Forschungsgruppe Klimafinanzierung und Nachhaltigkeit veranstaltet Workshop in Lugano

06.09.2021

Foto privat: Papa Orgen

Beteiligt waren Wissenschaftler des Swiss Finance Institute, USI Lugano, der Universität Ulm und der Hochschule Fulda.

Die Forschungsgruppe Klimafinanzierung und Nachhaltigkeit, eine Forschungskooperation zwischen Prof. Dr. André Güttler (Universität Ulm), Prof. Dr. Carsten Müller (Hochschule Fulda), Prof. Dr Eric Nowak (Swiss Finance Institute, USI Lugano) und Dr. Patrick Behr (Swiss Finance Institute, USI Lugano), veranstaltete vom 23. bis 24. August 2021 in Lugano einen zweitätigen Workshop mit Doktoranden, auf dem u.a. Sebastian Bleuel und Papa Orgen von der Hochschule Fulda ihre Dissertationsprojekte präsentierten.

Im Rahmen des Projekts „Schaffung einer marktbasierten Lösung zur Vermeidung der Abholzung des Regenwalds“ will die Forschungsgruppe praktikable marktbasierte Instrumente und Mechanismen zur Kompensation unterbundener Abholzung entwickeln, die ausreichend hohe Opportunitätskosten für alle an der Abholzung von Regenwäldern beteiligten Parteien schaffen, um Entwaldungsaktivitäten im Austausch gegen finanzielle Kompensation einzustellen. Promotions-Teilprojekte hierzu umfassen die quantitative Analyse der Preisbildung auf den Compliance und freiwilligen CO2-Märkten sowie die qualitative Erforschung der regulatorischen Optionen zur Integration von Waldkohlenstoffzertifikaten in die Emissionshandelssysteme.

Im Mittelpunkt des Workshops standen folgende Themen:

  1. Die REDD+ Datenbank: eine Aggregation verfügbarer Merkmale von Waldkohlenstoffprojekten, einschließlich Preis und Informationen zur Kauf-/ Verkaufsseite
  2. Warum Waldzertifikate vom Handel im Compliance-Markt der EU ausgeschlossen wurden: ein Überblick über regulatorische und abrechnungstechnische Hürden, welche die Integration von Waldzertifikaten in das EU-Emissionshandelssystem verhindern
  3. Neuinterpretation des freiwilligen Marktes für CO2-Zertifikate für Wälder: Schaffung einer auf Opportunitätskosten basierenden Naturprämie als alternativer Ansatz zur Bepreisung von CO2-Kompensationen für Wälder mit einer ökonomischen Preisuntergrenze auf der Grundlage von Utilitätspräferenzen und Stabilitätsbeziehungen zwischen Waldkohlenstoffemissionen und den Preisen von Entwaldungstreibern
  4. Der Aktienmarkt und die realen Auswirkungen der Klimapolitik: Erste Einblicke in eine Ereignisstudie zu den Auswirkungen von Änderungen der deutschen Klimapolitik durch das Bundesverfassungsgericht auf die Aktienkurse von Unternehmen im Prime Standard

Mehr über USI Università della Svizzera Italiana, Swiss Finance Institute  und Universität Ulm

zurück