Fact Finding Mission mit Giraffenhals

05.07.2018

Deutsche Auslandsschulen – ein Pool potenzieller Studienbewerber*innen

Annika Salzmann mit Giraffe unter dem großen Akazienbaum der Deutschen Schule Nairobi

Der Fachbereich streckt seinen Hals in die kenianische Hauptstadt Nairobi aus, um mit möglichen Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen.

Annika Salzmann, Koordinatorin für Internationales am Fachbereich Pflege und Gesundheit, besuchte Mitte Juni die kenianische Hauptstadt Nairobi, um für den neuen internationalen Bachelorstudiengang International Health Sciences (IHS) zu werben und mit möglichen Kooperationspartnern ins Gespräch zu kommen.

Kenia ist die größte Volkswirtschaft in Ostafrika und gehört zu den wirtschaftlich führenden Staaten Afrikas. Mit „Kenya Vision 2030“ hat die kenianische Regierung eine ambitionierte Agenda verabschiedet und möchte sich zu einem industrialisierten Land mit mittlerem Einkommen entwickeln. Wie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) betont, hat das Land trotz positiver Entwicklungen nach wie vor jedoch mit etlichen Herausforderungen zu kämpfen. So leidet die Landwirtschaft unter den Auswirkungen des Klimawandels und einer unzureichenden Infrastruktur. Aus diesem Grund muss Kenia selbst Grundnahrungsmittel teuer aus dem Ausland einführen. Beinahe die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze und hat keinen Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen, sicherem und erschwinglichem Trinkwasser oder einer akzeptablen Sanitärversorgung.

Nairobi bietet sich für den strategischen Aufbau von Partnerschaften an. Beispielsweise sind hier Niederlassungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Vereinten Nationen (UN), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie viele Nichtregierungsorganisationen zu finden. Es bestehen somit vielfältige Optionen für die studienintergierte Praxisphase, die Studierende während ihres 7. Semesters nach Möglichkeit im Ausland absolvieren.

Was macht Kenia außerdem zu einem besonders interessanten Land? Nairobi gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte Afrikas („science hub“), wodurch sich fruchtbare Kooperationen mit Hochschulen und weiteren Forschungseinrichtungen anbieten. Auf Platz 1 der nichtenglischsprachigen Gastländer für ein Auslandsstudium steht Deutschland. Aktuell gibt es etwa 6.000 Deutschlernende in Kenia und das Engagement im Erwerb der deutschen Sprache geht häufig mit der Intention einher, ein Studium in Deutschland aufzunehmen. Dabei sind Fachhochschulen mit ihrer starken Praxisorientierung bei den kenianischen Studieninteressierten besonders gefragt.

Im Rahmen des Besuches gab es Gespräche mit dem Kulturreferat der Deutschen Botschaft, dem Goethe-Institut, der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Deutschen Schule Nairobi, der Kenyatta University/ School of Public Health und der Nichtregierungsorganisation Amref Health Africa.

Bei den Reisevorbereitungen erhielt Annika Salzmann Unterstützung von der aus Kenia stammenden studentischen Hilfskraft Kulthoum Fumo, die aktuell im 2. Semester des Masterstudiengangs Public Health studiert. „Die Assistenz von Frau Fumo ist extrem hilfreich. Als Kenianerin, die bei uns studiert, kann sie Brücken bauen. Für die Bewerbung des Studiengangs über das Goethe-Institut war es zum Beispiel toll, jemanden empfehlen zu können, von dem kenianische Studieninteressierte Erfahrungen aus erster Hand einholen können.“ Zugleich ist eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft für internationale Studierende eine gute Option, studiennah Erfahrungen zu sammeln und sich gleichzeitig einen Zuverdienst zu sichern.

Annika Salzmann hat ihre Wurzeln selbst in Nairobi. Dort ist sie geboren, und hat in den Jahren 1996 – 2000 die Deutsche Schule besucht. „Durch meine Verbundenheit zu diesem landschaftlich, kulturell und politisch höchst interessanten Land ist es mir natürlich erst recht ein Anliegen, Beziehungen aufzubauen und zu stärken.“ sagt Annika Salzmann und fährt fort: „Aus eigener Erfahrung und den Karriereverläufen im Freundeskreis weiß ich, dass Schulabsolventinnen und -absolventen mit einer vergleichbaren Biografie oftmals danach streben, auch im späteren Berufsleben international zu agieren. Daher bietet sich die Bewerbung des Studiengangs in Deutschen Auslandsschulen an.“ Vor dem majestätischen Akazienbaum, der den Eingang der Deutschen Schule Nairobi ziert, steht eine Metallskulptur einer Giraffe. „Der lange Hals der Giraffe, einem der imposantesten Tiere Ostafrikas, wurde für mich zum Sinnbild der Dienstreise.“ sagt Annika Salzmann. „Wir wollen nicht nur in die Ferne schauen, wir wollen auch in die Ferne reichen. Dieser Besuch hat sich als gelungene Annäherung erwiesen und zeigt großes Potenzial für zukünftige Kooperationsprojekte, über die Studierende einen vereinfachten Zugang zu kenianischen Hochschulen für ihr Auslandssemester bzw. zu Praxisstellen im Rahmen ihres Auslandspraktikums bekämen.“

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Kontakt

Annika Salzmann

Referentin für Internationales am Fachbereich, Praxisreferentin für den Studiengang International Health Sciences

Gebäude 31 , Raum 118
Annika Salzmann+49 661 9640-6336
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