Gesprächsrunde für Erstsemesterstudierende der Gesundheitsförderung

21.01.2022

Foto: Unsplash/Chris Montgomery

Zu Beginn des Wintersemesters 2021/22 berichteten Absolventinnen und Studierende über mögliche Arbeitsfelder im Bereich der Gesundheitsförderung.

Die Studierenden des ersten Semesters im Studiengang Gesundheitsförderung nutzten diese Veranstaltung, um Fragen zu stellen und ein Bild über die vielfältigen Möglichkeiten zu erhalten, in welchen Bereichen sie nach dem Studium tätig werden können.

Studierende des 5. Semester des Studiengangs Gesundheitsförderung (GF) berichteten den Erstsemesterstudierenden über ihr Praktikum und ihrem Praktikumsgeber:

Welchen Tätigkeiten konnten Sie bei welchem Arbeitgeber nachgehen und welche Module aus den ersten drei Semestern Ihres Studiums konnten Sie bei der Umsetzung Ihrer Aufgaben anwenden?

Leona Köller hat Ihr Praktikum im Gesundheitsamt des Landkreises Fulda absolviert. Frau Köller berichtete den Erstsemesterstudierenden: "In meinem Praxissemester war ich im Bereich der Gesundheitsberichterstattung (GBE) tätig. Hier konnte ich beispielsweise Gesundheitsberichte verfassen, aber auch Umfragen erstellen und auswerten. Ziel der GBE im Gesundheitsamt ist die Betrachtung der Gesundheit der Bevölkerung im Landkreis Fulda und die Aufdeckung von Präventionspotenzialen. Die GBE ist interdisziplinär angelegt, deshalb findet ein Austausch mit anderen Akteuren statt. Nützliche Module, die ich vor dem 4. Semester belegt hatte, waren: Gesundheitswissenschaftliches Denken und Arbeiten (GF3), Empirische Sozialforschung (GF6), Politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen von Gesundheitsförderung und Prävention (GF7) und Evidenzinformierte Entscheidungsfindung (GF9). Außerdem können je nach Themengebiet der zu bearbeitenden Bereiche die Module Biologische und ökologische Determinanten von Gesundheit (GF2), Gesundheitsbeeinträchtigungen in Bevölkerungen (GF4) und Gesundheitliche Ungleichheit von Nutzen sein (GF5)."

Charlotte Schneider hat ihr Praktikum bei der HAGE – Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. absolviert. Frau Schneider berichtete: „Ich war im Bereich ‚Gesund altern‘ eingesetzt. Hier arbeitete ich in der Umsetzung von unterschiedlichen Projekten mit. Meine Tätigkeiten waren sehr abwechslungsreich und vielfältig. So konnte ich bei der Erarbeitung von Pressemitteilungen und Projektpräsentationen mitarbeiten, aber auch in der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen unterstützen. Zusätzlich war ich mit Recherchetätigkeiten und Protokollierungen von Sitzungen beauftragt, durfte aber auch an mehreren Beratungen von Multiplikationspersonen teilnehmen. Die Mitwirkung bei der Erarbeitung und Entwicklung eines Konzeptes eines Online-Fragebogens und eines Leitfadens zur Durchführung einer Fokusgruppe bereiteten mir ebenfalls Freude. Insbesondere haben mir die Koordinierung und die Vernetzung von Aktivitäten der Gesundheitsförderung gefallen. Aufgrund der Tätigkeiten und der gesammelten Erfahrungen kann ich mir sehr gut vorstellen, nach meinem Studium in diesem Bereich tätig zu werden."

Johanna Brandt absolvierte ihr Praktikum bei der AOK Bayern - Die Gesundheitskasse in der Zentrale für Gesundheitsförderung am Standort Nürnberg. Frau Brandt hielt auf ihrer Präsentation fest: „Die AOK Bayern kann sich die größte Krankenkasse im Bundesland Bayern, und viertgrößte Krankenkasse bundesweit, nennen und setzt sich für die Gesundheitsförderung in allen Lebenswelten ein, so bspw. mit Projekten in Kitas, Schulen, Hochschulen, Kommunen bis hin zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Daher waren meine Aufgaben vielfältig gestaltet. So konnte ich mich zum Beispiel bei der Bewertung von (digitalen) Angeboten sowie von Projektanträgen von Kommunen nach Förderkriterien des GKV-Leitfadens Prävention einbringen und auch an der Überarbeitung der Versichertenbroschüre ‚Kalorien- und Fetttabelle‘ beteiligen. Zudem durfte ich Statistiken auswerten, Dokumentation und Qualitätssicherung von Projekten erstellen, aber auch Recherchetätigkeiten zu gesundheitsrelevanten Themen durchführen und vieles mehr. Auch ohne vorherige Berufserfahrung im Bereich des Gesundheitswesens, fühlte ich mich durch die Module der ersten drei Semester inhaltlich sehr gut auf das Praktikum vorbereitet.“

 

Frau Carolin Voigt und Frau Lena Schmehl haben als Absolventinnen über ihre heutigen Tätigkeiten, ihren Arbeitgeber und über ihre Wege dahin berichtet.

