Gemeinsames Promotionszentrum für Soziale Arbeit

12.01.2017
Quelle: fotolia

Die Hochschule Fulda, die Hochschule RheinMain und die Frankfurt University of Applied Sciences haben das Promotionsrecht für die Fachrichtung Soziale Arbeit erhalten.

Die drei Hochschulen haben ein gemeinsames "Promotionszentrum Soziale Arbeit" eingerichtet. Die erste hochschulübergreifende wissenschaftliche Einrichtung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die den Doktorgrad (Dr. phil.) verleihen darf, hat am 1. Januar die Arbeit aufgenommen.  Das gemeinsame Zentrum der drei Partnerhochschulen Frankfurt University of Applied Sciences, Hochschule Fulda und der Hochschule RheinMain hat seinen Sitz in Wiesbaden. Durch die hochschulübergreifende Vernetzung werden Synergien bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses genutzt. „Sowohl mit Blick auf das breite wissenschaftliche Themenspektrum als auch hinsichtlich der Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden bieten wir damit attraktive Anreize, sich für den wissenschaftlichen Karriereweg zu entscheiden – vor allem auch für unsere besten Absolventinnen und Absolventen“, betonte Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda.

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, erklärte: „Mit dem Promotionsrecht für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind wichtige neue Impulse für gesellschaftspolitische Fragestellungen gerade in den Fachdisziplinen verbunden, die an Universitäten nicht oder nur am Rande vertreten sind, so etwa die in Zeiten des demographischen Wandels immer bedeutender werdenden Bereiche Soziale Arbeit und Gesundheitswissenschaften.“

Der Bedarf an hochqualifiziertem wissenschaftlichen Nachwuchs sei hoch, erläuterte Prof. Dr. Monika Alisch, Prodekanin des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Fulda. Das eigenständige Promotionsrecht ermögliche auch geeigneten Absolventinnen und Absolventen der drei Fuldaer Masterprogramme Soziale Arbeit im Schwerpunkt Gemeindepsychiatrie, Soziale Arbeit im Schwerpunkt Sozialraumentwicklung und -organisation sowie Psychosoziale Beratung und Therapie eine wissenschaftliche Berufsperspektive. Die hochschulübergreifende Zusammenarbeit erweitere das thematische Angebot für die Doktorandinnen und Doktoranden erheblich: „Durch die Kooperation können wir den Promovierenden Forschungsschwerpunkte aus drei Fachbereichen zugänglich machen.“ Derzeit sind am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda 23 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit der Durchführung oder Vorbereitung ihres Dissertationsprojektes beschäftigt.

Dem Promotionszentrum gehören derzeit 20 Professorinnen und Professoren aus den drei beteiligten Hochschulen an. Sie alle haben ihre Forschungsstärke, gemessen an eingeworbenen Forschungsmitteln und Publikationen sowie der Erfahrung in der Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei Promotionen, nachgewiesen. Das eigenständige Promotionsrecht wurde für 5 Jahre verliehen und wird entsprechend evaluiert.

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte die Hochschule Fulda als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften bundesweit das Promotionsrecht für die Fachrichtung Sozialwissenschaften bekommen. Ende Dezember folgte das eigenständige Promotionsrecht für die Fachrichtung Public Health.

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