EU-Projekt zur Prävention von Waldbränden

26.01.2017
v.l.n.r: Projektleiter Prof. Dr. Rumen Stainov (Hochschule Fulda), Programmmanagerin Elisabetta Bellocchi (Europäische Kommission), EU-Referent Thomas Berger (Hochschule Fulda) (Fotos: EU-Kommission)
Projektleiter Prof. Dr. Stainov (Hochschule Fulda) stellt Experten aus den Bereichen Zivilschutz und Informations- und Kommunikationstechnologien das Fuldaer Projekt ASPires (Development, test and integration of advanced systems for prevention and early detection of forest fires) vor.
v.l.n.r: Projektleiter Prof. Dr. Rumen Stainov (Hochschule Fulda), Programmmanagerin Elisabetta Bellocchi (Europäische Kommission), EU-Referent Thomas Berger (Hochschule Fulda)

Prof. Dr. Rumen Stainov koordiniert EU-Projekt zur Vermeidung und Erkennung von Waldbränden.

Am 18.1.2017 lud die Europäische Kommission (Generaldirektion ECHO) die Hochschule Fulda zur Auftaktveranstaltung des europäischen Zivilschutzprogramms ein. Hintergrund hierfür ist die Bewilligung eines europäischen Projekts zur Früherkennung und Vorbeugung von Waldbränden mit neuen Technologien. Prof. Dr. Rumen Stainov vom Fachbereich Angewandte Informatik wird das Projekt mit einer Laufzeit von 2 Jahren ab Mai 2017 leiten. Die Hochschule koordiniert das Projekt ASPires mit Partnerorganisationen in Bulgarien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien mit einem Gesamtbudget von rund 830.000,- Euro. Im Projekt werden Methoden entwickelt um mittels Sensornetzwerken und Drohnentechnologie Daten zu sammeln und auszuwerten und so bestehende Kriseninformationssysteme in den beteiligten Ländern weiterzuentwickeln. Als Testumgebung wurden die stark waldbrandgefährdeten Nationalparks Mavrovo und Pelister in Mazedonien gewählt. In Kooperation mit den zuständigen Ministerien werden die Ergebnisse dann in Bulgarien angewendet. In Deutschland ist das Bundesministerium des Innern involviert und wird die Anwendung in Deutschland prüfen.

Die Managerin des Zivilschutzförderprogramms der EU, Frau Elisabetta Bellocchi, betonte zur Auftaktveranstaltung in Brüssel, dass Katastrophen wie zum Beispiel Überschwemmungen, Brände und Sturmschäden nicht vor nationalen Grenzen halt machen. Die europäische Zusammenarbeit aller Akteure des Zivilschutzes ist deshalb von großer Bedeutung, jedoch aufgrund unterschiedlicher Sprachen, Zuständigkeiten und technischer Systeme eine große Herausforderung. Daher unterstützt die EU das Fuldaer Projekt als eines von 26 EU-Projekten in dieser Förderperiode, die aus mehr als 75 Anträgen ausgewählt wurden.

Prof. Dr. Stainov freut sich, dass die Leistungskraft der technologischen Forschung und Entwicklung an der Hochschule Fulda mit der Bewilligung des EU-Projekts gewürdigt wird. Er plant dabei Studierende frühzeitig in das Projekt einzubinden, um so die Brücke zwischen angewandter Forschung und Lehre zu schlagen: „Meine Erfahrung bei der Durchführung von Forschungsprojekten an der Boston University (USA) und in Bulgarien hat gezeigt, dass gute Ergebnisse nur durch Kooperation zwischen den Forschern und den Studierenden möglich sind. Die Einheit der Forschung und Lehre ist in diesem Zusammenhang auch der Garant sowohl für die hohe Qualität unserer Ausbildung an der Hochschule, als auch für den erfolgreichen Abschluss dieses Forschungsprojekts“.

 

Der EU-Referent Thomas Berger hat die Projektentwicklung von Anfang an begleitet und unterstützt das Projektmanagement: „Die Antragstellung war selbst schon ein Beispiel guter europäischer Zusammenarbeit mit vielen Internet - Konferenzen und einem intensiven Austausch mit der EU-Kommission, denn sie hat es spannend gemacht. Erst wurde das Projekt auf die Warteliste gesetzt und dann dank der Bereitstellung zusätzlicher Programmmittel kurz vor Weihnachten doch gefördert“.

Kontakt

Prof. Dr.

Rumen Stainov

Telekommunikation, Verteilte Systeme

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