Wie waren eure Wege nach Abschluss des Studiums? Welche Tätigkeiten habt ihr bei welchen Arbeitgebern nachgehen können?

Carolin Voigt: „Ich bin nach meinem Bachelorstudium im Jahre 2013 zur Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen – AGETHUR gegangen. Hier konnte ich die Koordination des Programmes „GUT DRAUF“ übernehmen und anschließend in den Arbeitsbereich "Kommunale Gesundheitsförderung" wechseln. Hier begleite ich Modellregionen auf dem Weg zur gesunden Kommune. In Vorbereitung auf meine Berufstätigkeit absolvierte ich bereits während meines Studiums ein Praktikum in einem Gesundheitsamt.“

Lena Schmehl: „Nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums im Jahre 2018 ging ich zunächst in ein Gesundheitsamt als „Koordinatorin für Suchtprävention und seelische Gesundheit“. Im Jahre 2020 kam ich zur Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen – AGETHUR, um hier in den Arbeitsbereichen "Umsetzung des Landtagsbeschlusses zur Drogen- und Suchtprävention an Thüringer Schulen" sowie "Koordination von Aktivitäten für Kinder psychisch kranker Eltern in Thüringen" tätig zu werden. Auch ich habe bereits während meines Studiums ein Praktikum im Bereich „Prävention und Gesundheitsförderung“ in einem Gesundheitsamt absolviert.“

Ihr seid heute beide bei der AGETHUR tätig. Wollt Ihr euren Arbeitgeber kurz vorstellen?

„Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e. V. – AGETHUR setzt sich seit Anfang der 90er Jahre für die Lebensqualität und die Gesundheit der Bevölkerung ein. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt hierbei auf der kommunalen Gesundheitsförderung. Hierbei begleiten und unterstützen wir Mitarbeitende in Gesundheitsämtern zum Beispiel bei der Vernetzung. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Verbreitung guter Ideen in Form von Projekten, Praxisbeispielen oder Vernetzungsmodellen. Die Themenvielfalt reicht von klassischen Präventionsthemen wie Sexualpädagogik und AIDS-Prävention über gesundheitsfördernde Ansätze und Konzepte im Bereich der seelischen Gesundheit, Ernährung sowie Bildung. Neu hinzugekommen ist der Bereich der Drogen- und Suchtprävention. In allen Arbeitsbereichen achten wir immer auf die Teilhabe aller Menschen, aber insbesondere auch darauf, dass Menschen, welche besondere Unterstützung aufgrund ungleicher gesundheitlicher Chancen benötigen, Teilhabe erfahren können“, beschreibt Frau Voigt. Frau Schmehl ergänzt: „Mitarbeitende der AGETHUR organisieren
(Fach-)Veranstaltungen, Seminare und Workshops, um methodische sowie fachliche Anregungen für die Arbeit in der Gesundheitsförderung zu vermitteln. Beratungen von Einrichtungen des Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereiches zu Fragen der Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Gesundheitsförderung, wie bspw. zur Projektplanung oder Prozessgestaltung, runden unser Angebot ab.“

„Auch in diesem Jahr konnten wir wieder die Vielfältigkeit der Tätigkeiten im Bereich der Gesundheitsförderung verdeutlichen“, freut sich Kerstin Krüger, die Organisatorin der Gesprächsrunde und Referentin des Studiengangs Gesundheitsförderung.

Kontakt

Prof. Dr.

Kevin Dadaczynski

Gesundheitskommunikation und Patienteninformation

Gebäude 53 , Raum 127
Prof. Dr.Kevin Dadaczynski+49 661 9640-6073
Sprechzeiten
Nach Vereinbarung per E-Mail

Kontakt

Kerstin Krüger

Referentin des Studiengangs Gesundheitsförderung, Praxisreferat

Gebäude 25 , Raum 202
Kerstin Krüger+49 661 9640-6150
Sprechzeiten
nach Vereinbarung.

Kontakt

Susan Wank

Studiengangskoordinatorin der Studiengänge Gesundheitsförderung (B.Sc.), Public Health (M.Sc.)

Gebäude 31 , Raum 105
Susan Wank+49 661 9640-6321
Sprechzeiten
Studierende: Mo u. Mi 9 - 11 Uhr, 13 - 14 Uhr Studieninteressierte: Di u. Do 8:30 - 14 Uhr und nach Vereinbarung
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