Fuldaer Hochschulpräsident wirbt im Bundestag für bessere Ausstattung der Fachhochschulen

27.01.2017

Prof. Dr. Karim Khakzar nahm als Sachverständiger zum zukünftigen Engagement des Bundes bei der Finanzierung von Lehre und Forschung Stellung.

 

In seiner Funktion als Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz und Sprecher der Fachhochschulen in Deutschland hat der Fuldaer Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar im Bundestag für eine bessere Ausstattung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) und Fachhochschulen (FHs) geworben. Im Rahmen eines Fachgesprächs über das zukünftige Engagement des Bundes bei der Finanzierung von Lehre und Forschung forderte er im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages in dieser Woche eine verlässliche und nachhaltige Fortsetzung des sogenannten Hochschulpaktes 2020. Über diesen wurde im Wesentlichen der starke Anstieg der Studierenden in den vergangenen Jahren finanziert. Seit 2005 sind in Deutschland die Studierendenzahlen an FHs bzw. HAWs von 535.000 auf rund 960.000 gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 80 Prozent. Ein stärkeres Engagement des Bundes bei der Finanzierung von Lehre und Forschung ist seit der Änderung von Artikel 91b des Grundgesetzes im Jahre 2015 möglich.

Auch für einen deutlichen Ausbau der angewandten Forschung setzte sich Khakzar im Bundestagsausschuss ein. Die Forschung an HAWs und FHs leiste inzwischen einen wichtigen Beitrag zur Innovationsförderung und zum Wissens- und Technologiebeitrag, begründete er seine Position. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Einrichtungen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich profitierten davon. Für viele Städte und Regionen hätten sich Hochschulen zu wesentlichen Standortfaktoren und Innovationsmotoren entwickelt.

Khakzar wies in seiner Stellungnahme zudem auf die Probleme von HAWs und FHs bei der Gewinnung qualifizierter Professorinnen und Professoren hin. Die besonderen Anforderungen an Bewerberinnen und Bewerber sowohl in der Wissenschaft als auch in der beruflichen Praxis und der starke Aufwuchs der letzten Jahre führe immer wieder zu Problemen bei der Besetzung von Professuren, betonte er. Khakzar warb daher eindringlich für ein neues Bundesprogramm mit dem Ziel, herausragende Nachwuchswissenschaftler durch geeignete neue Maßnahmen für Professuren an FHs und HAWs zu qualifizieren bzw. zu gewinnen.

Neben Khakzar waren als weitere Sachverständige unter anderem der Vorsitzende des Wissenschaftsrates Prof. Dr. Manfred Prenzel, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Prof. Dr. Peter Strohschneider sowie der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Prof. Dr. Otmar D. Wiestler geladen. Das Fachgespräch mit den Sachverständigen unterstützt die Fraktionen bei der inhaltlichen Ausgestaltung ihrer Programme im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl.

Weitere Informationen zum Fachgespräch im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages

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