Fachbereich AI Mitorganisator einer Internationalen Informatik-Konferenz

14.06.2017

Der Fachbereich Angewandte Informatik der Hochschule Fulda ist Mitorganisator der Internationalen Informatik-Konferenz "CSECS" Ende Juni in Bulgarien.

Gemeinsam mit den beiden Computer Science Departments der Boston University und der New Bulgarien University organisiert der Fachbereich Angewandte Informatik (AI) der Hochschule Fulda die 13. Internationale Jahreskonferenz "Computer Science and Education in Computer Science" (CSECS) 2017 vom 30. Juni bis 3. Juli in Albena/Bulgarien. Im vergangenen Jahr fand die Fachtagung in Deutschland, unter anderem zwei Tage an der Hochschule Fulda statt.

Am 1. Juli gibt es auch eine spezielle Conference-Session über das EU-Projekt "ASPires". Koordinator dieses Projektes, bei dem es um die Früherkennnung und Vorbeugung von Waldbränden durch ein europaweit einsetzbares System geht, ist der Fuldaer Informatikprofessor Dr. Rumen Stainov. Anfang dieses Jahres wurde "ASPires" mit 623.000 Euro von der Europäischen Kommission dotiert.

Länderübergreifende Zusammenarbeit optimieren
Ziel der Forschungsgruppe ist es, die existierenden Kriseninformationssysteme der einzelnen Länder weiterzuentwickeln. Dazu wollen die Wissenschaftler eine komplette technische Lösung zur Überwachung von Wäldern mit Sensornetzwerken und Drohnen konzipieren und implementieren. Bislang erfolgt die Waldbrandüberwachung via Satellit und Überwachungstürme im Wald, was sehr ungenau ist. Waldbrände werden in der Regel erst dann entdeckt, wenn sie nicht mehr so schnell zu löschen sind. Drohnen sollen nun die Früherkennung von Bränden ermöglichen, da sie eine größere Waldfläche aus geringerer Höhe überwachen können. Zeigen sich Hinweise für einen Brand, fliegt die Drohne automatisch direkt zur Brandstelle, um weitere Messungen auch mit anderen Sensoren durchzuführen. Sämtliche Daten werden direkt zum Krisen-Management-Center weitergeleitet, wo die Entscheidung über einen Feuerwehreinsatz erfolgt.

Zentraler Punkt dabei ist die grenzüberschreitende Kooperation. "Bislang sind die Strukturen und Systeme in den einzelnen Ländern nicht kompatibel", erklärt Prof. Stainov.

Nationalparks in Mazedonien sind Testumgebung
Als Testumgebung haben die Fuldaer Wissenschaftler die stark waldbrandgefährdeten Nationalparks Mavrovo und Pelister in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien gewählt. Hier sollen ein Jahr lang in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort Daten gesammelt und ausgewertet werden.
Um die Übertragbarkeit auf andere europäische Länder zu erproben, sollen dann im zweiten Projektjahr die entwickelten Systeme in Bulgarien in Kooperation mit den dort zuständigen Ministerien angewendet werden. In Deutschland ist das Bundesministerium des Innern involviert, es wird die Anwendung prüfen. "Wir hoffen, dass nach einem erfolgreichen Test in Mazedonien und dann in Bulgarien unser System in allen EU-Länder eingeführt wird", betont der Fuldaer Professor. Im Mai 2019 sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts vorliegen.

Informatik-Konferenz

Alle Informationen zur 13. Internationalen Jahreskonferenz "Computer Science and Education in Computer Science" (CSECS) gibt es unter:

www.csecs.org
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