geltenden Hebammengesetz umzusetzen.
Bestandteil des neuen Studiums sind 2.200 Stunden Praxis und 2.400 Stunden theoretische Ausbildung in 23 Modulen. Gegenüber dem bisherigen Modellstudiengang ändert sich für die Studierenden nun vor allem, dass sie sozialversicherungspflichtige Beschäftigte einer Klinik sind und eine Ausbildungsvergütung erhalten.

"Es ist zu erwarten, dass sich junge Menschen begeistern lassen"
Im Schreiben des Regierungspräsidiums vom 19. September heißt es: „Der neu geplante Studiengang ‚Hebammenkunde‘ an der Hochschule Fulda umfasst alle erforderlichen Vorgaben und verbindet in gelungener Weise Inhalte der bisherigen grundständigen Hebammenausbildung mit einem an aktuellen Fragestellungen und Bedarfen orientierten hochschulischen Wissen. Dem traditionellen Hebammenberuf werden wissenschaftliche Werkzeuge für eine qualitative hochwertige Hebammenversorgung an die Hand gegeben. Es ist zu erwarten, dass sich junge Menschen hiervon begeistern lassen und für ihre Berufswahl ‚Hebamme‘ das Studium der ‚Hebammenkunde‘ an der Hochschule Fulda wählen werden. Das Ziel des Studiums, Kompetenzen für eine eigenständige Hebammenarbeit zu erlangen, wird erreicht.“

Beitrag zur Verbesserung der Hebammenversorgung
„Wir fühlen uns vom Regierungspräsidium in unseren Bemühungen gewürdigt. Unter anderem wird in dem Schreiben hervorgehoben, dass wir mit zwei Hebammenprofessorinnen, neun weiteren akademisch gebildetem Hebammen und einem Gynäkologen die im Hebammengesetz genannten Anforderungen an die Qualifikation der Lehrenden sogar übererfüllen“, erläutert Prof. Dr. Beate Blättner, die ihr Amt als Studiengangsleitung zum 1. Oktober 2020 an die beiden Hebammen-Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Babette Müller-Rockstroh und Prof. Dr. Katharina Rost übergibt.
Beide sind nicht nur wissenschaftlich gut ausgewiesen, sondern langjährig in der Praxis als Hebammen erfahren. „Ich freue mich, dass ich ein solides, akkreditiertes und von der zuständigen Landesbehörde befürwortetes Konzept übergeben kann, das auch für die kooperierenden Einrichtungen interessant ist. Damit werden wir einen Beitrag zur Verbesserung der Hebammenversorgung leisten können“, ergänzt Blättner und bedankt sich ausdrücklich bei allen, die bei der Konzeption tatkräftig mitgearbeitet haben.
 

Informationen zum neuen dualen Hebammen-Studiengang gibt es am auf der Studiengangsseite

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