Gelungener Auftakt für das Regionale Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda

13.04.2018
 

Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar sieht in dem Projekt die Chance, dass die Hochschule Fulda künftig als Netzwerkknoten und Innovationsmotor für die Region fungiert. (Foto: Hochschule Fulda)

Der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide, die gemeinsam mit dem hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen haben, warben in ihren Grußworten für das Vorhaben.
(Foto: Hochschule Fulda)

Die zehn Umsetzungsprojekte stellten sich an dem Abend in Kurzpräsentationen vor. (Foto: Hochschule Fulda)
 

Die Projekte spiegeln die regionalen Bedarfe und die Expertise der Hochschule Fulda wider und zielen darauf, Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in der Region zu fördern
(Foto: Hochschule Fulda)

Nach der offiziellen Präsentation stellten sich die Einzelprojekte den Fragen der Praxispartner*innen.
(Foto: Hochschule Fulda)

Vertreter*innen der regionalen Praxispartner und der Hochschule Fulda nutzten die Gelegenheit zum Networking.
(Foto: Hochschule Fulda)

Hochschule und zahlreiche Praxispartner*innen gaben am Donnerstag (12.04.) den Startschuss für das große Transferprojekt, das in den kommenden fünf Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis tragen und Fulda zur Modellregion entwickeln will.

Dass es um ein Vorhaben geht, in dem Hochschule und Region eng zusammenarbeiten werden, wurde am Donnerstagabend in Halle 8 augenscheinlich: Zum Auftakt des Regionalen Innovationszentrums Gesundheit und Lebensqualität Fulda waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus regionalen Unternehmen und sozialen Organisationen an die Hochschule gekommen. Sie alle beteiligen sich an dem Projekt und nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen, aber sich auch einen Überblick über das Gesamtvorhaben zu verschaffen, bevor die Arbeit in den insgesamt zehn Umsetzungsprojekten beginnt.

Fast 70 regionale Praxispartner*innen beteiligen sich

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch, auf den das Projekt in der Region gestoßen ist“, betonte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar in seiner Begrüßungsansprache. Fast 70 Praxispartner*innen werden am Regionalen Innovationszentrum Gesundheit und Lebensqualität Fulda mitarbeiten. 40 regionale Einrichtungen hatten sich bereits an dem Förderantrag beteiligt und damit ein deutliches Signal gesendet, dass die Themen Gesundheit und Lebensqualität auf ihrer Agenda ganz oben stehen. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Innovative Hochschule“ von Bund und Ländern als eines von bundesweit 29 Projekten gefördert.

Auch Bürgerinnen und Bürger werden einbezogen

Knapp zehn Millionen Euro stehen in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung, um Ideen, Wissen und Technologien aus der Hochschule in die regionalen Einrichtungen zu transferieren. „Die Hochschule Fulda kann zum Innovationsmotor werden“, zeigte sich Khakzar überzeugt. „Wir wollen gesellschaftliche Verantwortung für die Region übernehmen“, sagte er. Der Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, Prof. Dr. Steven Lambeck, hob hervor: „Der Transfer ist in unserem Hochschultypus fest verankert. Umso erfreulicher ist es, dass die Politik die Bedeutung dieses Themas erkannt hat und es nun entsprechend fördert.“ Lambeck machte zudem deutlich, dass das Projekt auch die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen wolle. „Das ist ein zentrales Ziel des Vorhabens“, unterstrich er. Deshalb werde es schon bald Veranstaltungen geben, um die regionale Präsenz zu stärken. Derzeit würden die Verträge mit den Praxispartner*innen vorbereitet.

Neuland betreten zum Wohle der Region

Der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide, die gemeinsam mit dem hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen haben, warben in ihren Grußworten für das Vorhaben. „Wir müssen die Bereitschaft mitbringen, Neuland zu betreten und voneinander zu lernen zum Wohle der Region“, sagte Wingenfeld. Innovation sei nicht immer das Gegenteil von Tradition, war er sich mit Landrat Woide einige. Dieser richtete dann den Blick auf den ländlichen Raum. „Ländliche Räume bieten Chancen, das ist ein wichtiger Punkt, den wir akzentuieren sollten“, sagte Woide und merkte an: Es werde heute zu eindimensional über den ländlichen Raum geredet, zu sehr aus der Defizitperspektive. Stadt und Landkreis beteiligen sich beide an dem Projekt.

Gesundheit und Lebensqualität in der Region fördern

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Fulda stellten die einzelnen Umsetzungsprojekte vor, in denen das Know-how aus der Hochschule in die Praxis transferiert werden soll. Die Projekte spiegeln die regionalen Bedarfe und die Expertise der Hochschule Fulda wider und zielen darauf, Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in der Region zu fördern. Die Themen reichen vom Essen und Verbrauchen über das Zusammenleben und Integrieren bis hin zur gesundheitlichen Versorgung, dem Arbeiten und der Bewältigung des Alltags. Im Anschluss an die Präsentationen nutzten Vertreter*innen aus der Praxis und Wissenschaftler*innen dann die Möglichkeit, sich in Einzelgesprächen auszutauschen.

„Der Transfer von Forschungserkenntnisse und Innovationen von der Hochschule Fulda in die Region zählt zu unseren Aufgaben und ist Teil der Verantwortung gegenüber unserer Gesellschaft. Bei den Themen Gesundheit und Lebensqualität ist dies ganz offensichtlich. Mit dem neuen Projekt können wir nun die erforderlichen Strukturen aufbauen, damit die Hochschule Fulda in Zukunft auf diesem Feld als Netzwerkknoten und Innovationsmotor fungieren kann“, resümierte Präsident Khakzar.

"Die intensiven Diskussionen und der rege Austausch an den Postern der einzelnen Umsetzungsprojekte haben gezeigt, dass wir mit unserem großen Transfervorhaben in der Region auf offene Ohren stoßen und der Bedarf an Lösungen für die in den einzelnen Umsetzungsprojekten adressierten Bereiche sehr groß ist“, zeigte ich Vizepräsident Lambeck nach der Auftaktveranstaltung zufrieden.  „Ich bin sehr optimistisch, dass es uns gelingt, in den kommenden fünf Jahren Strukturen zu schaffen und Lösungen zu erarbeiten, die unsere Region wirklich als Modellregion für die Themen Gesundheit und Lebensqualität in ganz Deutschland etablieren können."

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